Beiträge von finanzguru

    Ich finde es faszinierend, welches Standing Finanztip mittlerweile bei den Verbrauchern hat. Da wird eine Pauschalaussage getroffen (für die Richtigkeit muss Finanztip übrigens nicht haften) und die Masse folgt blind. Eine individuelle Bewertung der Situation solltest du schon vornehmen und nicht mit unbegründeten Annahmen jonglieren ("warum sollte ausgerechnet ich die Ausnahme sein").

    Zum Hintergrund, warum die Kombi so negativ behaftet ist: Zahlreiche Finanzvertriebe mit mehr Buchstaben als Kompetenz haben (oder machen es immer noch) die Kombis an alles und jeden vertickt. Da war der Gutverdiener dabei, häufig aber auch die alleinerziehende Mutter, die kaum Steuern zahlt oder der "Geringverdiener". Ihnen wurden dann Steuervorteile vorgegaukelt, die sie nie gesehen hat. Das hat die Verbraucherschützer auf den Plan gerufen (zurecht).

    Ich habe mich selber damals sehr sehr ausführlich mit der Thematik beschäftigt und die Kombi abgeschlossen. Hauptargument: Risikostreuung in der Geldanlage + Steuervorteil. Aus meiner (ökonomisch getriebenen Sicht) muss sogar jeder eine BUZ abschließen, der ein Einkommen > 65.000 EUR hat oder haben wird. Wie gesagt, dass ist die rein ökonomische Sicht. Bezieht man weitere Faktoren mit ein (Wohnsitz, Verrentung etc.) kann man durchaus zu einer anderen Entscheidung kommen. Aber so wie ich den Threadersteller verstehe, geht´s ihm ja um lohnen ja / nein.

    Nichts für Ungut, aber wie kann man sich bei einem solch wichtigen Thema mehr auf das Forum als auf seinen Berater verlassen?! Wenn du deine Entscheidung Mangels Vertrauen in den Berater nicht treffen kannst, würde ich nach weiteren Beratern suchen statt im Forum zu fragen. Hier wirst du folgende Antworten erhalten:

    1. Alte Oldenburger super

    2. Alte Oldenburger sch****

    3. Es kommt drauf an.

    Das hilft vermutlich wenig.

    Oh, dieses tolle Feedback hätte ich im Klärungseifer zur Basisrente fast übersehen. Vielen Dank, das freut mich SEHR zu hören. :love: :love: :love:

    Es ist richtig, dass Risikozuschläge i.d.R. auch verprovisioniert werden. Dennoch würde es mich wundern, wenn andere Kollegen diese deshalb sehenden Auges in Kauf nehmen. Es besteht ja immer das Risiko, dass der Kunde ganz abspringt und - so wie der Threadersteller - ggf. gar keine vermeintlich "teure" BU möchte.

    Tatsächlich ist der virtuose Umgang mit Gesundheitsfragen und Risikovoranfragen einer der komplexesten und aufwendigsten Bereiche in der Ausbildung unserer Berater. Da kann es z.B. schon gut sein, dass wir mit juristischer Spitzfindigkeit und Unterstützung unserer Gesellschaftsärztin in der Formulierung von Antrags- und Gesundheitsfragen verschiedener Anbieter noch ein (legales!) Schlupfloch oder eine passende Sonderaktion finden, die andere vielleicht nicht entdecken. :)

    Gutes muss weitererzählt werden ;) Ihre Antwort bestätigt mich dann dennoch. Der Berater von H. hat den Zuschlag mehr oder weniger in Kauf genommen, während sich Ihr Berater (Herr Czekalla) nochmal mit dem Versicherer in Verbindung gesetzt hat. Ergebnis = kein Aufschlag. Wenn er dadurch sogar noch weniger Provision erhalten hat, ist das umso höher zu bewerten :)

    Zurück zum Thread-Ersteller: Ich kann meine Erfahrung teilen. Ich habe mich von beiden dir bekannten Unternehmen beraten lassen. Bei dem einen kamen die dir bekannten Ergebnisse raus und bei dem anderen glücklicherweise zwei gute Anbieter, die mich ohne Risikozuschlag versichert hätten. Ich will dem einen Berater nichts unterstellen, aber ich habe gehört, dass die Risikozuschläge auch provisionsrelevant sind. Vielleicht wird deswegen nicht die Extrameile gegangen. Umso bemerkenswerter fand ich den Berater von Dr.S, der wirklich alles unternommen hat, um einen Risikoaufschlag zu vermeiden.

    Achtung: Dr. Schlemann verkaufe nur Oberklasse-Fahrzeuge (wahrscheinlich mit entsprechend hoher Provision) ? Alle anderen Versicherungsmakler sind dann sog. „Dacia-Verkäufer“.

    PS: Es gibt noch viele andere unabhängige Anbieter, die allerdings nicht hier im Forum direkt um Kunden buhlen.

    Also wenn ich mir die Dacia - Anbieter mal so anschaue und für meinen Beruf eine BU rechne, komme ich teilweise auf deutlich höhere Beiträge, als bei den von Mercedes. Wo da die hohe Provision für die besseren Anbieter fließen soll, ist mir ein Rätsel. Aber mach doch mal Licht ans Fahrrad und enttarn Dr. Schlemann als Provisionsgeier :D