Beiträge von citizen-j

    Vielen lieben Dank für die zahlreichen Antworten! :)

    Du müsstest nämlich bei Kündigung auch die Zulagen zurückzahlen, so dass der Auszahlungsbetrag noch niedriger wäre als Du schreibst.

    Ja, das ist mir bewusst. Mein errechneter Auszahlungsbetrag setzt sich aus den geleisteten Beiträgen abzüglich der Steuerbegünstigungen zusammen. Die Zulagen sind da schon außen vor. Abgeltungssteuer aufgrund erzielter Rendite sollte in meinem Fall ja kein Thema sein. :S

    Wie viel liegst du dann über der Riester-Garantie? Oder anders gefragt, wie lange hast du noch zur Rente?

    Das muss ich mir auf jeden Fall mal für Worst- und Best-Case-Szenarien durchrechnen. Danke für den Tipp. Bis zur Rente darf ich noch 25 Jahre schuften. Vielleicht etwas mehr, vielleicht etwas weniger. Mal schauen. :)

    Ich an deiner Stelle würde also auf die Zähne beißen, den Riester als „sicheren Teil“ verbuchen und möglichst bis zum Rentenbeginn vergessen.

    Und mit der Summe X, die Dir monatlich zur Verfügung steht, fleißig weiterhin in ETFs investieren.

    Aber wenn du durchrechnest, was dir BS.C geraten hat, und da würde tatsächlich ein positives Ergebnis TROTZ Kündigung rauskommen, dann kündige!

    Danke! Das werde ich auf jeden Fall mal in Ruhe durchrechnen.

    Zusätzlich wäre zu wissen: Wie hoch wäre die monatlich garantierte Rente? und vor allem ab wann?

    Tja, das erfährt man mit dem fondsbasierten DWS-Riester leider nicht. Zumindest wurde mir noch nie eine derartige Kalkulation oder Zusicherung ausgehändigt. Hängt ja letztendlich vom enthaltenen Kapital bei Renteneintritt und der zu entnehmenden Summe für die lebenslange Leibrente ab 85 ab, oder? Wahrscheinlich gibt's deswegen keine Prognosen.

    Zu Rentenbeginn kannst Du Dir 1/3 der Gesamtsumme auf einen Schlag auszahlen lassen

    Genau. Aber am meisten wurmt mich eben der Gedanke, das bisher investierte Geld in dem Riestervertrag bis zur Rente de facto ungenutzt vergammeln zu lassen und es nicht auf andere, renditeträchtigere Weise investieren zu können.

    Nochmals lieben Dank für den Input!

    Hallo zusammen,

    mit großem Interesse habe ich die Beiträge dieses Threads gelesen. Vielen Dank für die Erfahrungen!

    Ich befinde mich in einer ähnlichen Situation: DWS Riester-Rente Premium seit April 2011 und beitragsfrei gestellt seit Januar 2023 zugunsten von ETF-Investments für die Altersvorsorge. Am liebsten würde ich den ganzen Riesterbums zum Teufel jagen und alles umschichten. Das wäre aktuell jedoch mit massiven Verlusten verbunden. Garantiebetrag 21697 Euro, derzeitiger Gegenwert erbärmliche 12943 Euro. Laut meiner Berechnung ergeben sich 17833 Euro an Einzahlungen, 3863 Euro an Zulagen (Basiszulage, zwei Kinder) und ca. 1684 Euro an Steuervergünstigungen. Die Auszahlung im Kündigungsfall beliefe sich also aktuell auf 11259 Euro. Das heißt 6574 Euro meiner eigenen Einzahlungen wären verloren.

    Ich würde den Riester ja gerne als sicheren Teil der Altersvorsorge betrachten, aber das fällt mir angesichts der miserablen Aussichten und auch der generellen Beschaffenheit von Riester nicht gerade leicht. Als Angestellter im öffentlichen Dienst verfüge ich neben der gesetzlichen Rente auch noch über die Rentenzusatzversorgungskasse RZVK, aber das allein wird vermutlich im Alter auch nicht wirklich ausreichen. Eine weitere Option wäre, den Riester stillgelegt zu halten und zu hoffen, dass die Politik in naher Zukunft eine Reform durchführt, die eine förderunschädliche Überführung in was auch immer ermöglicht und dass die Fondskosten das Kapital bis dahin nicht vollständig aufgezehrt haben. Meine Hoffnungen, dass dies mit der geplanten Aktienrente vielleicht geschieht, wurden durch die jüngsten Konkretisierungen zerschlagen. Mit dem, was im Koalitionsvertrag beschrieben ist, hat das ja nicht mehr wirklich viel zu tun.

    Vom Gedanken, dass der Riester jemals wirkliche Rendite erzeugt, habe ich mich ehrlich gesagt verabschiedet. Alles ein ziemliches Trauerspiel und ich bereue es, einerseits damals einen Vertrag abgeschlossen zu haben, den ich nicht verstanden habe und andererseits ihn in der Hoffnung auf Verbesserung bis Dezember 2022 laufen gelassen zu haben und nach angemessener Lektüre somit erst jetzt den Schritt in Richtung selbstorganisierter ETF-Anlage gemacht zu haben.

    Über Ratschläge jeder Art freue ich mich sehr.

    Viele Grüße!