Beiträge von Lechivre

    Ergo: Massiver Verlust an Lebenszeit. [...]

    "Dienstreisepauschale" gibt es schließlich nicht. [...]

    Je nach Sachlage könnte ein Verpflegungsmehraufwand absetzbar sein. [...]

    Von dieser Geisteshaltung bringt ihn auch die Erkenntnis nicht ab, daß "absetzen" ja keineswegs heißt, daß das Finanzamt die Chose zahlt.[...]

    Sicher ein Punkt, lies sich damals aber einfach nicht ändern während der Corona-Zeit. Jetzt ist es erstmal historisch gewachsen.

    "Dienstreisepauschale" mag nicht der richige Begriff sein. Gemeint war, dass man bei der Fahrt mit dem Privat-PKW 30 ct/kilometer auf beiden Strecken absetzen kann (pauschal, sofern man nicht die tatsächlichen Jahreskosten und Fahrtleistung mit Fahrtenbuch führen will).

    Verpflegungsmehraufwände werden vom Arbeitgeber 3 Monate steuerfrei gezahlt. Das bestätigt mich in der Einschätzung, dass es eine Dienstreise ist.

    Sicherlich heißt absetzen nicht, dass man alles wiederbekommt. Aber etwas wiederbekommen ist immerhin besser als nix wiederzubekommen (im Zweifel gibts ja noch den Werbekosten Pauschbetrag).


    Wenn es eine Dienstreise ist, musst du sie denn nicht in einem Dienstreiseantrag vorher genehmigen lassen? Und in diesen Antrag dann eben die voraussichtlichen Kosten veranschlagen? Wenn der Arbeitgeber dann deinem Antrag zustimmt, dann hätte er auch diesen extra Kosten zugestimmt, oder nicht?

    Ein Dienstreisevertrag gibt es nicht. Reisekosten, sofern nicht direkt vom Arbeitgeber bezahlt, werden über eine Reisekostenabrechnung eingefordert (z.B. Verpflegungsmehraufwand)


    Hm, also meine Erwartung wäre erst einmal, dass der Arbeitgeber die Dienstreise zahlt, und zwar ab der Wohnungstür. Also würde ich davon ausgehen, dass er auch die Fahrtkosten zum Bahnhof und die dortigen Parkgebühren übernimmt. So war das bei mir zumindest immer. Ist das bei Dir explizit nicht so?

    Das müsste ich nochmal explizit nachfragen. Da aber eine Fahrt mit dem Privat-PKW einer Genehmigung bedarf und der Zug das Mittel der Wahl ist, gehe ich erstmal nicht davon aus.

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    Am Ende bleibt eigentlich die Frage stehen, ob eine Dienstreise aus verschiedenen Etappen bestehen kann:

    • Wohnung zu Bahnhof über 30 ct/kilometer von Steuer
    • Bahnhof zu Bahnhof gezahlt vom Arbeitgeber

    und das Ganze dann irgendwann wieder zurück.

    Vorab: Habe bereits versucht in einem anderen Forum eine Meinung zu dem Thema zu bekommen, wurde dort aber abgewiesen. Ich möchte hier keine rechtlich bindende Steuerberatung haben, sondern lediglich Meinungen zu einem Thema hören, zu dem man sonst nirgens etwas findet.

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    Guten Nachmittag,

    folgende Situation:

    • Wohnort: Dortmund
    • Erste Tätigkeitsstätte: Mannheim (wird aber nicht aufgesucht)
    • Arbeitsort beim Kunden von Mo bis Fr: Heidelberg -> Ergo Dienstreise

    Mein Arbeitgeber verlangt nicht die Dienstreise von der ersten Tätigkeitsstätte aus anzutreten. Meiner Einschätzung nach könnte man bei Nutzung eines Privat-PKW also die Strecke Dortmund-Heidelberg komplett absetzen (abzüglich der Erstattung durch die Firma in Höhe einer Bahnfahrkarte nach interner Reisekostenverordnung).

    Mein Arbeitgeber zahlt mir aber jetzt das Zugticket von Dortmund HBF bis Heidelberg HBF. Daher ist die Strecke nicht mit der Dienstreisepauschale absetzbar.

    Die Frage ist jetzt: Von meiner Wohnung in Dortmund muss ich ja zum HBF kommen (und auch wieder zurück). Das wäre mit den öffentlichen Verkehrsmitteln auf den Monat gerechnet etwa 30 € Ticketkosten, dauert aber über eine Stunde. Mit dem Privat-PKW wäre ich in 20 Minuten am HBF und könnte meinen Koffer viel besser transportieren. Dafür müsste ich am HBF im Monat etwa 100 € Parkkosten bezahlen.

    Habe ich irgend eine Möglichkeit die Parkkosten/Ticketkosten für ÖPNV in Dortmund in der Steuererklärung als Werbekosten anzugeben? Ist ggf. die Strecke Wohnung-Dortmund HBF Teil der Dienstreise und könnte mit 30 ct/km abgesetzt werden (enthalten wäre dann ja in den 30 cent/km bereits jegliche Parkkosten)?

    Wie würde es sich verhalten, wenn im Zugticket der Firma ein City-Transfer für Dortmund enthalten wäre. Muss ich den dann zwingend nutzen?

    Ich hoffe Ihr könnt mir hier weiterhelfen, da ich zu dieser Konstellation bisher keine Antworten finden konnte.

    Beste Grüße

    Neuling Lechivre