Beiträge von csh

    In Indien und China kann man nicht wirklich investieren.

    Viele sehen das anders und tun es.

    Und der MSCI ex. USA besteht zu einem Viertel aus Finanzunternehmen. Da ist man dann gleich im nächsten Klumpen gelandet.

    Irgendwas muss nunmal der zweitgrößte Sektor sein.

    Wenn einem das alles nicht passt, muss man eben in einen Equal Weight Index investieren, da gibt es ja auch einige Befürworter hier im Forum.

    Oder gibt es da Nachteile?

    Dann hast du die Schwellenländer eben immer übergewichtet.

    Ich kombiniere lieber klassisch Industrie- und Schwellenländer, weil ich nicht weiß ob ich in 10 Jahren immer noch ein Übergewicht haben möchte (z.B. angenommen Schwellenländer steigen auf 40% im ACWI).

    Ich würde das Rebalancing innerhalb der Anlageklasse Aktien auch nicht überbewerten und nur durch Zuflüsse rebalancen.

    Habe mir das Video auch nicht angesehen, aber vermutlich geht es darum Wertpapiere im Minus zu verkaufen, dadurch seinen Verlustverrechnungstopf zu füllen und anschließend das gleiche oder ähnliches Wertpapier wieder zu kaufen.

    Man hat dann quasi keinen Nachteil, sondern den Vorteil dass die Verluste mit den nächsten Gewinnen verrechnet werden. Man zahlt z.B. auf die nächste Ausschüttung weniger Steuern.

    Stichworte: Wash Sale (USA), Tax Loss Harvesting, Steuergestaltung nach AO §42.

    Soweit ich weiß ist es nur ein Steuermissbrauch wenn du die Wertpapiere an dich selbst verkaufst, aber da wüsste ich gar nicht wie das geht.

    Leute mit Tipps zu Finanzfragen ungefragt zu beglücken, fände ich übergriffig.

    Dem schließe ich mich an. Ich habe es ein paar mal versucht, aber lasse es inzwischen sein.

    als Weihnachtsgeschenk für meine jüngere Familienmitglieder kaufen.

    Puh... Schwieriges Thema in meiner Familie. Dann bist du direkt der Finanznerd und Kapitalist. Das Buch träfe eher auf Desinteresse und Ablehnung.

    Meine Familie (Eltern, Geschwister) bleibt lieber beim Sparkassen Sparbuch, da kann Saidi noch so gute Bücher schreiben. Ich schaffe es nicht, sie davon abzubringen, dann schafft ein Buch es auch nicht.

    Vermutlich nicht, Finanzen kann ich dank Forum selber

    Dito. Ich kann sie aber eher wegen der YouTube Videos.

    Macht es Sinn, dass Geld weiterhin in einen ETF zu stecken, oder sollte ich vll doch die Option nehmen einen weiteren ETF zu besparen.

    Typischerweise werden als Ergänzung ein Schwellenländer und/oder ein Small Cap ETF genannt.

    Siehe z.B. das 70/30 Portfolio.

    Ich habe den iShares Core MSCI Emerging Markets IMI UCITS ETF im Depot.

    Ob es für dich Sinn macht, weiß ich natürlich nicht. Meine Gründe waren:

    • Faktor Prämie (political risk) einsacken (ich erhoffe sie mir auf 20 Jahre)
    • USA Anteil reduzieren
    • Breitere Diversifikation
    • Fette Ausschüttung im sonst so tristen Herbst 😃

    15 Jahre sind nur eine Empfehlung, um den Worst Case abzudecken... Ich stand 2023 vor der gleichen Frage: 25k€ wollten angelegt werden, die ich 2028 brauchen würde. Ich war so "mutig" und habe sie in einen MSCI ACWI angelegt. Ich bereue es bisher nicht, ca. +38%. Wenn es jetzt nochmal steil Richtung null geht, würde ich hoffentlich rechtzeitig umschichten.

    Zuvor habe ich allerdings auch Renditedreiecke studiert und mich informiert, dass eine Anlage im Aktienmarkt nach fünf Jahren mit ca. 80% Wahrscheinlichkeit im Plus ist. Das Risiko war ok für mich. Denn 2028 endet nur die Kreditlaufzeit, das könnte man sicherlich auch ohne das Geld regeln. Ich möchte die Vorgehensweise trotzdem keinem nahelegen.

    Der UniGlobal empfiehlt übrigens eine Anlagedauer von 6 Jahren.

    Was meint ihr?

    Ich habe meine risikoarmen Anlagen erst dieses Jahr getrennt in Tagesgeld und Geldmarktfonds (nachdem ich einen Podcast inkl. der Empfehlung von Finanztip gehört habe).

    50.000 EUR für einen fast 50-jährigen könnten ein bisschen knapp sein als Vorsorge. Empfehlung lautet doch oft: Fünf Jahresbruttogehälter Vermögen in dem Alter. Aber vielleicht hast du ja noch eine Immobilie?

    Was war nochmal Mittelschicht?

    Gemessen am Vermögen laut DIW Berlin bis zum 75% Perzentil in der Vermögensverteilung.

    2023 lag das 80% Perzentil bei der Vermögensverteilung laut IW Köln bei 510.400€ für 45-54 Jährige.

    Das zu erreichen ist schon sportlich, finde ich, und ich frage mich, ob ein Welt ETF die beste Strategie ist, wenn man dieses Ziel erreichen möchte.

    Dein Vorgehen finde ich simpel und dein Rebalancing ist nach Lehrbuch, wenn auch etwas zu detailliert.

    Deine Aktienquote wäre mir bei dem Anlagehorizont zu niedrig, aber das kannst nur du sagen.

    Vielleicht wäre auch ein Safe Asset Floor Rebalancing sinnvoll für dich?

    Ist dir das nicht zu aufwändig? Warum kein Anleihen ETF, der das durch rotiert?

    Ich habe mich entschieden kein Notgroschen zu halten (wenn ich dringend Geld brauche dann entnehme ich es vom gesamten Vermögen).

    Finde ich OK. Anleihen verkaufen geht zur Not ja auch.

    Jeden Monat beim Gehaltseingang prüfe ich wie das 70/30 Asset Allokation aussieht (bis zur 2 Nachkommastelle)

    Ernsthaft? Reicht dir nicht ein grobes Rebalancing einmal pro Jahr?

    Über 9% Ausschüttung und fast 10% Rendite. Was ist daran schlecht?

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    Es gibt noch mehr kritische Videos in dieser Richtung.

    So eine hohe Ausschüttung ist nicht normal, passiert häufig aus der Substanz und daher nicht nachhaltig. Außerdem nur wenige Unternehmen.

    Mein halbes Depot ist ein Zocker Depot

    Deine Einstellung und auch dein Thread (zur Million) gefällt mir. Was hilft einem ein Welt ETF, wenn man damit nur seine Rentenlücke schließen kann? Das Leben wird nicht besser, es bleibt im Alter nur wie es ist. Es ist irgendwie ernüchternd.

    Ich frage mich oft: Wie hilft ein Welt ETF, um finanziell aus der Mittelschicht rauszukommen, wenn jeder Hinz und Kunz in einen investiert? Man hebt sich doch damit nicht von der Masse ab, zumindest nicht von der Masse der Investoren.

    Auf der anderen Seite steht die Kapitalmarktforschung, die nichts anderes empfiehlt (z.B. nur 2,4% aller Aktien sorgen für die Rendite, 90% aller Profi Investoren schlagen den Markt nicht).

    Es scheint aussichtslos, aber die Hoffnung stirbt zuletzt, daher kann ich schon verstehen, wenn Leute Lotto spielen, Krypto kaufen, auf Einzelwerte zocken, Sportwetten eingehen oder glücksspielsüchtig werden, weil man irgendwann merkt, dass man mit 6% Rendite nicht seine Lebensziele erreichen kann.

    Wünsche dir ein gutes Händchen.

    Input, Meinungen und Anregungen.

    Ich habe irgendwann mal ein Interview mit Balthasar Becker gesehen, der Mitbegründer seines Collective Intelligence Funds, der sich auch ganz gut entwickelt hat. Er hat natürlich Werbung für seinen (riskanteren) Fonds gemacht, aber auch dargestellt, dass man 80% in normale Welt ETFs investieren kann und 20% in riskantere Assets, wie z.B. seinen Fonds, um eben eine Chance auf die seltenen positiven Ereignisse (Tails) zu haben.

    Könnte in extremeren Fällen auch Krypto oder Lottoscheine sein.

    Ich finde die Idee eines Zockerdepots also gar nicht so schlecht, wenn auch nur für den Spaß oder Lerneffekt.

    Auch finde ich das berühmte Zitat von André Kostolanys passend: "Wer viel Geld hat, kann spekulieren, wer wenig Geld hat, darf nicht spekulieren, wer kein Geld hat, muss spekulieren".

    Du kannst dich auch mal mit Taleb's Hantelstrategie beschäftigen, er schlägt vor mit einem Teil extreme Risiken einzugehen.

    Ich knabbere halt an der Aufteilung des Ganzen

    Aus dem jüngsten Finanztip Newsletter:

    Wichtig: Du solltest Deine Aktienquote auch im Ruhestand nicht weit unter 80 % fallen lassen. Bleib also auch in der Auszahlphase substanziell investiert. Sonst verpasst Du Rendite – viele Anteile können für die zweite Hälfte des Ruhestands auch noch über 15 Jahre investiert bleiben.

    Mich hat diese generelle Empfehlung zur hohen Aktienquote im Alter allerdings auch etwas überrascht.

    Deine Bedenken sind nicht ganz aus der Luft gegriffen. Vielleicht findest du hier ein paar Denkanstöße:

    Deep Risk: Diese 5 Risiken gefährden Ihre Langfristanlage und Vorsorge - Prof. Dr. Hartmut Walz
    Und ein Aktiencrash gehört nicht dazu! Da gibt es Schlimmeres, was Ihnen langfristig passieren kann. Unterscheiden Sie Deep Risk & Shallow Risk.
    hartmutwalz.de

    Zitat:

    Vor dem Hintergrund der Überschuldung nahezu aller Euro-Länder und der Schädigung des Finanzsystems durch die anhaltende Null- und Minuszinspolitik der EZB, liegen staatliche Notmaßnahmen mit Enteignungscharakter jedoch leider im Rahmen des Möglichen.