Beiträge von Tomhen

    Also mir wurde vorgerechnet, dass die Kosten die Abschluss- und Verwaltungskosten zum Ende hin durch Treueboni kompensiert werden und ich sogar einen Bonus erhalte.

    Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Außerdem finde ich es unseriös, wenn man eine, dem Kunden zustehende Verzinsung (Boni) als Provisionsrückerstattung umdeklariert.
    Wer nur reduzierte Provisionen zahlt und trotzdem den Treueboni voll bekommt, schneidet deutlich besser ab.
    Eine angemessene Vergütung für eine gute Beratung ist durchaus statthaft, aber ein Rabatt macht den Berater auch nicht arm (bei Firmen kommt es ja i.d.R. auch zu mehr Beratungen und damit mehr Vergütungen)

    Also die Option einen anderen Anbieter für die Betriebsrente zu nehmen besteht leider nicht.

    Wenn der AG einen guten Makler hat, dann gibt´s beim Arbeitgeber einen Rahmenvertrag mit reduzierten Kosten - insbsondere, wenn man nicht wählen kann.
    Die CanadaLife hat solche Tarife und sobald man z.B. 50% Abschlussgebühren einspart oder nur ratierlich mit Abschlusskosten belastet wird, ist es eine wirklich empfehlenswerte Lösung.

    Ich möchte noch einen anderen Gedanken einwerfen:

    Mein Fondsdepot werde ich speziell "verzehren", denn ich möchte weitgehend in den Märkten investiert bleiben und nehme deshalb schwankende Entnahmen in Kauf.
    Wer sich von fixen Renten verabschiedet hat länger von seinem Geld ;).
    (Es sei denn man hat für Krisenzeiten Cash-Reserven, aus denen man verlustfrei entnehmen kann).
    Entweder ich teile alle Anteilsscheine (z.B. 1000) durch die Jahre der vorgesehenen Verzehrphase, dann kann ich z.B. 20 Jahre lang 50 Anteilsscheine pro Jahr liquidieren und ich passe meinen Lebensstandard an die Wertentwicklung an.

    Wenn die Bullen los sind, gibt´s den großen Jahresurlaub und im Bärenjahr nur den Campingplatz.

    Steuern sind dabei für mich wenig relevant, weil ich eine super gut performte vollkommen steuerfreie langlaufende Fondspolice habe.
    Schichten, switchen und liquidieren ist bei mir vollkommen steuerfrei 8).

    Gutes gelingen
    Thomas

    Hallo, hier meine Gedanken:
    1) Die BU von 2006 könnte OK sein - die Generali ist durchaus OK als BU-Versicherer - außerdem bekommt man die Konditionen und den Gesundheitszustand von 2006 nicht mehr (Eintrittsalter).
    2) Wenn Du Kopfarbeiter oder Kreativmensch bist, könntest Du eine "Schwere-Krankheiten-Police" ergänzend dazu nehmen. [biometrische Risikostreuung] Dann gibt´s bei entsprechender Diagnose eine Kapitalabfindung und wenn es richtig doof kommt, zahlen unter umständen beide Policen.
    Ich - als Kopfarbeiter - kann auch im Rollstuhl sitzend, auf einem Auge blind und einem Ohr taub und an Nierenkrebs erkrankt an meinen Schreibtische rollen und den PC und das Telefon bedienen ... ich werde nur sehr schwer berufsunfähig !
    3) Wenn man den "Sparanteil" herunter fahren kann, dann würde ich das tun - soweit wie möglich.
    4) Fondspolicen (also ansparen mit Fonds in einem Versicherungsmantel) funktionieren nur, wenn man über die Jahre Änderungen in der Police vornimmt und auf die Märkte reagiert.
    Außerdem braucht es eine möglichst hohe Investitionsquote und eine breite Auswahl an Fonds. Kosten sollten ratierlich und nicht als Vorweg-Provision abgezogen werden. Verträge sollten SEHR lange laufen, damit man noch Jahrzehnte lang einen steueroptimierten "Verzehrplan" umsetzen kann - Rente wählen ist in der Regel ein schlechtes Geschäft.
    5) Meine ganz besondere Empfehlung: Der Finanzmensch sollte die empfohlene Police selber haben und anhand seiner Unterlagen belegen, das es auch funktioniert ;)

    6) Grundsätzlich bei Fondspolicen antizyklisch handeln, nie gierig werden, keine Angst haben, breit streuen und Rendite machen, sonst braucht man auch keinen steueroptimierten Versicherungsmantel. 25% Kapitalertragssteuer auf Null Rendite ist Null €
    Wer aber einige Jahre vor der Ziellinie großes Geld umschichtet, wird finanziell merken, das 1/4 Steuern auf den Kapitalertrag deutlich mehr ist als 1/8.

    Ich habe sogar noch einem komplett steuerfreien Vertrag :thumbup:
    Habe jetzt 60% in sicherere Werte umgeschichtet und hätte dafür im Direktdepot rund 10.000 € Steuern zahlen müssen.
    Gutes gelingen
    Thomas
    P.S. Meine Police war nicht die günstigste, hat mir aber durch die gute Fondsauswahl und verschiedene Handlungsoptionen eine gute Langzeit-Nettorendite ermöglicht.