Beiträge von hanswurst90

    Walz? Lustig, wie unterschiedlich man das sehen kann. Ich finde ihn süffisant und pseudo-locker.

    Kann man so sehen, aber irgendwie hab ich das Gefühl, dass der privat genau so drauf sein könnte wie im Podcast und sich nicht verstellt, um besser anzukommen. Ist sozusagen die Antithese zum durchoptimierten und auf Jugendsprache getrimmten Auftritt der klassischen Influencer.

    Aber diese "Hörerschaft" liest m.E. lieber auf der Homepage. Dort ist jedes Thema kompakt, aber vollständig erklärt. Sind Videos und Podcasts nicht eher das Lockmittel für neue und junge Interessenten?

    Würde ich nicht sagen! Es kommt doch sehr darauf an, in welcher Situation man die Inhalte konsumieren will. Kann mir gut vorstellen, dass einige ältere Zeitgenossen mangels anderer Gelegenheiten den Podcast im Auto hören, um sich zu informieren.

    Ich hätte zwei Podcastreihen aufgemacht. Die eine wie gehabt und die andere für Kids und Tweens. Wer sich für ein bestimmtes Thema interessiert, würde das trotzdem finden.

    Man hätte z.B. den alten "Auf Geldreise"-Podcast neu auflegen und zu einem Format machen können, wo Sophie explizit andere Zielgruppen (Heranwachsende, Frauen...) anspricht als Emil und Saidi.

    Es wurde wohl ein neues Gesamtkonzept aufgestellt und das wird zügig umgesetzt. Wer es damit so eilig hat, dann gibts eben Kollateralschäden. Ob das so clever ist?

    Die Höherschaft, die eigentlich nur einen Podcast mit seriöser unaufgeregter Finanzbildung möchte und bereit ist, auch mal intellektuell ein wenig gefordert zu werden, ist dann wohl der Kollateralschaden.

    Bei mir ist es glaube ich auch so, dass ich ein zu starkes Anbiedern an eine Social Media-"Leitkultur" nicht mag. Die Reels sind da schon ein Zugeständnis gewesen und jetzt wird der Podcast gefühlt auch immer mehr in Richtung Lifestyle-Podcast mit entsprechenden Themen und Vokabular getrimmt.

    Hallo zusammen,

    geht mir auch so. Denke, dass die Zielgruppe „umgestellt“ wurde - ich bin sicher nicht die relevante Zielgruppe.

    Daher werden sie es wohl richtig machen.

    LG

    Ja, sehe mich mittlerweile auch eher bei Walz&Beutler, als bei so Folgen zu Green und Red Flags bzgl. Finanzen in Beziehungen, die der Finanztip-Podcast jetzt bringt.

    Ich finde auch, wir sollten alle das gleiche Auto fahren, damit wir nicht von zu viel Individualität überfordert werden. :)

    Aber Spaß beiseite: Die Analogie zum ETF klingt verlockend, scheitert bei der PKV aber an einem grundlegenden "Problem". Ein ETF-Anbieter repliziert einen Index — alle Aktien sind objektiv messbar und austauschbar. Bei der PKV ist gerade die Vielfalt der Angebote ein Vorteil: Unterschiedliche Bedingungswerke ermöglichen es, den individuell passenden Tarif zu finden — für den 28-jährigen Arzt in Weiterbildung ohne Kinderwunsch eben einen anderen als für den niedergelassenen Anwalt mit Familie.

    Und bei der informierten Auswahl aus einem breiten, vielfältigen Markt hilft ein guter, unabhängiger Berater. :)

    Ich könnte mir aber schon vorstellen, dass eine Mehrheit der Finanzberater vor 20 Jahren ähnliche Argumente in Sachen Geldanlage vorgebracht hat oder es sogar heute noch tut ;) Möglichst individuell zugeschnitten, daher komplex, undurchsichtig, insgesamt untereinander nicht einfach vergleichbar und mit hohem Beratungsbedarf verbunden.

    Irgendjemand muss das doch eigentlich mal erwogen haben - Neo-PKV statt Neobroker sozusagen!

    Ich habe mich gerade gefragt, ob es im PKV-Bereich nicht analog zur Geldanlage auch schon die Idee gegeben hat, dass ein neutraler Player z.B. mit Verbraucherschützern einen oder mehrere leistungsfähige PKV-Tarife inkl. aktuarieller Vorgaben definiert, den Versicherer dann "nachbilden" können. Damit könnte man aus meiner Sicht u.a. der großen Unsicherheit hinsichtlich zu günstig kalkulierter oder lückenhafter PKV-Tarife begegnen, ohne dass man sich auf einen Makler mit Provisionsinteressen verlassen muss. Wenn zusätzlich noch verlangt wird, dass eine Kostenquote ähnlich der TER klar ausgewiesen wird, wäre dies natürlich ebenfalls zu begrüßen.

    Wie seht ihr das? Im Bereich der Geldanlage hat diese Trennung von Definierer des Produkts (MSCI, FTSE etc.) und Anbieter des Produkts (Xtrackers, Vanguard usw.) ja zu massiven Vorteilen für Verbraucher geführt.

    Erstklassiger Beitrag von Prof. Walz. Er fasst es gut zusammen:

    Deswegen würde ich - nüchtern betrachtet - meine bisherigen Investments in nachhaltige ETFs als kleine Wette darauf sehen, dass Unternehmen, die sich jetzt schon um Nachhaltigkeit bemühen oder ein Geschäft betreiben, das schon recht nachhaltig ist, in Zukunft besser laufen.

    Da die Streuung mit ca. 300 Aktien über den MSCI World hinweg immer noch einigermaßen breit ist und die TER bei 0,22% liegt, ist das aus meiner Sicht auch kein Problem. Nur die Hoffnung, dass ich damit einen echten Effekt in Sachen Nachhaltigkeit erziele, wurde mir mittlerweile genommen.

    Wo du recht hast, hast du recht :) Walz war für mich damit durch. Und es kam von ihm diesbezüglich nichts Konstruktives. Der Unterton findet sich auch in seinem Anfänger-Ratgeber. Der Mann weiss eben Bescheid ....

    Ich fand das Video eigentlich recht amüsant. Er nimmt hier meines Erachtens die Leute aufs Korn, die sich mittels einer übertrieben spezifischen Ansprache finanziell bereichern wollen.

    Es gibt natürlich bekannte Akteure wie Madame Moneypenny, die aus dem Thema offensichtlich ein erfolgreiches Geschäftsmodell gemacht haben, aber bin mir nicht sicher, ob Finanztip auch diese Schiene bedienen oder nicht lieber aus grundsätzlichen Erwägungen davon absehen sollte. Passend dazu:

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    Natürlich kann das gerne stattfinden, nur verstehe ich das Geschlechtsspezifische daran nicht.

    Die Argumentation läuft nach meinem Verständnis so, dass Frauen einen "geschützten Raum" für Fragen, eine gesonderte Ansprache und eine Stärkung des Selbstbewusstseins in Sachen Finanzen benötigen.