Beiträge von Lynchburg

    A)

    Du schreibst das Guthaben sei 23k. Was waren denn die Einzahlungen (also Summe über eigene Einzahlungen + alle Zulagen)? Der Zinssatz ist ja nur nach Gebühren garantiert. Mit der Zahl könntest Du die "Rendite" nach Kosten abschätzen, aber mach Dir keine großen Hoffnungen. Diese Verträge lohnen sich meist nur wegen der hohen staatlichen Zulagen trotz horrender Kosten, und nicht, weil die Versicherung mit dem Geld etwas für den Anlagehorizont Sinnvolles anstellt. Die Kröte, hier nicht selbst bestimmen zu können, musst Du schlucken.

    B)

    Die Rente von 350 Euro/Monat erscheint mit spektakulär hoch. Ist das die beim aktuellen Vertragsstand garantierte Rente oder bei weiterer Einzahlung in voller Höhe bis Jahr X? Ist das die Rente bei Bezug ab 60 oder ab später? Das das wirklich die garantierte Rente oder irgendeine Hochrechnung? Was ist der Rentenfaktor im Vertrag, ist der garantiert?

    Zu A)

    Zwischen 2007 und 2021 wurden eingezahlt:

    - Einzahlungen 16.858 Euro

    - Zulagen 3978 Euro

    Stand insgesamt: 23.180 Euro


    Zu B)

    Das scheint die garantierte Rente mit 65 zu sein, also bei weiterer Zahlung + Zulagen. Der Anbieter schreibt:

    monatlich garantierte Rente aus Eigenbeträgen: ca 230 Euro

    monatlich Rente aus den staatlichen Zulagen: ca 150 Euro

    Monatliche Gesamtrente: 380 Euro

    Nicht berücksichtigt sind mögliche Überschussbeteiligungen.

    Bei einer Inanspruchnahme mit 60, die vertraglich möglich ist, würden sich diese Leistungen natürlich reduzieren.

    Bezüglich des Rentenfaktors müsstet ihr mir bitte noch mal helfen- sagt mir aktuell nichts und wo finde bzw. berechne ich den? Parallel ergoogle ich mir das mal.

    Danke an alle für die rege Beteiligung :thumbup::!:

    Das "Störgefühl" ist tatsächlich nur eine subjektive Wahrnehmung, aber nichts, was mich nicht gut schlafen lässt oder mir Kopfzerbrechen bereitet.

    Zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses war ich Anfang/Mitte 20. Da hatte ich andere "Sorgen" als meine finanziellen Verhältnisse im Alter. Abgeschlossen eben, weil es eine Empfehlung war und nicht länger drüber schlau gemacht. Der Klassiker also.

    Es ist jetzt natürlich eine glückliche und damals nicht absehbare Fügung, dass die familiären Verhältnisse für eine Situation Zulage > Eigenleistung sorgen.

    Ich sehe den Vertrag momentan als eine von mehreren finanziellen Komponenten, die es zu überprüfen gilt.

    Freies Kapital zur Finanzierung der Ausbildung der Kinder bzw. für anderweitigen Bedarf sollte mit Rentenbeginn zur Verfügung stehen. Nach Wegfall der Immofinanzierung haben wir hier noch 10-15 Jahre zur Verfügung, um den Kapitalstock auszubilden. Wir möchten hier eine für uns gesunde bzw. ausgewogene Mischung zwischen RK1 (liquide Mittel) und RK3 (ETF) fahren. Es garantiert mir ja keiner, dass zum Zeitpunkt des Finanzbedarfs der Markt auch eine sinnvolle Entnahme aus den ETFs ermöglicht. Daher möchte ich RK1 nicht vernachlässigen. Daneben müssen auch weiterhin Rücklagen für die Immo gebildet werden.

    Die Überlegung, das Riester-Guthaben für die Sondertilgung zu verwenden ist grds. naheliegend. Dagegen sprechen aber der günstige Immo-Zins, als auch die Tatsache, dass wir die Sondertilgung anderweitig bedienen können. Ich verstehe aber den Gedanken, die dann frei werdenden Mittel am Markt renditestark einsetzen zu können. Da ich tendenziell als dreifacher Vater aber nach dem Motto "Sicherheit>Risiko" ticke, möchte ich diese Option aber derzeit nicht ziehen.

    Guten Morgen zusammen,

    mein erster Beitrag in diesem Forum, in dem ich mir passiv schon Einiges an Wissen aneignen konnte:)

    Nachdem sich die letzten Jahre eher wild gestalteten (kleine Kinder), bin ich in den letzten Wochen dazu gekommen, unsere Finanzen neu zu ordnen. Hier herrschte zwar auch vorher eine ordentliche Struktur, aber es lag in den letzten Jahren nicht unbedingt der Fokus auf dem Thema.

    Nur beim Thema Riester steige ich noch nicht voll durch...

    Konkret geht es mir um eure Einschätzung zu meinem vorhandenen Riestervertrag und ob es sich in meiner Situation "lohnt" , auf Dauer an diesem festzuhalten und wenn ja, in welchem Ausmaß (weiter besparen oder ruhend stellen).

    Vertragsdaten:

    - Abschlussjahr 2007, DEBEKA

    - Garantiezins 2,25%

    - 17 Jahre Garantiezeit- d.h. sterbe ich früh, bekommt meine Frau die restlichen Jahre ausgezahlt

    - Abrufbar ab dem 60. Lebensjahr

    - Vertragsvolumen Stand 01.01.22 rund 23k, d.h. bis 60 werden dort sicher 55- 60k zusammen kommen.

    - Überschussbeteiligungen eher vernachlässigbar

    - voraussichtliche Rentenzahlung laut derzeitigem Stand 350 Euro/mtl.

    Eingezahlt werden jährlich 2100 Euro, davon 1025 Euro durch mich (rund 85mtl.) und 1075 Euro durch den Staat (Zulage drei Kinder). Verhältnis zwischen Eigenleistung und Zulage daher eigentlich ganz gut.

    Eckdaten zu unserer finanziellen Situation:

    - Er, Anfang 40, voll berufstätig als Beamter

    - Sie, Anfang 40, in Teilzeit als Angestellte

    - Einkommen zusammen ist gut auskömmlich

    - drei (Klein)kinder

    Was tun wir für die Altersvorsorge:

    - Selbstbewohnte Immobilie, die voraussichtlich mit Mitte 40 abbezahlt sein wird, Sondertilgungen werden in voller Höhe jedes Jahr wahrgenommen. Immobilie ist barrierefrei und damit auch im Ruhestand nutzbar, zumindest in den ersten 10 Jahren, so die Gesundheit mitspielt. Daher Stand jetzt im Alter mietfrei (bis es dann ins Heim geht;))

    - ETF Sparpläne (ganze Welt) derzeit in mittlerer Höhe, sobald die Immofinanzierung wegfällt, werden dort noch mal deutlich Mittel frei.

    - Klassisches Sparen in RK1

    - gesetzliche Rente meiner Frau

    - privates, berufsständisches Versorgungswerk meiner Frau

    So, und jetzt die Frage- Lohnt es sich, an dem Riester Vertrag festzuhalten und diesen weiter zu besparen?

    (+) Pro:

    - monatlicher Betrag tut nicht weh

    - hohe Zulagen

    - Vertragsbedingungen meines Erachtens recht gut, insbesondere die Garantiezeit

    - Diversifizierung: Neben dem volatilen Baustein ETF ein weiteres "sicheres Pferd"

    (-) Contra:

    - trotz des Sicherheitsbausteins (17 Jahre, so ich das denn richtig verstehe) ist es neben meiner Pension und der Rente meiner Frau auch hier eine Wette auf Zeit- werde ich richtig alt (was in meiner Familie eher nicht der Fall ist) top, sterbe ich früh - eher doof.

    - starre Struktur- eigentlich möchte ich gerne bestimmen, was mit meinem Geld passiert und möchte es später auch frei verwenden dürfen. Zumal parallel zu unserem Ruhestand auch die Ausbildung der Kinder ansteht und hier ein durchaus beträchtlicher Finanzbedarf notwendig sein könnte.

    Stand jetzt würde ich sagen: Weiter besparen, mit 60 Jahren aufhören und 30% entnehmen.

    Ich habe irgendwie Zweifel, ob ich das Konstrukt meines Riestervertrags komplett durchblicke bzw. den Verdacht, irgendetwas zu übersehen. Ich würde mich daher sehr freuen, wenn ich die ein oder andere Anregung bekommen könnte. Ich hoffe, es ist nicht zu lang geworden. Wenn weitere Infos benötigt werden, lasst es mich wissen!

    Danke für eure Hilfe!