Beiträge von Plumpaquatsch

    Banken kommen in der Regel nicht entgegen.

    Eine Besicherung durch ein zweites Objekt sollte möglich sein. Ein Gutachter wird den Wert ermitteln und die Bank legt dann den Beleihungswert fest.

    Ich würde es schon als 100% Finanzierung betrachten. Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube der Prozentsatz bemisst sich relativ zum Kaufpreis des Hauses und nicht relativ zu den Sicherheiten.

    Ja, man legt den Jahresverbrauch anteilig um. Aber bei jedem Nutzerwechsel erfolgt die Abrechnung zu dem Stichtag und diesen Verbrauchdaten. Aber die Geräte weisen nie absolute Verbräuche aus, sondern nur relative, eine Gewichtung. Abgerechnet wird dann immer relativ zum Jahresverbrauch, nicht zu dem Gesamtverbrauch zu dem Stichtag.

    Konkret wenn nach deinem Auszug im gesamten Haus oder irgendeiner Wohnung Leute einziehen mit extrem hohen Verbrauch, dann hast du das auch in der anteiligen Abrechnung.

    Und nach der Heizkostenverordnung wird nicht zu 100% nach Verbrauch umgelegt, sondern nur zu einem Prozentsatz. Welcher steht in der Regel im Mietvertrag.

    Wenn man die Frage in diesem Kontext sieht, relativiert sich das alles etwas. Aber rein theoretisch könnte die Ista die MwSt Änderung in der Abrechnung schon berücksichtigen und entsprechend gewichten, aber nur wenn der Vermieter auch zum 31.3. den Gesamtverbrauch ermittelt.

    Ich hätte eher gefragt, ob die eingesetzten Geräte die monatlichen Verbräuche speichern und ob in der nächsten Abrechnung automatisch dieser Verbrauch bei der MwSt Änderung zum 1.4. berücksichtigt wird. Dann weißt du, ob die das automatisch tun.

    Foto an die Verwaltung nützt einerseits nichts, wenn das nicht ALLE Nutzer machen und könnte bedeuten, der Verwalter muss eine extrem teure Zwischenabrechnung mit diesen Daten in Auftrag geben. Wenn das so wäre, klingts teuer. Wie gesagt, die Zwischenabrechnung wird vermutlich sehr viel mehr kosten, als die MwSt Differenz.

    Oder beim Verwalter fragen. Mit einem einzigen Foto eines Nutzers kann der nichts anfangen.

    Die Ista gehört zu den teuren Messdienstleistern. Jeder, auch wirklich noch so winzige Handgriff ist enorm teuer. Für eine Zwischenabrechnung fällt normal eine sehr hohe Gebühr an. Sehr viel mehr als die MwSt Differenz in der Regel ausmachen wird

    Die meisten der von denen eingesetzten Geräte speichern die monatlichen Verbräuche. Es wäre also ein leichtes, die Abrechnung automatisch so anzupassen. Die Ista arbeitet in der Regel sehr gesetzestreu. Kann mir sowohl vorstellen, dass das automatisch passiert als auch nicht.

    Auch als Mieter kannst du dort anrufen und nachfragen.

    das Problem ist das mit dem "sehr sicher", das ist nämlich nix.

    Ist schon klar, daß die Inflation hier enorm wichtig ist und man mit Festgeld & Co vermutlich meistens drunter bleibt. Aber selbst mit kleinen Verlusten durch Inflation käme ich zurecht. Aber ja, ich fürchte auch wieder Phasen mit Null Zinsen und ich denke über einen ETF Anteil nach.

    Ich verstehe eure Argumente gut, weiß aber auch, daß die Alternative Grundsicherung wäre, wenn in der Geldanlage was schief geht. Risiko oder Sicherheit sehe ich immer auch in Relation zu dem, was auf dem Spiel steht. Ein pensionierter Lehrer mit fester Rente und Boden unter den Füßen wird Sicherheit und Risiko anders empfinden als jemand der frei schwebt. Ich kenne das wie gesagt mein Leben lang. Ich denke, es gibt Zeiten für Risiko und Zeiten für Sicherheit. Und mit diesem Hintergrund ist für mich Zeit für Sicherheit dran. Wohl wissend, daß es 100% ohnehin nicht gibt. Im Zweifelsfall ist Geld ein Stück Papier, was fein brennt. Also es muß schon so gut wie möglich sicher sein.

    Wenn man wüßte wie hoch das Risiko bei 10 oder 15 Jahren Haltedauer bei ETFs immer noch ist, wär’s leichter eine Entscheidung zu treffen. Also mit xxxx Wahrscheinlichkeit gibts nach der Zeit keinen Verlust. Aber das wird kaum zu benennen sein.

    Und letztlich muss man auch bei Börsen die Inflation einpreisen. Wenn die Börsen aktuell so hoch sind, steckt da auch irgendwie eine kumulierte Inflation drin. D.h. auch wenn ich € 1.000 anlege und nach 10 Jahren sind immer noch € 1.000 da, muss ich 10 Jahre vermutliche Inflation berücksichtigen.

    Ich war mein Leben lang selbstständig. In einem sehr heißen Markt. Ich habe streckenweise sehr viel verdient, aber auch Fehlinvestitionen gemacht, Entwicklungen falsch eingeschätzt und viel verloren. Es musste ja auch immer wieder investiert werden. Ohne ordentlich Risiko einzugehen ging das, zumindest in meinem Bereich nicht. Da sind ne Menge Mitbewerber auf der Strecke geblieben. Irgendwie bin ich auch stolz drauf, mich da bewährt zu haben.

    In der Vergangenheit war Sicherheit nicht mein Thema, aber nun im Alter, ich bin 70, bekommt Sicherheit einen anderen Stellenwert. Geht also auch andersrum. Aus dem risikofreudigen Menschen in jungen Jahren wird ein Sicherheitsdenker im Alter. Einfach aus realistischer Betrachtung. Ich komme gut aus, aber die Zeit für Risiken ist vorbei. Meine Rente beträgt € 95 d.h. mein Lebensunterhalt ist letztlich komplett selbst gemacht. Ich habe nicht so viel, daß ich damit spielen könnte. Es muss schon sehr sicher sein.

    Also Zeitenwende geht auch andersrum und das ist in meinem Fall gut so.

    Ok. Soweit habe ich das verstanden. Ist also eine historische Beobachtung. Aber gibt’s auch eine Theorie dazu?

    Ich meine jede Zeit hatte ihre Eigentümlichkeiten. Da gabs das Wirtschaftswunder oder Kriege oder sonst was, also ich meine etwas, was sich nicht so einfach wiederholt. Heute haben wir ganz andere Möglichkeiten, aber auch Herausforderungen. Das ist doch immer in einen politischen und gesellschaftlichen Kontext eingebettet. Braucht es nicht ein „warum“, eine Erklärung, eine Theorie um aus der Beobachtung was ableiten zu können?

    Oder stützt man sich hier wirklich nur auf eine Beobachtung?

    Ihr meint also in der Vergangenheit war es so, egal wann man eingestiegen ist, nach 15 Jahren war da kein Verlust mehr? Nach 15 Jahren ist alles ausgesessen?

    Ich glaube, ich habe die 15 Jahre immer als eine Art Mittelwert verstanden. Stellt euch ein Börsenchart vor und eine 15 Jahresschablone. Ihr meint egal wie ich meine 15 Jahresschablone auf dem Chart verschiebe, alle Verluste werden abgefangen? Klar, in der Vergangenheit. Das habe ich schon verstanden. Aber ist das wirklich so gemeint, daß ich meine Schablone auf dem Chart beliebig verschieben kann und immer kommt ein Gewinn raus? Wenn die Grenze der Schablone gerade in ein Loch fällt?

    Soweit habe ich das verstanden. Das es keine Garantie gibt, ist mir auch klar. Aber kann diese Theorie wirklich auf konkrete Fälle übertragen werden? Mögliches Szenario: Du kaufst was, es steigt in den ersten Jahren gewaltig und genau da, wo du es brauchst, sinkt es drastisch ab. Ok, innerhalb von 15 Jahren wird es in der Regel steigen, im Mittel. Aber das muss doch nicht mit MEINEM Zeitraster identisch sein, also mit MEINEN 15 Jahren, die ich habe? Ich hoffe, ich konnte es richtig formulieren. Es geht so in die Richtung kann man eine Zeitkurve im Mittel wirklich auf einen realen Zeitraum übertragen? Hab ich da einen Knoten in der Denke?

    Die Beiträge haben sich jetzt überschnitten. Was Horst sagt, leuchtet mir ein. Die Übertragbarkeit des 15 Jahre Durchschnitts auf konkrete Zeiträume jedoch nicht.

    Hallo zusammen,

    in einigen Threads hier wurden auch ETFs im Alter noch in Erwägung gezogen. Wenn man noch einen Zeithorizont von 10 bis 15 Jahre hat.

    Aber da verstehe ich was nicht. Die 10 bis 15 Jahre sind doch nur ein Durchschnittswert. Es kann doch sein, daß da ein Börsenhoch irgendwann innerhalb der 10 Jahre war und eine längere Tiefphase gerade nach den 10/15 Jahren startet. Und wenn man dann nach 15 Jahren im Alter beginnen will, Geld zu entnehmen ist da nur noch wenig. Ich hoffe, ich konnte es richtig formulieren. Ich hab da Verständnisprobleme. Die Börsen könnten doch auch in den ersten paar Jahren steil ansteigen und nach 10/15 Jahren total abfallen. ?????????

    Vielleicht eine ziemlich blöde Frage, aber ich würde es gern verstehen.

    Grüße

    Hallo DerRatlose,

    ich habe mich bei deinem Thread auch gefragt, worum geht es eigentlich.

    Du hast nichts weiter zu deiner Erkrankung und der deiner Frau gesagt. Es gibt Krebsarten mit denen man sehr gut leben kann. Du blickst in die Zukunft, bis 90 oder drüber. Aber du möchtest es auch für deine Frau möglichst einfach machen, also sorgst du dich darum, wie es ist, wenn du nicht mehr kannst.

    Vielleicht ist das genau der Spagat, den es hier zu machen gilt. Die Unwägbarkeit der Lebenserwartung im Alter und bei Krankheiten. Manchmal muss man das fast Unmögliche im Kalkül haben. Das man noch lange lebt und das es flott vorbei ist. Etwas, was Menschen fast nicht gleichzeitig in die Birne geht.

    Ich bin auch 70 und habe eine unheilbare Krankheit. Mir geht es gut, aber die Krankheit kann jederzeit zuschlage , so daß ich in drei Monaten nicht mehr bin. Und meine Rente ist mehr noch als bei dir selbstgemacht und auf kleinerem Niveau. Das ist ein nahezu unlösbares Problem.

    Von Finanzdingen verstehen andere mehr. Ich weiß nur wie es ist, wenn die Endlichkeit sehr nah an einen ranrückt. Klar, jedem kann morgen eineDachpfanne auf den Kopf fallen, aber die meisten führen ihr Leben als wäre es unendlich.

    Ich bin durch viele tiefe Täler gegangen. Und dahinter ist …… Leichtigkeit und Heiterkeit. Nicht immer, aber immer öfter. Selbst meine eigenen alten Neurosen muss ich nicht mehr so Ernst nehmen. Es gibt tatsächlich ein Leben nachdem man entdeckt hat, daß es endlich ist.

    Du sagst nichts zu eurer gesundheitlichen Situation und fragst nach der Optimierung und Vereinfachung der Anlage. Aus meiner Erfahrung gehört mit zu den wichtigsten Dingen bei selbstgemachter Rente,wer managt das, wenn ich es nicht mehr kann. Wem gebe ich Vollmachten? Das kann einfach sein, aber auch schwer. Man muss der Person sehr, sehr vertrauen. Du fragst nach Vereinfachung, so daß deine Frau damit klar kommt. Aber es kann euch beiden auch schlecht gehen. Ich denke, eine dritte Person ist notwendig, die Einblick hat und das Vertrauen.

    Ansonsten war ich zwie. Sich bei € 7.000 im Monat noch Gedanken um die optimale Anlage machen, auch über 90 hinaus und bei Krankheit?

    Ich erlebe es immer wieder im Freundeskreis, daß man den „heißen Punkt“ gern umschifft. Meine Erfahrung. Ob es bei dir so ist, weiß ich nicht. Ich möchte dir nur sagen, es lohnt sich da reinzugehen. Sterben tun wir alle. Ist definitiv noch keiner hiergeblieben. Es treten ganz andere Dinge in den Vordergrund, wenn man sich drauf einlässt. Nicht Trübsaal und Depression. Was ist mir wirklich wichtig? Oder einfach nur Freude am hier und jetzt. Den Farben, dem Frühling, den Mitmenschen.

    Bei deinem Vermögen, sorg dich nicht. Schlimmes wird finanziell nicht passieren. Versorgt sein muss man, aber das bist du. Verpass nicht eine wunderbare Zeit, auch hinter der Endlichkeit. Wünsch ich euch von Herzen.

    Danke für den Link. Sehr gut.

    Ich schreibe hier mit, weil ich selber in einer ähnlichen Situation bin. Ich selber habe einen Teil des Hauses vermietet, aber die Abtrennung war auch mega einfach. Hängt halt viel von den baulichen Gegebenheiten ab und auch der Mieterauswahl. Aber eine Möglichkeit, die ich nicht von vorn herein ausschließen würde.

    Ihr sprecht hier viel über Kapitalerhalt, aber meine und möglicherweise auch die vieler anderer Ex-Selbstständiger Situation ist auf kompletten Verzehr ausgelegt. Was ich habe ist statt Rente, nicht oben drauf. Ich bin sozusagen Selbstversorger.

    Bei mir findet das auf eher bescheidenem Niveau statt. Ich komme gut aus, mehr nicht. Aber ich habe auch keine großen Ansprüche.

    Riesiges Problem ist, daß man nicht weiß, wie alt man wird. Irgendwann steht die Frage im Raum, was ist dir wichtiger, auf sehr niedrigem Niveau sehr, sehr alt werden (und das Alter vielleicht gar nicht zu erreichen und dafür vorher noch bescheidener gelebt zu haben) oder mehr zu entnehmen, JETZT zu leben und ja, dann evt. mit 85 oder 90 in der Grundsicherung zu landen.

    Auch die gesundheitliche Situation spielt da rein. Ich habe z.B. eine sehr ernste chronische Erkrankung, die sehr schnell sehr böse zuschlagen kann und es mit mir sehr schnell zu Ende gehen kann. Das läßt die Sichtweisen verändern. Aber auch mit meiner Krankheit kann man 100 werden. Mit 70 (bin ich auch) und unheilbarer Krankheit spielt das Thema Endlichkeit des Lebens, Unberechenbarkeit des Endes und was ist einem wirklich wichtig eine ganz große Rolle. Ich habe mich für mehr Flexibilität entschieden, auch wenn das auf die Rendite geht.

    Ich würde unbedingt den gesundheitlichen Aspekt mit reinnehmen. Wenn sich da was ändert, möchte ich flexibel reagieren können. Klar Aktien lassen sich immer verkaufen, aber ggf.mit großem Verlust.

    Auch die familiäre Situation ist wichtig. Auch mit Pflegebedürftigkeit muss man rechnen. Alle diese verschiedenen Aspekte müssen gut abgewogen werden.

    Es ist wirklich ein sehr komplexes Problem auf dem ich schon lange rumkaue und ich bin froh über diesen Thread. Und die persönliche Situation wird auch sehr individuell sein. Man muss die gesamte Lebenssituation mit reinnehmen. Vielleicht Zuviel für so einen Thread. Aber wenn ihr noch weitere Beiträge/Analysen oder Bücher wisst, sehr gern.

    Ok, hab mal gegoogelt. Diese 4 Prozent Regel geht davon aus, daß es 30 Jahre reichen soll d.h. dann bis zum 100. Lebensjahr.

    So würde ich nicht rechnen. Was dabei rauskommt, ist nur wenig über Grundsicherung. Ich würde € 2.000 entnehmen, es reicht bis zum 90. ten, mal annehmen, daß ich nicht 100 werde und ggf. dann von Grundsicherung leben, statt mir JETZT schon eine 30 jährige selbst gemachte Grundsicherung zu verpassen.

    Zitat

    Eine ziemlich gute Wahrscheinlichkeit, daß das Geld reicht, hat man bei einer Entnahmequote von 4%, besser 3,5% aus einem gemischten Portfolio.

    Wie kommst du darauf? Und wie definiert du „reichen“? Also welche Lebenserwartung legst du zugrunde? Gehst du dann davon aus, daß das Vermögen erhalten bleibt?

    Klar, das sehe ich auch. Trotzdem wäre ich noch aus einem anderen Grund mit Aktien vorsichtig. Der Blick in die Vergangenheit hat gezeigt, daß Börseneinbrüche nach 10 oder 15 Jahren ausgesessen sind, aber was ist mit der Zukunft? Das sind Werte aus der Vergangenheit und keine Naturgesetze. Wenn man jünger ist, kann man ggf. auch etwas längere Einbrüche wegstecken. 2 oder 3 Jahre mehr, darauf kommt es nicht an. Nicht jedoch in diesem Alter. Außer ist wichtig, ist die Entnahme was oben drauf, also ggf. verzichtbar oder eher eine Grundversorgung. Hier decken Miete und Rente mal gerade die Kosten der privaten Krankenversicherung. Geht also eher um eine Art Grundversorgung. Auch ein abbezahltes Haus hat Kosten, was je nach Zustand auch ganz schön ins Geld gehen kann.

    Aber wie gesagt, da hat jeder seine Präferenzen.

    Aktien und ETFs kann man machen. Für mich wäre jedoch sehr hohe Flexibilität wichtig. Gesetzt man bekommt plötzlich eine Krankheit, die die Lebenserwartung deutlich reduziert, man will dann vielleicht nochmal voll leben, bevor die Krankheit zuschlägt, dann ist man mit Aktien nicht mehr flexibel genug. Eine statische Lebenserwartung und die persönliche sind nochmal zweierlei. Das ist in dem Spiel die große Unbekannte und mir wäre hier mehr Flexibilität wichtiger. Zumindest mal bedenken, auch wenn das sehr persönliche Präferenzen sind.