Dann geht halt bitte garnicht erst ins Verkaufsgespräch. Wer das macht hat schon vorher verloren.
Hier aus dem Forum macht das sicher keiner, aber Otto Normalverbraucher eben schon.
Dann geht halt bitte garnicht erst ins Verkaufsgespräch. Wer das macht hat schon vorher verloren.
Hier aus dem Forum macht das sicher keiner, aber Otto Normalverbraucher eben schon.
Wenn ich mir die einschlägigen Presseorgane der Branche so anschaue, dann glaubt man im Vertrieb wohl mit dem "Auszahlplan bis 85" einen Punkt im Altersvorsorgedepot ausgemacht zu haben, wo der Verkaufshebel angesetzt werden kann:
https://www.cash-online.de/a/die-krummet-…ng-auch-715139/
https://www.cash-online.de/a/altersvorsor…al-wird-715044/
Das Playbook fürs Verkaufsgespräch stelle ich mir in etwa so vor: Kunde wird gefragt, ob er denn nicht vor hat länger als 85 zu leben. Falls er das bejaht, gibt's direkt das Produkt mit lebenslanger Rente, andernfalls wird nochmal das Langlebigkeitsrisiko unterstrichen ("X Prozent ihres Jahrgangs werden älter!"), um den Kunden in die richtige Spur zu lenken.
Dass Beträge, die bis 85 ausgezahlt und nicht benötigt werden, in einem eigenen ETF-Sparplan angelegt werden könnten, um den durchfinanzierten Zeitraum zu strecken, wird in den Gesprächen sicher nicht erwähnt.
Der Eindruck verfestigt sich:
https://www.ksta.de/wirtschaft/pri…-fallen-1257284
"Das sehe ich absolut kritisch. Wer mit 67 Jahren in Rente geht, für den besteht laut aktueller Sterbetafeln eine 50-Prozent-Wahrscheinlichkeit, dass er älter als 85 Jahre wird."
"Wir werden voraussichtlich beide Optionen anbieten - sowohl einen Auszahlungsplan bis 85 als auch eine lebenslange Rente. Aus meiner Sicht spricht jedoch viel dafür, hier auf Sicherheit zu setzen. Für die meisten Menschen ist die lebenslange Rente daher die verlässlichere Option."
-> Wer mit einem Auszahlungsplan aus dem Verkaufsgespräch gehen möchte, wird hart darum kämpfen müssen.
Diese peinliche Aussage wird auch in den Kommentaren kritisiert.
Da sind wieder mal die Gäule mit ihm durchgegangen. Typisch für ihn, dass er Finanztip nicht erwähnt. Wahrscheinlich nervt ihn seine geringe Reichweite, weil er immer noch nicht begriffen hat, wie man das anstellt.
Verstehe auch nicht ganz, wieso er Finanztip so beharrlich mit Missachtung straft. Die Verbraucherzentralen sind dank staatlicher Finanzierung sicher nochmal ein Stück unabhängiger, aber kriegen es eben seit Jahren nicht hin, Finanzbildung in die Breite der Bevölkerung zu tragen. Da ist Finanztip mit Affiliate-Links ja wohl die nächstbeste Alternative, wenn man nicht ganz klassisch Finanztest lesen möchte (haben die eigentlich keine Werbeanzeigen im Blatt?).
Und die Videos von Herrn Walz sind doch ehrlicherweise eher was für Kenner und nicht für die Massen. Neueinsteiger ohne finanzielle Vorbildung würden den Humor gar nicht verstehen.
Hier ein ganz guter Rechner zum AVD:
Die Modellierung der "förderunschädlichen Entnahme" scheint mir noch nicht ganz ausgereift. Ich kann mehr Geld entnehmen als im Depot ist und je weiter ich über diesen Betrag gehe, desto vorteilhafter wäre das AVD. Oder hat dafür jemand eine Erklärung? Wenn ich unterhalb des Betrages bleibe, der im Depot ist, liegt eigentlich immer der ETF-Sparplan vorne, was im Sinne der Förderung von Wohneigentum ja auch widersinnig wäre, oder?
Ich bin auf jeden Fall gespannt, wo man bei Finanzfluss in Sachen AV-Depot die Grenze ziehen wird.
Ein solches beratungsintensives Thema bei denen…?…..hmmm….
Kann ich nicht wirklich beurteilen, aber man ist jetzt definitiv im Versicherungsvertrieb angekommen und flechtet das auch entsprechend in die YouTube-Videos mit Direktverweis auf die Beratungs-Landing Page ein:
Hab gerade gesehen, dass Finanzfluss damit begonnen hat, BU-Versicherungen auf Provisionsbasis zu vertreiben: https://www.finanzfluss.de/vergleich/beru…tsversicherung/
Das erklärt die Gründung der Finanzfluss Versicherungsservice GmbH. Der Abschluss der ETF-Rentenversicherungen läuft vorerst noch über Maiwerk, aber könnte mir vorstellen, dass das irgendwann auch auf die neue GmbH umgelenkt wird.
Wenn ich mir die einschlägigen Presseorgane der Branche so anschaue, dann glaubt man im Vertrieb wohl mit dem "Auszahlplan bis 85" einen Punkt im Altersvorsorgedepot ausgemacht zu haben, wo der Verkaufshebel angesetzt werden kann:
https://www.cash-online.de/a/die-krummet-…ng-auch-715139/
ZitatDie Untersuchung macht das „Verschätzungsrisiko“ deutlich, das beim Fokus auf eine reine Zeitrente lauert. Hierauf möchte ich nicht nur als CDO eines Maklerversicherers aufmerksam machen. Es ist die Aufgabe von Vermittlern, diese Lücke aufzudecken und sie Kunden bewusst zu machen, damit sie die lebenslange Absicherung als wichtiges Ziel bewusst wahrnehmen.
https://www.cash-online.de/a/altersvorsor…al-wird-715044/
ZitatViele Menschen unterschätzen ihre eigene Lebenserwartung massiv – nicht nur um ein oder zwei Jahre, sondern teilweise um bis zu zehn Jahre. Genau hier liegt ja die klassische Stärke von Versicherern: Sie können das Langlebigkeitsrisiko bündeln und eine lebenslange Rente garantieren.
Das Playbook fürs Verkaufsgespräch stelle ich mir in etwa so vor: Kunde wird gefragt, ob er denn nicht vor hat länger als 85 zu leben. Falls er das bejaht, gibt's direkt das Produkt mit lebenslanger Rente, andernfalls wird nochmal das Langlebigkeitsrisiko unterstrichen ("X Prozent ihres Jahrgangs werden älter!"), um den Kunden in die richtige Spur zu lenken.
Dass Beträge, die bis 85 ausgezahlt und nicht benötigt werden, in einem eigenen ETF-Sparplan angelegt werden könnten, um den durchfinanzierten Zeitraum zu strecken, wird in den Gesprächen sicher nicht erwähnt.
Es geht weiter
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Zu Beginn kündigt Herr Walz auch ein Video an, in dem er schildern will, welche Maßnahmen Finanzfluss unternommen hat, um die unvorteilhafte Berichterstattung einzuhegen. Ich bin gespannt, zu welchen Mitteln man da gegriffen hat!
Tatsächlich… Das ist wirklich starker Tobak, mit solchen Mitteln zu arbeiten. Da kann man eine möglichst große mediale Empörung eigentlich nur gutheißen!
Da scheint es langsam ans Eingemachte zu gehen.
Jedenfalls hat es Finanzfluss nicht geschafft, die Sache möglichst klein zu halten und auf die überschaubare Zahl an Followern von Herrn Walz zu begrenzen:
Wo fand man das Video denn? Habe auf YouTube nichts gesehen.
Jetzt hat es die Geschichte auch ins Handelsblatt geschafft und da sah sich Finanzfluss dann doch zu einer Reaktion genötigt:
https://www.handelsblatt.com/finanzen/anlag…/100140065.html
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Jetzt hat es die Geschichte auch ins Handelsblatt geschafft und da sah sich Finanzfluss dann doch zu einer Reaktion genötigt:
Versteht jemand, wieso bei dem Rechner von Finanzfluss zwar als Art des Fonds "Aktienfonds (Aktienquote >= 51%, Teilfreistellungsquote: 30%)" vorausgewählt ist, aber der Default für die Kapitalertragssteuer 26,375% beträgt und laut Erläuterung händisch auf 18,46% angepasst werden muss? Wirkt auf mich auch wie ein Trick, um die Police nach vorne zu bringen.
Schon interessant, dass die jetzt sogar sachliche Kommentare unter Videos löschen. Ist halt doch ein privatwirtschaftliches Unternehmen, das mit Tipps wie ,,ein ETF reicht" und ,,Scalable ist der geilste broker" so langsam an seine Grenzen kommt.
Ich hatte unter dem Video einen Kommentar mit der Anregung gepostet, doch einmal transparent zu machen, mit welcher der beiden Optionen Finanzfluss mehr verdient. Wurde scheinbar nicht freigegeben. Relativ verdächtig auch, dass es seit sieben Tagen keinen einzigen Kommentar mehr unter dem Video gibt, der nicht von Finanzfluss stammt.
Hier nochmal ein Interview zu der Thematik:
Ich verstehe ja die ganzen Einwände bzgl. der Umsetzbarkeit, gerade wenn es an die Details geht, aber würde sich hier wirklich jemand übervorteilt fühlen, wenn er am Ende seines Lebens prozentual gesehen genau so viele Steuern und Abgaben auf seine Kapitalgewinne gezahlt hat, wie auf sein Einkommen aus der beruflichen Tätigkeit?
Warum sollte jemand, der über sein Leben hinweg 5 Millionen Euro Lebenseinkommen durch Arbeit generiert hat, finanziell mehr beitragen, als jemand, der ein vergleichbares Lebenseinkommen durch Kapitalerträge (bspw. infolge einer Erbschaft) erreicht hat?
Mir ist schon klar, dass hier im Forum viele Sorge um die üppigen Renditen aus ihren prallen ETF-Portfolios haben, die dann evtl. geschmälert würden, aber wenn man sich über eine faire gesamtgesellschaftliche Lastenverteilung Gedanken macht, kann man hier den Status Quo in Sachen Besteuerung und Abgaben doch nicht für richtig halten, oder?
Und die Meinung vertrete ich, obwohl es für mich wohl deutlich teurer werden würde, falls individuelle Steuersätze und ggf. Sozialabgaben auf Kapitalerträge kämen.
Das hat ganz einfach historische und regulatorische Gründe.
Halbeinkünfteverfahren ? Schon mal damals gehört ?
Zudem wollte man durch die Steueramnestie und den Steuersatz viele Milliarden Schwarzgeld aus dem Ausland zurückholen.
Ja, ich erinnere mich! Ändert aber aus meiner Sicht trotzdem nichts daran, dass es ein politisches Ziel sein sollte, Arbeit nicht höher zu besteuern als Kapitalerträge. Dass man in der konkreten Umsetzung einiges bedenken muss, wurde hier ja auf mittlerweile 40 Seiten schon ausgiebig diskutiert.
Dass ich auf ETF-Gewinne von 10.000 Euro weniger als 2.000 Euro Steuern zahle, aber auf eine Gehaltserhöhung von 10.000 Euro über 4.000 Euro, finde ich nicht vermittelbar.