Beiträge von Lightee

    1. Ist es „falsch“ ausschließlich den MSCI World zu besparen und die Schwellenländer außen vor zu lassen?

    Nein

    2. Wäre eine Beimischung eines Emerging Market ETF eine sinnvolle Ergänzung zum o.g. MSCI World?

    Ja


    3. Wenn Beimischung: In welchem Verhältnis? 70/30?

    Wie du magst. Ich würde es eher Richtung 85/15 halten.

    4. Würdet ihr das Portfolio womöglich sogar in eine 3 ETF Strategie aus MSCI World / Emerging Markets / Stoxx Europe 600 umbauen? Was spricht dafür? Was spricht dagegen?

    Nein, bringt mehr Komplexität rein.

    Ich finde das alles jetzt nicht komplett katastrophal. Zumal du jung bist und dir jetzt noch alles richten kannst. Die Fonds Auswahl ist ja grundsätzlich solide und setzt eben eine aktive Strategie um. Wird dir zwar hier keiner empfehlen (auch ich nicht), aber noch immer besser, als es am Girokonto rumliegen zu lassen.

    Ich denke, es wäre wichtig mal die ganzen Versicherungen loszuwerden. Du solltest dir ein Bild machen, welche Zusatzversicherungen du wirklich benötigst (mMn ist in deinem Fall nur eine Privathaftpflicht wichtig, aber das musst du selbst entscheiden oder dich möglichst unabhängig beraten lassen) und dann im einzelnen abschließen.

    Fonds: wie gesagt, nicht katastrophal, aber du wirst definitiv besser fahren, wenn du die Fonds verkaufst und auf einen all-world ETF gehst.

    Wenn du deine Finanzen mit mehreren Konten verwaltest, wird es einfach übersichtlich und strukturierter.

    Du bist noch jung und solltest Mal mit so wenig Ballast (unnötige Versicherungen/Wertpapiere) wie möglich los starten. Dann kann nicht viel schief gehen.

    Wenn du der Meinung bist, das ist ein gutes Investment, dann leg dir den Fonds ins Depot. Niemand weiß, was die Zukunft bringt. Wenn du an osteuropäische Aktien glaubst und dir die Methodologie / Aktienauswahl des Fondsmanagements zusagt, dann kaufe.

    Die Mehrheit im Forum wird dich darauf hinweisen, dass du dir die Kosten (Ausgabeaufschlag und TER) anschauen solltest und von diesem Investment abraten. Die vergangene Performance ist kein Indikator für die Zukunft. Es soll ja auch nicht darum gehen, aktive Fonds zu verurteilen oder pauschal schlecht zu machen. Hier mein Schnellschuss - Vergleich und mein Fazit:

    Auf 1 Jahres Sicht hat der MSCI EM Eastern Europe (=Benchmark) den Trigon New Europe klar geschlagen

    Auf 3 Jahre ca. +/- gleich

    Auf 5 Jahre hat der Trigon klar die Benchmark geschlagen.

    Aber Achtung, bei der 3 bzw. 5 Jahres Performance muss man wissen, dass hier der "Einmaleffekt von Russland" den MSCI EM Eastern Europe ETF komplett zerstört hat, weil russische Aktien im Jahr 2022 einfach wertlos wurden und Russland ein hohes Gewicht im Index hatte. Während der Trigon hier aktiv dagegen steuern konnte bzw. vlt. gar keine Russland Aktien drin hatte (habe nicht recherchiert, interessiert mich auch nicht)


    Abschließend lässt sich für mich sagen: Seit dem Russland- Ausfall hat die passive Strategie (=MSCI EM Eastern Europe) den aktiven Fonds outperformed. Ob die aktive Auswahl in Zukunft vorne liegen wird, weiß keiner.

    Nur meine Gedanken.

    Also Rente in 30 Jahre, bedeutet nach heutigem Stand mit 67, also ist die Person 37.

    Ohne Hintergundinfos kann man mMn in keinstem Fall beurteilen, ob 100k im Depot mit 37 gut oder schlecht sind...

    Wenn sie "nur" 100k hat ohne andere nennenswerte Ersparnisse / Sachwerte / Immobilie / etc... dann finde ich das für 37 Jahre nicht so viel.

    Wenn allerdings noch ein gut gefülltes Tagesgeldkonto daliegt und die eigene Immo bewohnt wird etc... dann ist das schon ein solides Gesamtbild.

    Abgesehen davon, einen bestimmten Betrag monatlich zur Seite zu legen ist nie verkehrt. Aber auf solche 0815-Fragen ohne Hintergrundinfos kann es nur 0815 antworten geben.

    Wie schon gesagt. In Kroatien zahlt man mit Euro. Idealerweise vorzugsweise sämtliche Ausgaben mit Karte bezahlen da im Euro Raum ja keine Fremdwährungsgebühren anfallen. Bei Bedarf eine Bargeldreserve von Zuhause mitnehmen... Im Notfall eben Bargeld vor Ort abheben. Die Gebühren hängen dann von den Konditionen der eigenen Bank sowie Fremdgebühren am Automaten ab und kann hier pauschal nicht beantwortet werden.

    Kann man so machen, wenn du die Strategie so durchhältst und immer auf das Rebalancing schaust. BTC wäre für mich zu hoch gewichtet und ich würde dies nicht über einen ETF/ETC abbilden, sondern zumindest direkt BTC kaufen. Banks ETF als Sektorwette mit nur 4% wird nicht sonderlich ins Gewicht fallen.

    Allgemein ist der US Anteil in dem Portfolio für mich zu niedrig.

    Der Vergleich auch erst seit 2023 ist nicht aussagekräftig. Hier wären mal mindestens 5 Jahre interessant.

    Dann eher MSCI World verkaufen (solange der im Minus ist) und alles (sofort) in einen ACWI (IMI) / All-World stecken. World liegen lassen und daneben in einen ACWI ETF investieren ist doch in der Situation unnötiges gefrickel.

    Am besten erstmal richtig einlesen und dann selbst entscheiden. Hier gibt’s halt nur unterschiedliche Meinungen von Laien.

    Ja klar, gibt wieder unterschiedlichste Varianten und mit keiner macht man einen Fehler - muss man dann eben für sich selbst entscheiden, das kann einem hier keiner abnehmen. Wie du sagtest ein Forum von Laien, die Denkanstöße liefern.

    Auch meiner Meinung nach macht eine 1-ETF Lösung via MSCI ACWI oder FTSE-All-World oder MSCI ACWI IMI am meisten Sinn. Diese sind tatsächliche Welt Indizes, während der MSCI World Index ja "nur" entwickelte Länder abbildet. Früher gab es die Auswahl an All-World ETFs einfach nicht. Daher kommt "ein MSCI World ETF reicht". Reicht ja auch, aber mittlerweile hat man eben die Möglichkeit ohne Mehrkosten wirklich die gesamte Welt (inklusive Schwellenländer) abzubilden. Da sagt man nicht nein :).

    Die MSCI World Tranche kannst du ja einfach liegen lassen. Und somit hast dann auch schon einen zweiten Topf und kannst dir in XX Jahren aussuchen, von welchem Topf du zuerst Kapital entnimmst.

    Flatex finde ich auch empfehlenswert, wenn es noch ein weiteres depot für ETF Sparpläne sein muss. (Überblick behalten über 4 depots?)

    Flatex bietet eben eine kostenfreie wiederanlage bei Ausschüttungen an. Es gibt auch die Möglichkeit, einen Auszahlplan zu erstellen.

    Zudem hast du flatex die Möglichkeit, bis zu 5 (Unter-) Depots anzulegen....

    2 Möglichkeiten, den USA anteil zu reduzieren zB:

    50% msci acwi / 50% msci world ex-usa

    Oder wenn nur USA/Europa gewünscht , dann Mischung aus msci USA/msci Europe

    Oder eine der anderen 1000 möglichen Kombinationen, welche man nicht alle aufzählen kann :thumbup:

    Vom Job her runterschrauben, evtl. Teilzeit etc... Mehr Fokus auf Life als auf Work. Ich kann mir zB in keinstem Fall vorstellen, bis 67 in meinem Job weiterzuarbeiten, geschweige denn allgemein in diesem Alter noch zu arbeiten. Ich tue alles dafür, so früh wie möglich (finanziell) unabhängiger zu werden.

    Alles Sache der Perspektive - irgendeine Annahme muss man treffen. Ich finde die Herangehensweise im Abschnitt "lohnt sich deine Arbeit" nicht so verkehrt.

    Man muss zB die Fahrtzeit+Kosten einfach mit in den Block "Arbeit" einberechnen. Denn am Ende bekommst du ein Gehalt und musst die Zeit bzw. damit verbundene Kosten gegenrechnen. Vlt. lohnt sich dann ein Job, in dem du weniger verdienst, aber in 15min zu Fuß dort bist, anstatt 1-2h mit Auto/Öffis zu fahren. Sonst belügt man sich ja auch irgendwie selbst. Ausgaben wie Kleidung für die Arbeit oder Bücher.... gut, das ist mMn nicht soo relevant, denn du musst dich privat ja auch bekleiden :P.

    Der eigentliche Preis einer Aktie spielt überhaupt keine Rolle. Ob eine Aktie 50 oder 5000 kostet, ist reine Kosmetik. Zu Beginn der Börsenlistung eines Unternehmens wird eine Gewisse Anzahl Aktien zu einem bestimmten Preis (zB 15EUR) herausgegeben. Das bestimmt das Unternehmen selbst. Idealerweise steigt der Preis mit der Zeit. Wenn nach XX Jahren zB der Kurs bei 1000EUR liegt, machen Unternehmen oft Aktiensplits (zB 1:10) - dann bekommst du für jede Aktie 10 Aktien und der Preis je Aktie ist dann auch nur noch 1/10 davon. Also zB 100EUR dafür hast du nun 10 Aktien anstatt einer. Das ist attraktiver, denn bei vielen Brokern kann man keine Bruchteile von Aktien kaufen. Ein hoher Aktienpreis hebt für viele Kleinanleger die Barriere in ein Unternehmen zu investieren.

    Der ADAC bietet einen "Ankaufstest" oder allgemein eine Zustandsbewertung an. Aber kostet idR auch wieder Geld...

    (Kilometer)Leasing finde allerdings ich eine sehr gute Alternative. Wenn du keine bestimmte Marke möchtest und in der Ausstattung flexibel bist, gibt es immer gute Schnapper in diversen Portalen. Du legst die Fahrleistung und Leasingdauer fest, least dir einen Wagen mit 3-5 Jahren Werksgarantie und kannst so sehr gut kalkulieren.

    Wenn du mit dem Wagen einen Unfall baust oder es einen Hagelschaden gibt, so ist das sowieso durch die Vollkasko Versicherung gedeckt, die du bei einem Leasingwagen eigentlich zwingend nehmen musst. Aber Details stehen wie immer im Vertrag :P ...

    Aufpassen muss man auf Felgen, Schrammen, tiefere Kratzer, krasse Abnutzung im Innenraum etc. Zudem muss du die Wartungen beim Vertragshändler einhalten - das wird bei der Rückgabe sonst teuer. Ansonsten ist der Wagen über die Laufzeit sehr gut kalkulierbar, weil es eben keine teuren Überraschungen innerhalb der Garantiezeit gibt.

    Du hast schon einiges in den aktuellen Mazda gesteckt. Das zahlt dir beim Verkauf niemand. Fahre ihn, solange er läuft. Wenn die Behebung des aktuellen Fehlers 300 kostet, würde ich das machen lassen und weiterfahren. Idealerweise kann dir der Mechaniker gleich sagen, ob ihm noch was auffällt, was in nächster Zeit kostenintensiv werden kann... Daraufhin würde ich meine Entscheidung treffen.

    Das wirtschaftliche außen vor: Es sei denn du hast einfach keinen Bock mehr auf die alte Karre und willst dir einfach was neuerers gönnen, mit dem du Freude hast - dann ist das auch voll OK und hol dir einen neuen.

    Bin seit ca 2017 an der Börse. Am Anfang mehr auf Einzelaktien, weil man ja überall von diesen und jenen Unternehmen liest und denkt, man kauft sich die besten und soliden und hat "gewonnen". Lange Rede kurzer Sinn, ich bin immer wieder bei ETFs gelandet und rühre auch aus Spieltrieb keine Einzelaktien mehr an.

    Es stellt sich immer die Frage, wo man seine nächsten Sparraten/Geld reinsteckt. Glaubt man bis zur Rente an die heiligen 30 Unternehmen oder nicht? Wenn nicht, durch was ersetzen etc..

    Bedenke auch: Nur weil ein Unternehmen "solide" und "gut" ist, bedeutet das nicht, dass auch automatisch der Aktienkurs steigt.

    Es fehlen eben weitere Hintergrundinfos:

    Szenario 1:

    Wenn das Geld für den Hauskauf schon komplett da ist und du es in 1-2 Jahren brauchst, dann dieses Geld in einem Geldmarkt-ETF / Tagesgeld(Anmerkung Einlagensicherung) parken. Überschüssiges Geld kannst du dann gerne in risikoreicheren Anlagen = All World ETF anlegen.

    Szenario 2:

    Wenn das Geld für den Hauskauf nicht da ist, dann solltest du so viel Eigenkapital wie möglich ansammeln und dies in einem Geldmarkt ETF oder Tagesgeld parken. Dieses Geld solltest du eben nicht in Aktien / ETFs stecken.