Beiträge von MB.

    Hallo zusammen,

    eine gängige und nachvollziehbare Empfehlung lautet:

    Erst Schulden abbauen, dann in Aktien investieren.

    Die ersparten Zinsen der Schulden sind dann eine "sichere Rendite". Soweit so klar.

    Was ist jedoch, wenn es sich bei den Schulden - neben einem bestehenden Aktiendepot - nicht um einen Konsumkredit handelt, sondern um einen "unternehmerischen" Kredit. Der Kredit soll für den Bau einer Immobilie genutzt werden. Das geliehene Geld soll einen Hebeleffekt für das Immobilienprojekt erzeugen. Wenn das im Bau befindliche Haus in Eigenleistung fertig gestellt ist, soll der Kredit getilgt werden und das eingesetzte Eigenkapital im besten Fall gehebelt werden.

    Gilt also für ein "unternehmerisches" Darlehen der gleiche Grundsatz: Erst Schulden abbauen, dann in Aktien investieren?

    Also Alternative 1: Macht es mehr Sinn, einen Teil des bestehenden Aktiendepots zu veräußern, um die Immobilie zu realisieren? Dann würde allerdings auch einiges an Steuer anfallen.

    Oder Alternative 2: Nichts aus dem Depot zu entnehmen und einen Kredit aufzunehmen? Mit dem Risiko, dass die Aktien in der Bauzeit des Hauses allerdings auch ordentlich nachgeben oder zulegen können.

    Hier noch einige Zahlen:

    Zins für das geliehene Geld: 4,1 % p.a.

    Erwartete Rendite Aktiendepot: 7 % p.a. real mit Rendite-Reihenfolgerisiko

    Gewinn Immobilie: ca. 15% p.a. auf das Eigenkapital, lässt sich allerdings noch nicht genau sagen

    Vielen Dank für eure Ratschläge im Voraus!

    Hallo Finanztip-Community!

    unsere Eltern besitzen frei gewordene Mitarbeiteraktien eines deutschen Unternehmens. Den Gegenwert der Aktien sollen mein Bruder und ich nach Verkauf erhalten, es sind aktuell ca. 190K. Die Aktien sollen verkauft werden, sobald der Kurs ein bestimmtes Niveau erreicht hat. Sie müssten hierfür ca. 20 % im Wert steigen.

    Hinzu kommt, dass die Aktie an sich je nach Betrachtungszeitraum nicht besonders gut gelaufen ist. All meine Ratschläge seit geraumer Zeit bezüglich Klumpenrisiko, Diversifikation, Opportunitätskosten gegenüber MSCI World, Home Bias etc. werden leider nicht beachtet. Genauso gut könnte es sein, dass die Aktie nicht 20 % steigt, sondern im Kurs nachgibt. Eine einzelne Aktie ist bekanntlich mehreren Risiken unterworfen als der Gesamtmarkt.

    Gibt es Anregungen oder Ideen, wie unsere Eltern von einem sofortigen/baldigen Verkauf überzeugt werden können?

    Vielen Dank!