Ganz lieben Dank für die ausführlichen Meinungen und/oder Ratschläge. Ich wollte nur deutlich machen dass ich die Girokontenentwicklung sehr sorgfältig (täglich) checke, zu jedem Monatsultimo die Zahlungsströme in eine Excelunterstütze detaillierte Kostenübersicht einstelle damit ich genau sehe wofür Ausgaben entstanden sind (die Kostenpositionen sind dabei "verdichtet", z.B. allgem. Lebenshaltungskosten einschl. Geldautomat, Hausnebenkosten, Vers. Beiträge, PKV-Beitrag, selbst fin. Heilbehandlungskosten, Einkäufe Bau-,Garten-, Möbelmarkt, Urlaub+ Events usw. um die wesentlichen zu nennen). Parallel stelle ich den Ausgaben die Einnahmen gegenüber (Renten und Kapitalerträge, zzt. noch 450 € Job den ich aber zum 31.12. aufgebe, nach dann 52 Jahren Arbeit reicht es!)
Ich bin sehr pingelig, habe dadurch aber sehr guten Überblick. Tatsächlich beschleicht mich schon ein schlechtes Gewissen wenn ich über einen Jahreszeitraum ein Minus feststelle, obwohl die Cahsreserve auf Girokonto von rd. 70.000 € das locker "wegstecken würde". Aber ich "verzeihe" es mir und meiner Frau. Ich wollte damit auch zum Ausdruck bringen dass ich rechnerische Verluste im Altersvorsorgevermögen (Depot-, Geldkontoguthaben, zzt. 540.000 € in Summe) gut aushalte mit dem Wissen das ich dies "aussitzen" kann, das dies mit 68 Jahren endlich ist, ist mir sehr wohl bewusst. Deshalb - auch nur deshalb - habe ich eine derzeit rd. 75 % Aktienquote im Altersvorsorgevermögen. Seit 30 Jahren bin ich Selbstentscheider, das Depot hat vor 30 Jahren mit 50.000 DM angefangen. Wenn ich panisch reagiert hätte dann wäre es nicht da wo es ist. Letztlich habe ich - nachdem ich in den Jahrzehnten vieles an Anlageklassen "ausprobiert" habe (mal mit Gewinn, mal mit Verlust, z.B. Zertifikate, Rohstoffe, Anleihen usw.) im Depot lediglich noch 4 Aktien- und 2 offene Immobilienfonds, das ist übersichtlich, damit fühle ich mich wohl, ich bin zur Erkenntnis gelangt "weniger ist mehr". Die Nettoerträge aus dem Depot fließen aufs Geldkonto und von da aus buche ich i.d.R. zum Monatsultimo auf das laufende Konto um, quasi als "3. Rente" neben der gesetzlichen und der betrieblichen. Zur Wahrheit gehört, und das haben die freundlichen User gut erkannt, dass ich im Wissen das meine Frau und ich finanziell nicht ganz so schlecht aufgestellt sind trotzdem bemüht bin das Vermögen halbwegs zu erhalten, allerdings mit der großen Frage "für wen eigentlich?" da wir leider kinderlos geblieben sind. Es fällt einfach schwer (deutlich schwerer als ich das zu Sparzeiten, die mit Renteneintritt geendet hat, gedacht habe) Ausgaben zu tätigen die die Vermögenssubstanz (Depotkonto) schmälern würden. Aber vielleicht gelingt es uns doch?! LG