Also ich lese aus dem Startbeitrag heraus, dass Du eher sicherheitsorientiert bist. Das war/bin ich auch und war daher erst gegen einen Hausbau. Auch wegen der Ungewissheit der "Kosten" für den Nachwuchs, Jobsicherheit usw.
Am Anfang war das bei uns auch eher "eng", wobei wir uns bei Urlauben und auch sonst nicht eingeschränkt haben. Über die Zeit und die Gehaltssteigerungen ist es dann aber ziemlich entspannt geworden. Meine Frau war lediglich 12 Monate zu Hause und hat dann mit 35%(?) wieder angefangen und dann immer weiter aufgestockt, je älter unsere Tochter wurde.
Wir haben neu gebaut, daher kann ich die Zahlen nicht ganz vergleichen, aber 700€ Nebenkosten im Monat erscheinen mir zu hoch. Wir liegen da bei ~350€ im Monat für Strom, Heizung, Wasser/Abwasser, Gemeinde/Müll, Wohngebäude+Hausratversicherung, Internet und GEZ.
Wir hatten zunächst für 15 Jahre (Sicherheit!) finanziert zu 4% + 3% Tilgung. Die jährliche Steuererstattung ist zum großen Teil in die Sondertilgung gegangen.
Zwei Jahre bevor die 10,5 Jahre um waren habe ich mich um eine Anschlussfinanzierung (zu 0,5x) gekümmert und für den Rest einen Volltilger für 6 Jahre genommen.
Du rechnest eher konservativ. Ob die 25k "Reserve" reichen werden oder nicht ist halt auch vom Haus das ihr noch finden müsst abhängig. Bei uns hat man damals pauschal über den Daumen mit 10k für die Außenanlagen gerechnet. Pustekuche - alleine das Pflastern vorm Haus und die Terrasse haben schon über 15k gekostet. Und da war noch keine Muttererder für den Rasen da. Aber diese Probleme hast Du beim Kauf aus dem Bestand nicht. Da gehts dann "nur" um die Umgestaltung nach Euren Wünschen.
Und zu den "Kosten" der Kinder: Diese fand ich gar nicht so schlimm. Klamotten und Spielzeug gab es viel geschenkt. Klar muss man am Anfang in ein Bett und Schrank und Wickeltisch investieren. Aber das geht auch teilweise vom schwedischen Möbelhaus. Wenn ich heute ins Zimmer meiner Tochter schaue, dann wundere ich mich, was die alles hat. Weil wir das alles nicht gekauft haben. Und bei zwei Kindern kann man ja selbst einiges weiternutzen.
Und ja, ich denke, du solltest mit dem "theoretischen" Gehalt bei vernünftigen Steuerklassen rechnen.
Und Du hast ja noch das Festgeld in der Hinterhand. Daher auch mal fragen, ob 10% Sondertilgung gehen (ohne Zinsaufschlag).
Bitte auch daran denken, ggf. dem Vermittler das nicht so haarklein wie hier aufzudröseln sondern einfach nur sagen, dass du 210k EK hast. Die Banken möchten nämlich gern, dass Du erstmal alles, was du hast einbringst und erst danach dir Geld geben...
Edit: Ich denke, ihr bekommt das hin. Bis ihr das Haus gefunden habt könnt ihr noch ansparen. Ich würde eher versuchen, etwas ohne Makler zu finden. Die meisten sind ihr Geld einfach nicht wert. Und haften tun sie auch für nichts.