Beiträge von T802003

    Neben der Beachtung vieler unterschiedlicher Aspekte hinsichtlich eigener Lebensumstände: Ich kann mir für den Fall gut die Anlage in ausschüttende ETFs vorstellen … mit 400.000 Euro kann man bei lediglich 2 Prozent Ausschüttung (vor Steuern) rechnerisch 666,67 Euro Miete bezahlt werden. Durch Streuung in Dividenden-ETFs lässt sich dies noch erhöhen. Wenn man dann noch gedanklich das für die Miete dazu packt, was man als Eigentümer als Rücklage bilden soll, landet man schon fast bei der kompletten Miete.

    Ein für mich persönlich sehr interessanter Gedanke. Das würde auch von den Zahlen her gut passen. Somit hätte ich eine gute Rendite, mtl. Ausschüttungen, kein Kapitalverzehr und könnte, wenn die ETF-Kurse gut stehen teilwiese oder ganz umschichten. Das schaue (google) ich mir mal an.

    Vielen Dank für die tollen Antworten, insbesondere der "Entnahmeplan" Rechner ist sehr interessant.

    Würde ich einen großen Teil des Hausverkaufserlöses "nur" als Festgeld anlegen und Geld für die Miete entnehmen würde nach 20 oder mehr Jahren immer noch ein hoher Betrag bestehen bleiben.

    Kleiner Knackpunkt ist m.E., dass die Festgeldzinsen auf lange Sicht auch mal ins bodenlose fallen können. Dann habe ich zwar viel Geld, aber kann es nicht mehr gewinnbringend anlegen.

    ETF's sind mir zu unflexibel, da die Laufzeit schon 15 Jahre oder mehr sein sollten. Dann wäre ich bald 80 Jahre alt. Bis dahin kann viel passieren.

    Für meine Erben muss ich kein Vermögen anhäufen, die sind jetzt schon gut versorgt (gute Ausbildung/Jobs und schon eine Erbschaft von Oma, mehr braucht es nicht).

    Alle anderen Hinweise, kann ich vom Verstand her gut nachvollziehen (Instandhaltungskosten, Modernisierung, großer Pflegeaufwand des Hauses etc.).

    Jetzt muss ich mich nur noch an den Gedanken gewöhnen, wieder Mieter mit allen Vor- und Nachteilen zu sein.

    Hallo zusammen,

    wir stehen vor einer ähnlichen Situation. Wir (57J./58 J.) haben unser Haus abbezahlt und werden mit 65 Jahren in Pension gehen.

    Das EFH würde einen Verkaufspreis von ca. 400.000€ erzielen. Eine Mietwohnung für uns würde ca. 1.200€ warm kosten.

    Zwei Gedanken:

    1. Das EFH ist zu groß (Kinder sind aus dem Haus) und macht viel Arbeit. Gleichzeitig liegt das abbezahlte Haus, quasi als totes Kapital herum. Bis auf eine theoretische Wertsteigerung kommt nicht viel dabei rum.

    2. Der Verkauf des EFH ist vom Gefühl her ein Risiko, weil

    a) Ich kann gekündigt werden. Jeder Umzug kostet viel Geld und bedeutet Aufwand.

    b) Man hat auf einmal wieder Nachbarn, auf die man Rücksicht nehmen muss oder die selber keine Rücksicht auf uns nehmen.

    3. Natürlich kann ich aus unserem Einkommen die Miete aufbringen. Im eigenen Haus habe ich diesen Kosten nicht. Ich weiss, dass ich natürlich auch Instandhaltungen im eigenen Haus zu leisten habe. Ich lasse den letzten Gedanken erst mal aussen vor.

    Um es mit dem jetztigen Zustand und ohne Lebensstandardveränderungen zu vergleichen muss ich -gedanklich- vom Verkaufspreis auch die Miete zahlen.

    Wie würde sich das finanziell darstellen lassen ?

    M.E. würde ich das über lange Zeit ersparte Vermögen, in Form des EFH, wieder verbrauchen um die Miete zu zahlen.

    Am Ende (also mit 80 oder 90 Jahren) stehe ich dann ohne Haus dar und zahle Miete.

    Gehe ich mal von 20 bzw. 30 (Rest-)Lebenszeit aus sind das Summen die dem Verkaufspreis entsprechen.

    20x12x1.200(miete)= 288.000 € oder 30x12x1.200(miete)= 432.000€.

    Vielleicht mache ich aber auch einen Gedankenfehler bei der Nutzung des Verkaufspreises ?

    Über Hinweise, Tips und Meinungen wäre ich sehr dankbar.

    Ich bin total geflasht von so vielen Kommentaren in so kurzer Zeit und muss diese erst mal sortieren. Vielleicht einige Punkte vorab.

    1. Ja, ich darf noch bis 65 Jahre arbeiten mit der Option auf 63 Jahre.

    Ich arbeite 4 Tage im Homeoffice und 1 Tag im Büro (45km Fahrt)

    2. "Seniorenresidenz" war wohl der falsche Begriff (sorry). Ich meinte wohl eher seniorengerechtes bzw. barrierefreies Wohnen, also nicht mit dem rundum Soglos Paket drumherum.

    3. Wir wollen in unserem Ort im Kernstadtbereich (ca. 1-2 KM um den Citybereich herum) wohnen bleiben. Die Mieten (bei guter bis sehr guter Qualität) liegen bei ca. 9€(kalt) bis 11€(warm), so dass von einer Miete von ca. 1.000€ - 1.200€. Das ist zwar viel Geld, aber wir "brauchen" ca. 90-100qm bei guter Qualität und Lage.

    4. Alle anderen Optionen, wie Umbau, Vermietung des bisherigen Hauses, Teilverkauf kommen für uns wohl nicht in Frage, da wir uns mit so etwas nicht mehr belasten wollen.

    Lediglich der Verkauf an unsere Kinder wäre eine Option.

    5. Die Anregung eines Neubaus, genau nach unseren Bedürfnissen, in der jetzigen (Bau)Situation, wo keine mehr bauen will, mit genügend Eigenkaptal ist ein interessanter Gedanke.

    6. Der Gedanke als Mieter im hohen Alter gekündigt zu werden bereitet mit unbehagen.

    7. Auch den finanzielle Spielraum mit einem Verkauf unseres EFH überzeugt mich nicht, da trotz einiger Zinsen auf den Verkaufserlös, wahrscheinlich dieser Betrag mit Zinsen für die Miete bis zum Lebensende drauf geht.

    Jetzt heißt weiter über Eure tollen Vorschläge nachdenken.

    Mit nun 57 Jahren ist unser EFH getilgt, die Kinder sind ausgezogen, das Haus eigentlich zu groß und der Pflegaufwand (Garten, Wohnfläche) zu viel. Über Rentenvorsorge muss ich mir keine großen Gedanken machen, da ich eine gute Pension erwarte. Unsere Kinder sind jetzt schon sehr gut versorgt, haben eine gute Ausbildung und Berufe.

    Welche Möglichkeiten hätten wir, diese Situation anzupassen und wie würde sich das finanziell darstellen ?

    1. Haus verkaufen => zur Miete wohnen (kleiner Bungalow, große ETW ?!?), Seniorenresidenz o.ä.

    2. Teilverkauf des EFH-Hauses ?

    3. ......

    Für Anregungen wäre ich sehr dankbar !

    Vielen Dank für die vielen tollen Antworten und Anregungen.

    Ich glaube manchmal sollte man nicht zu sehr alles "durch" denken wollen (Was wäre wenn, und, und, und....)

    Keiner mag Mieterhöhungen, nur bei dem Mietniveau sollte eine Mieterhöhung, die dann immer noch weit vom Mietrichtspiegel entfernt wäre drin sein und akzeptiert werden.

    Eigentlich müssten die Mieter realisieren, dass sie in dieser Gegend kaum günstigeren Wohnraum finden. Wenn Sie dann kündigen, dann ist das so und ich kann es nicht ändern.

    Nur würde ich mit diesen Mietniveau bei einem evtl. Verkauf sehr viel Geld verschenken. Also erst mal die Miete erhöhen und mal schauen was passiert. Danke euch allen.

    Eine durch Erbschaft bekommendes Mehrfamilienhaus soll evtl. verkauft werden. Aktuell liegt der Mietpreis(Kaltmiete) bei 5,66 EUR/qm. Der Mietrichtspiegel liegt bei 8,50 EUR/qm. Die Miete wurde seit 10 Jahren nicht mehr erhöht.

    Die Miete könnte für diese Immobilie formal sofort um 20% erhöht werden.
    Aufgrund der Mieterstruktur ist zu befürchten, dass diese kündigen. OK, dann könnte man ja sofort den Mietrichtspiegel bei neuen Mietern realisieren. Gleichzeitig müsste man als Eigentümer aber für jede Wohnung viel Geld in die Hand nehmen, um diese wieder vermietbar zu machen. Bei den bisherigen Mietern ist bis auf die Kaution nichts zu holen, um den ursprünglichen Zustand der Wohnung wiederherzustellen.

    Daher zwei Alternativen:

    1. Verkauf des MFH jetzt sofort.

    Bei der Berechnung des potentiellen Verkaufspreises über den Mietpreisfaktor ist das natürlich der megagau.

    Gibt es Erfahrungen, wie sich ein zu niedriger Mietpreis auf den Verkaufspreis auswirkt, wenn die Miete wie oben beschrieben, weit unter dem Mietrichtspiegel liegt, aber Potential nach oben hat ?

    2. MFH halten

    MFH (be)halten und die Miete mit allen o.g. "Risiken" erhöhen ?

    Über Hinweise, Tips und/oder Erfahrungen wäre ich sehr dankbar.