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Wieso sollte er. Die ganze Fragestellung ist abwegig.
Er führt klar aus: es handelt sich um die Geldanlage des Sohnes im Depot bei der ING in Form von ETF.
Das ist selbstverständlich statthaft.
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Wieso sollte er. Die ganze Fragestellung ist abwegig.
Er führt klar aus: es handelt sich um die Geldanlage des Sohnes im Depot bei der ING in Form von ETF.
Das ist selbstverständlich statthaft.
Habe mich gerade mit chatgpt unterhalten: Auch Eltern (nicht nur ein gerichtlicher Vormund) müssen für ihre eigenen Kinder deren Geld mündelsicher anlegen. Eigentlich bräuchte man sogar für ETF Sparpläne die Genehmigung eines Familiengerichtes. Das crazy!
Nö. Die Eigenschaft mündelsicher ist für eigene Kinder bei der Geldanlage durch Eltern nicht gefordert.
Allgemein ist mir nicht klar inwiefern 1806 BGB in der aktuellen Fassung hier überhaupt noch Einschränkungen vornimmt, selbst im Rahmen einer Vormundschaft.
Sprich: die KI labert.
Hast du vielleicht schon einmal davon gehört, dass es rechtlich nicht so einfach möglich ist, größere Summen für solch einen Menschen einfach als Erziehungsberechtigter anzulegen ?
Woher stammt das Geld konkret?
Könnte es sein, dass hier mehr Spekulation in der Luft liegt als alles andere?
Selbstredend kann er beliebig viel Geld für das Kind anlegen. Er könnte die 65.000€ auch jederzeit problemlos vorher schenken. Was sollte daran anders sein als bei der Anlage von einem einzigen Euro?
Das geht absolut problemlos.
Ist es mutmaßlich sinnvoller, nur in einen ETF ohne Schwellenländer zu investieren oder ist das eben spekulativ?
Bei dem langen Anlagehorizont den das Kind vermutlich mitbringt spricht wenig gegen eine Anlage in den bekannten MSCI World. Der hat sich durchaus bewährt.
Natürlich könntest du auch die Schwellenländer dazu nehmen, das reduziert durch die breitere Diversifikation das Risiko möglicherweise. Aber andererseits, wer kann sich etwas Risiko erlauben, wenn nicht ein Jugendlicher mit jahrzehntelanger Anlagezeit? Ich find den world gut.
Sollte ich ggf. die hohe Kaufgebühr akzeptieren da eine hohe Kaufgebühr bei dem Gesamtvolumen keine wesentliche Rolle spielen dürfte?
Genau das. Spielt bei der Einmalanlage und den Summen keine Rolle.
Ist meine Neigung zu iShares, X-Tracker oder Amundi vor den anderen Anbietern Unsinn?
Nein, die sind alle drei Spitzenklasse. Jeder ETF dieser Anbieter im ETF Finder ist uneingeschränkt empfehlenswert.
Man müßte wissen, in welchem Rahmen diese Anlage stattfinden soll ("mündelsichere Anlage").
Es geht um den 16-Jährigen Sohn. Es wird sich wohl um ein gewöhnliches Kinderdepot bei der ING handeln. Ich sehe folglich hier keinerlei Problem bei der Anlage in ETF.
Genau, der Kommer löst sein Versprechen bei der Entklumpung des Portfolios durchaus ein. Ultradiversifikation nennt er das wohl. Soweit würde ich schätzen haben wir auch einen Konsens. Verglichen mit einem ACWI IMI (Beispiel war oben im link), der ja nach diesem Maßstab ebenfalls Ultradiversifiziert aber rein MCap gewichtet ist, sehen wir eben, dass vor allem seine BIP Gewichtung und der Factor-Tilt bisher zumindest bei der Rendite keinen positiven Beitrag leisten konnte. Wäre ja schön wenn sich das mal ändert.
Es gibt viele Experten, die die eine Position vertreten – und ebenso viele, die das Gegenteil sagen.
Das ist ja das schöne am Kommer und seinem Anlageprinzip ist ja, dass es der Theorie nach völlig fundiert ist. Daher erspriest sich die Diskussion hier ja auch so schön lebhaft, weil da ist grundsätzlich was dran. Anders als manch andere Anlageprodukte ist der Kommer ETF eben kein Quacksalberprodukt.
Der Schönheitsfehler liegt nur leider darin begründet, dass die Strategie bisher einfach nicht aufgeht. Ich mein ist das ein Beinbruch? Nö, du hast etwa 70% der Performance vom World, kein höheres Risiko, die meisten Anleger wären stolz so ein tolles Produkt im Depot zu haben.
Nur betreibt Kommer eben einen heiden Aufwand, der sich bisher nicht ausgezahlt hat. Weder bei der Rendite noch beim Risiko.
Daher der vorsichtige Versuch überhaupt mal die Frage in den Fokus zu rücken, ob ich allein mit der Anlage im Aktienmarkt diese Ziele erreichen kann. Sprich, vielleicht hat jemand Lust sich mal mit dem Themenfeld Multi-Asset auseinander zu setzen, wobei da landest du dann bei Arero ![]()
Die Korrelation ist groß, aber die Renditen unterscheiden sich deutlich. Value, small-cap oder small-cap+Value haben langfristig eine deutlich Outerformance nach Kosten zum breiten Markt. Das (Referenzrahmen-) Risiko ist aber ebenfalls enorm (siehe die letzten Jahre).
Ja, dass Small Cap Value etwas hinter den Erwartungen zurück bleibt ist wirklich schade. Auch für Kommer, da ist einfach Pech im Spiel. Mit dem Avantis Global SCV ETF gibts da nun ja auch spannende Produkte. Nur seinen Weg in mein Depot hat er bisher nicht geschafft.
Wobei ich auch hier dabei bleibe: unkorreliert ist anders.
Vielleicht pragmatisch gedacht: Der Prime+ Broker ist Monatsweise kündbar. Ärgerlich, aber mehr als 5€ müsstest du nicht ausgeben.
Schau dir mal meinen Link direkt über dem Post an, oder hier: https://curvo.eu/backtest/de/ve…MABTMnHVdRdyqgA
Viele Wege führen nach Rom, ich kann mich dem Kommer ETF schon vielfältig annähern. Dabei stelle ich fest: zumindest bisher hatte der MSCI World eine höhere sharpe Ratio. Dort habe ich in der Vergangenheit ein höhere Risikoprämie auf die Risikofreie Rendite erhalten als anderswo, gemessen an der Schwankungsbreite. Wenn ich also ein Depot zusammenstelle aus World und einem schwankungsarmen Asset hier „Nix“=Geld, dann bin ich schon mal effizient unterwegs.
Ja: Du sagst Kommer erwartet bei seinen Faktoren eine Überrendite verglichen mit rein Marktkapitalisierungsgewichteter Anlage. Ja, theoretisch lässt sich das nachvollziehen. Praktisch, …, naja. Ergebnis überzeugt mich bisher nicht. Bisher viel Aufwand wenig Nutzen. Ich führe das maßgeblich darauf zurück, weil die Korrelation innerhalb der Assetklasse allgemein groß ist.
Eine kleine Anregung: https://curvo.eu/backtest/de/ve…CKYR5s3n6YKwFAA
70% World + 30% „Nix“
Ich finde auch klasse, dass hier jeder das Thema Klumpenbildung angehen mag, wie er möchte und das für richtig hält. Wir sind hier ja beim Kommer ETF thematisch schon immer beim vermeiden von Klumpenrisiken. Kommer versucht das ganze über systematische Diversifikation. Small-, Mid-, Largecaps. Emerging Markets, Industrieländer. MCap, BIP. Da ist jeder Faktor in den man den Aktienmarkt gliedern kann irgendwie dabei.
Weiter vorn im Thema gab es eine tolle Zusammenstellung, wie man die Rendite vom Kommer nachbauen kann. Ich habe mir das mal als Anregung genommen und etwas weiter probiert: https://curvo.eu/backtest/de/ve…MABTMnHVdRdyqgA
Man stellt aber recht zügig fest, und das ist immer so ein wenig latent meine Kritik bei der Entklumpung des Portfolios: Natürlich gibt es Renditeunterschiede bei den einzelnen Sektoren, doch innerhalb von Equity als gesamter Assetklasse gibts einfach eine wahnsinnig hohe Korrelation. Ich kann meinen Klumpen reduzieren wie ich mag, wenn am Ende mein EM IMI runter geht weil Trump mal wieder neue Zölle rausposaunt, dann hilft mir das alles nicht so viel.
Inwiefern ist es also überhaupt sinnvoll, von einem funktionierenden Mechanismus wie der Gewichtung nach Marktkapitalisierung abzuweichen? Viel Arbeit wenig nutzen? Aus Spaß an der Freude habe ich mich hier regelmäßig für den schon lange abgeschriebenen Klassiker vom immer gut gelaunten Läufer im Blauen Trikot ausgesprochen. Aber Mid & Largecap Developed World ist einfach eine Brettharte Kombination was die Aktienmarktrendite angeht. Wenn jemand das Risiko minimieren will, wäre es nicht viel zielführender einfach die Aktienquote zu reduzieren?
Edit: ah lustig; das passt ja genau, PeterPrima (der Beitrag kam nachdem ich angefangen hatte zu schreiben).
Das Schöne am Awumbo ist ja, dass es eben ein World ist. Daily leveraged zwar, aber ein World. Das heißt du bist anders als bei einer kurzfristigen Themenwette dauerhaft marktbreit unterwegs. Solange du also davon ausgehst, dass es auch zukünftig eine Risikoprämie für die Anlage in Equity gibt, sprich du erwartest im langfristigen Mittel eine Aktienmarktrendite oberhalb vom risikolosen Zins; und wenn du einen genügend langen Anlagezeitraum mitbringst: Ja, dann sollte gegen das Unterfangen rein garnichts sprechen.
Mit einem Portfoliohebel von bspw. 1,5x solltest du, deine Enkel, und bestimmt auch Urenkel bestens unterwegs sein. Der größte Fehler den man machen kann sind Panikverkäufe, denn wenns runter geht, dann richtig. Da bist du bei einer rein passiven Anlage, Fire and Forget, genau richtig. Am besten nie wieder rein schauen. Naja gut, alle 5 Jahre mal.
Ja, bisher mache ich das als gewöhnliches Buy and Hold investment. Daher auch mein Meilenstein von 1,3x. Bis dahin sollte das halbwegs seriös auch per buy and hold umzusetzen sein, ohne wahnwitzig lange Drawdown phasen aktzeptieren zu müssen.
Die SMA Strategie ist mir bekannt, da hab ich mich seit meinen Beiträgen aus dem Frühjahr intensiv mit befasst. Basierend auf dem tollen Video von Notgroschen habe ich mir auch die Historie des 2x Leveraged World für den 275-Tage SMA-Wert näher angeschaut und interessehalber mal versucht, den gehebelten World für den vollen Zeitraum seit 1970 zu simulieren. Schwierig ist hier, dass es zwar historische Kurse gibt, aber man für einen hypothetischen leveraged ETF die Net Total Return daten braucht, also inklusive der Dividendenerträge. Die sind hier statistisch modelliert, daher ist das alles etwas mit vorsicht zu genießen.
Und lass dich nicht irritieren, die SMA275-Linie liegt hier etwas über dem Net-TR, da ich im Plot die 0,20% TER vom iShares ETF angenommen habe; für die Strategie selber habe ich das pure Net-TR SMA275 Signal genommen.
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bzw als PDF: 2xworld-plot.pdf
Soweit sieht das ganze in der Theorie ziemlich überzeugend aus. Allerdings muss man auch für den kompletten Anlagezeitraum im Stande sein, die Strategie korrekt umzusetzen, jeden Tag, fehlerfrei über Jahrzehnte. Daher bin ich hier noch zurückhaltend.
Ich kann mir vorstellen, dass ich mich hier nochmal näher befasse, sobald mein Depot die 1,3x erreicht hat, um dann den Schritt richtung 1,5x zu gehen.
Hier ist übrigens ein klasse Tool, um die SMA-Signale für verschiedene Produkte im Blick zu behalten: https://letf.io/sma
Klassich sind SMA200 für den Amumbo und SMA275 für den Awumbo, allerdings ist das nicht in stein gemeißelt. Die Intervalle mit funktionalen SMA-Parametern sind recht breit.
Das ist bisher einfach mein aktueller Ist-Stand. Mein erstes Zwischenziel habe ich mir bei einem Portfoliohebel von 1,3x gesetzt. Den würde ich gerne per Sparplan, oder falls es nochmal zu einem Kursrückgang kommt durch steuerneutrale Umschichtung erreichen. Sobald der geschafft ist werde ich wieder schauen, wie wohl mir damit ingesamt ist, und ob möglicherweise auch ein Hebel von 1,5x noch interessant sein könnte. Aber soweit ist es noch nicht.
Vom heiligen Amumbo haben wir seit fast drei Monaten nichts mehr gehört.
Mal wieder ein Update in eigener Sache. Inzwischen wurden auch die Einstiegskurse meines Kaufs im Januar wieder überboten. Die Achterbahn nimmt also wieder Anlauf. Neben dem heiligen Amumbo hat nun auch der Awumbo ein Plätzchen in meinem Depot gefunden, Gesamthebel nun 1,23x.
Folge mir für weitere Tipps zum Einstieg am allzeithoch!
Abwertend, oha :o Wie kommst du darauf, dass würde mein Interesse nicht treffen? ich finds doch toll, dass du dich so intensiv, auch technisch, damit befasst. Nur ich kenn halt schon auch Leute wo ich mit ziemlicher Sicherheit sagen kann, da haben die keine Lust drauf. Würde ich denen jetzt empfehlen coins auf dem exchange liegen zu lassen? Safe nein, Not your keys not your coins. Würde ich einfache crypto ETP ohne Besicherung empfehlen? Safe nein. Ich würde halt steuerlich begünstigte ETP mit Auslieferungsmöglichkeit empfehlen.
Schön, dass es diese Produkte gibt. Und wer meint er kann das alles selber - stimmt das geht! - der macht’s halt selbst.
Also ja, ich find dein Interesse und Engagement ist ne tolle sache. Das regt ja auch an sich nochmal inhaltlich mit dem Thema Bitcoin auseinander zu setzen. Sowieso keine schlechte Idee. Aber das ist halt auch einfach ein aufwand, auf den nicht jeder lust hat. Und bevor man dann coins aufm Exchange parkt der vielleicht garnicht so toll ist, wie man sich das erhofft hat, gibts halt schon auch steuerlich effiziente alternativen beim normalen broker, den inzwischen eh jeder hat.
Ich könnte mir ja vorstellen, dass das alles Sachen sind, auf die ein ETP Käufer zu Beginn eigentlich gar keine Lust hat. ![]()
Leider halte ich davon nicht so viel. Dein Vorhaben ist eben auch eine themenwette, nur eine negative. Genau so wenig wie ich dazu raten würde in einen Themen-ETF einzusteigen würde ich dazu raten nur aus diesem Grund deine Anlangestrategie über den Haufen zu werfen.
Möglicherweise kannst du dir anders behelfen? Der World wird ja aus gutem Grund nach Marktkapitalisierung gewichtet, da sich dies in der Vergangenheit einfach bewährt hat. Börsenkapriolen hin oder her. Aber wenn du magst kannst du deine eigene Gewichtung auch etwas nachsteuern. Mit einem World Ex-US etf kannst du den USA Anteil ingesamt reduzieren, während die Beimischung eines World Equal Weight ETF die Spitzen etwas abmildert. Beides würde die außerordentlich hoch bewerteten KI Titel in deinem Depot reduzieren.