Beiträge von WorriedDad

    … aber sie beruht auf einer bestimmten Sichtweise auf Anleihen. Was für eine Funktion haben die eigentlich ?

    Genau das ist der Punkt.

    Die überzeugten Kommerianer habe ich immer so verstanden: Diese Kommer-Anleihen hat man, damit man nicht Aktien verkaufen muss, wenn die unter Wasser liegen. Ich habe denen dann nie unterstellt, dass sie unmittelbar rebalencen wollen, weil das die Strategie ja tatsächlich völlig abstrus zerschießen würde. Wieso der kleine Heilige diesen absurden Gedanken einbringt, erschließt sich mir nicht … eine Arbeitshypothese wäre: Nur mit der Prämisse lässt sich sein Kommer-Fanboytum aufrecht erhalten.

    Für mich ist es genau die Frage, die Du benannt hast: Welche Aufgaben sollen Anleihen im Portfolio haben? Und genau deshalb habe ich auch keine Kurzläufer, sondern setze auf Langläufer, die sich zumindest historisch und theoretisch unkorreliert(er) zu Aktien entwickeln.

    Und deshalb verstehe ich den Sinn dieses Produkts nicht wirklich.

    Ich habe jetzt zugegebenermaßen nicht alles hier gelesen … zu dem Kommer-Multiasset-ETF aber folgende Frage:


    Den Zweck dieser sagenumwehten Kommeranleihen … also Staatsanleihen höchster Bonität und mit kurzer Restlaufzeit … habe ich primär immer so verstanden, dass man eben auf die Mittel in diesen zurückgreifen, wenn die Aktienkurse gerade unter Wasser sind. Wenn man diese Anleihen und die Aktien zusammenpackt, dann ist der Vorteil ja dahin. Was ist der Sinn des Produkts?

    Aber…dann sind wahrscheinlich diese 9 Jahre auch nicht genug.

    So wie ich Irving in irgendeiner seiner Inkarnationen mal verstanden habe, ist die Underperformance über so viele Jahre gerade ein Qualitätsmerkmal: weil eben kein Index gebaut wurde, der zufällig super gelaufen ist, sondern man sich echt echt echt was dabei gedacht hat. ^^

    Ich muss ja immer dazu sagen, bei meinen kritischen Anmerkungen: Selber investiere ich einen nicht unbeträchtlichen Anteil in den Kommer-ETF … aber halt im vollen Bewusstsein, was (im Guten wie im Schlechten, im Vgl. zu einem ACWI oder eben FTSE AllWorld) passieren kann. Dieses unreflektierte Fanboytum ist nicht meines …

    Der berühmte Buffett-Indikator, der die Marktkapitalisierung von US-Aktien ins Verhältnis zum US-BIP setzt, liegt mit 239% auf dem höchsten Stand aller Zeiten.


    Ich habe den Namen mal gefettet…

    Der Mann bunkerte seit Jahren gigantische Dollar-Kurzläufer, weil sein „Indikator“ immer weiter steigt.

    Also…der „Crash“ muss doch mal kommen…

    Ich meine, gerade gelesen zu haben, dass Berkshire jetzt erstmals wieder fett gekauft hat.

    Wenn die Aktien an Wert gewinnen, verkaufe ich wieder alles - steuerfrei.

    Ich sehe eine Win-Win-Situation.

    Denn wenn sie das tun, Steigen, funktioniert Dein Plan wie vorgesehen.

    Tun sie es nicht, gibt es Dir die Gelegenheit, mit Verlusten zu verkaufen und den Verlustverrechnungstopf Aktien zu erhöhen. Und Erhöhen ist eigentlich immer gut, jedenfalls meistens oder oft, zumindest zuweilen. Das gibt Dir dann die Gelegenheit, zu einem späteren, noch zu findenden Zeitpunkt, noch höhere Aktiengewinne steuerfrei zu realisieren.

    So gesehen, kannst Du gar nicht verlieren. :evil:

    Also, ich würde es nicht raten, aber wenn es mir selber so dringend wäre, den Verlusttopf loszuwerden, würde ich mir fünf Bershire-Aktien ins Depot legen und halt abwarten. Ob das dann incl. Verlustverrechnungsdeal einen steuerpflichtigen Gewinn im ACWI IMI schlägt, kann man erst hinterher sagen.

    Und wie wurde entschieden? Ich habe mal die KI befragt, sie meinte, es würde fast immer auf mehrere Flugzeuge verteilt aus Risikogründen. Das Flugzeug Szenario ließe sich zwar übertragen auf die Geldanlage, aber dort rät sie zu einem Welt ETF 😉..

    Ja, genau - das wurde verteilt. Auf wie viele Flugzeuge und welche Kunstwerke wie auf den Flügen kombiniert wurden, weiß ich aber nicht (mehr, sofern das überhaupt detaillierter ausgeführt war).

    Was sind denn nun die furchterregenden Folgen einer Fondsschließung?

    Also, wenn man dem folgt, was viele hier über Amundi geschrieben haben, muss man jedenfalls meinen: Sie sind fürchterlich.

    Und der Vollständigkeit halber: Ein Black Swan hat eben gerade die Eigenschaft, dass er und seine negativen Folgen nicht vorhersehbar sind. Die Weisheit, man solle nicht alle Eier in einen Korb legen, ist nun aber eigentlich nicht so neu, dass man darüber groß diskutieren müsste.

    Ich schreibe in diesem Thread meine Gedanken und Meinungen. Nicht mehr und nicht weniger. Mit keinem Wort habe ich behauptet, dass diese allgemeingültig sind oder den Anspruch erheben, die letzte Instanz zu sein.

    Na, dann sind wir uns da ja einig. Auch wenn Deine Ausführungen auf den Betrachter einen anderen Eindruck erwecken.

    Mit solchen KI-generierten Inhalten beeindruckst du mich nicht.

    Süß … ist das die neue Masche? Statt „ad hominem“ aufzujaulen, versuchst Du, etwas als KI-Inhalt zu diskreditieren, wenn es Dich argumentativ an Deine Grenzen führt? Goldig … und zwar nicht nur, weil 0 KI im Spiel war.

    Mit drei statt einem Produkt senkt man zwar die Auswirkungen einer Schließung, erhöht aber die Wahrscheinlichkeit, dass man überhaupt davon betroffen ist.

    Das ist richtig. Mich erinnert das an einen Bericht im Spiegel, den ich gelesen habe, als vor vielen Jahren das MoMA in Berlin gastiert hat … da wurde von Versicherungsmathematikern berechnet, welche Kunstwerke zusammen transportiert werden sollen, um den Sweet Spot zu treffen:

    • wenn alle in einem Flieger sind, ist es unwahrscheinlich, dass gerade der abstürzt; tut er es aber, sind die Auswirkungen fatal.
    • wenn jedes in einem eigenen Flugzeug transportiert wird, steigt das Risiko, dass überhaupt einer abstürzt.

    Wer heute z. B. den SPDR ACWI IMI hat, wird sein Risiko durch zwei weitere Welt-ETFs nicht senken, sondern eher erhöhen.

    Es ist aber sehr eindimensional, bei der Bewertung eines Risikos nur die Eintrittswahrscheinlichkeit zu betrachten. Um es beurteilen zu können, müssen zwingend auch seine potentiellen Folgen ins Kalkül fallen einbezogen werden. Wer das nicht tut, handelt sehr unterkomplex.

    Die Wahrscheinlichkeit, dass ein GK-ETF, der ARERO, der SPDR ACWI IMI oder der Vanguard FTSE All-World in den kommenden 30 Jahren geschlossen werden, geht für mich gegen null.

    Mag sein, dass das für Dich so ist. Du bist diesbezüglich aber gar keine relevante Instanz, und zwar für niemanden. Du hast weder eine Glaskugel noch kannst Du es final beeinflussen. Insofern ist das sehr irrelevant.

    Ich kann nur jedem den Hinweis geben, nicht nur die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Risikos, sondern auch seine potentiellen Folgen zu betrachten.

    Eine Garantie, dass ein Fonds nie geschlossen wird, gibt es natürlich nicht.

    Genau so ist es. Deshalb ist - freilich ab einer gewissen Vermögenshöhe; 3 Fonds, in denen jeweils 1.500 Euro liegen, ist gaga - auch hier eine Anbieter-Diversifizierung in Betracht zu ziehen. Gerade das Amundi-Beispiel zeigt, dass auch große Fonds großer Anbieter betroffen sein können. Von daher rate ich grundsätzlich, nicht alles auf ein Pferd zu setzen.

    Oha, die Alpha Geschichte ist ja schon schräg. =O
    Der verlinkten Artikel "ETF: Die Mischung ist egal" dagegen ist allerdings auch nach 11 Jahren noch erfrischend. Danke dafür!

    Musst mal googeln … irgendwo gibt es ein ganz verrücktes Video von einer Messe in Stuttgart, meine ich, wo er einen neuen Sch3iß verkaufen will und dem Interviewer erklärt, er sei seiner Zeit immer voraus … sein Gestern sei für die meisten anderen des Übermorgen. ^^