Beiträge von ESch

    Ich bin ein Typ der gerne mal an der Seitenlinie wartet.

    Meiner Meinung nach kann man beim Geld-anlegen nicht an der Seitenlinie warten; es ist immer ein aktiver Entscheidungsprozess, der bestenfalls gut begründet ist.

    Meine beiden Standardempfehlungen zu deiner Ausgangsfrage lauten (für eine konkretere Empfehlung fehlen noch weitere Fakten, wie Anlageziel, Anlagehorizont, etc.):

    1. Lies dich in die Grundlagen ein mit einem guten Buch, z.B. Saidi Sulilatu: Finanzen ganz einfach. Saidi ist Chefredakteur von Finanztip und fasst das Wesentliche gut lesbar und verständlich zusammen.

    2. Für einen Vermögensaufbau ist bei einem Anlagehorizont von mind. 10 Jahren ein weltweit streuender und kostengünstiger Aktien-ETF in aller Regel eine gute Entscheidung.

    ich werde demnächst 100.000 Euro erben und möchte dieses für 10 Jahre anlegen, da ich dann 67 bin und in Rente gehe. Benötigt wird das Geld bis dahin nicht.

    heißt das, dass du mit 67, also deinem geplanten Rentenbeginn, darauf angewiesen sein wirst, deine zu erwartende Rente aufzubessern, um deinen Lebensstandard zu halten?

    Wie viel steckt schon im FTSE All-World?

    wäre schon wichtig zu wissen, ebenso wie die Höhe deiner Sparrate.

    Anhand deiner von dir genannten Eckpunkte würde ich dazu tendieren, den größten Teil der Summe in Aktien-ETF zu investieren (fabioso) oder als Kompromiss in den Vanguard LifeStrategy 60% Equity (britty).

    Als erstes Basisinvestment: Das Buch von Saidi Sulilatu: Finanzen ganz einfach für Euro 15.-

    Als zweites Basisinvestment: Einen kostengünstigen, weltweit streuenden ETF auf den MSCI ACWI oder FTSE-All World Index.

    Sich dann nach Lust und Laune weiter mit dem Thema 'Geldanlage' beschäftigen, z.B. mit dem Buch von Kommer oder mit Finanztip-Videos zu Grundlagen und Spezialthemen wie Altersvorsorge, etc.. Daraus kann sich dann eine persönliche Strategie entwickeln, die neben dem Basisinvestment Welt-ETF noch weitere Bausteine enthalten kann.

    Ich bin bei der Sparda Bank München, weil diese

    a) einen guten Kundenservice vor Ort anbietet

    b) am Konzept der "Gemeinwohl-Ökonomie" mitmacht. https://gruenderplattform.de/green-economy/gemeinwohl-oekonomie

    c) transparent mit den Eigenanlagen umgeht. Eigenanlagen & ESG-Investments - Sparda-Bank München

    und d) ihre Produkte und Leistungen zu marktüblichen Konditionen anbietet.

    Unter anderem wird die Sparda Bank München als familienfreundlicher Arbeitgeber ausgezeichnet. Familienfreundlicher Arbeitgeber - Sparda-Bank München

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    Gratuliere zum neuen Job und zur damit verbundenen höheren Sparrate.

    Jetzt schwanke ich zwischen dem ftse all world, dem Acwi und dem Acwi IMI.

    Ich finde das ist Jacke wie Hose. Mach dir dazu nicht zu viele Gedanken, und ... falls du später mal eine andere Idee hast, kannst du das jederzeit ändern.

    KISS ist dafür eine gute Strategie.

    Dein Wunsch nach mehr Ruhe passt nicht zu dieser hohen Einzelaktienquote.
    Steuern beim Verkauf sind zweitrangig gegenüber dem Risiko eines großen Verlusts.

    sehe ich genauso!

    Alternativ zu einem Dividenden-ETF kannst du evtl. auch einen Ausschütter nehmen, z.B.Vanguard FTSE All-World UCITS ETF (USD) Distributing WKN A1JX52.

    Grundregeln dabei nicht vergessen, Liquiditätspuffer (Notgroschen) vorhanden?

    Was sind die konkreten Sparziele? Dem großen Kind später ein Studium finanzieren können? Vielleicht sicht dazu noch ein Paar Gedanken mit der Frau machen. Welche Pläne hat sie?

    Du kannst den Sparplan jederzeit stoppen und die Fonds auch jederzeit verkaufen. Eine Spekulationssteuer gibts bei dieser Anlageform nicht. Die entstandenen Verluste würde ich unter Lehrgeld abbuchen.

    Dann würde ich dir empfehlen, dir einen von Finanztip empfohlenen Broker auszuwählen und dort deine Anlagen zu tätigen. Auch bei diesen (Welt-ETF, Geldmarktfonds) kannst du den Finanztip-Empfehlungen folgen.

    Falls du unsicher bist, rate ich die das Buch von Saidi Sulilatu: Finanzen ganz einfach. zu lesen. Darin werden die Basics zu Finanzanlagen und Vermögensaufbau sehr gut erklärt.

    Ansonsten wünsche ich dir ein gutes, neues Entscheiden. Fehler sind dazu da, um sie zu korriegieren ;)

    Um nicht bei sinkenden Kursen verkaufen zu müssen, würde ich bei Zeiten (jetzt) damit beginnen wollen, in sicherere Anlagen zu investieren.

    Wieviele Jahre regelmässiger Entnahme sollte man Eurer/Ihrer Meinung in sicheren Anlagestrategien ansparen?

    Allgemein würde ich dazu sagen das hängt von deiner Risikotragfähigkeit ab.

    Da ich nicht weiß um welche Summen es sich handelt, welchen ETFs, was sonst noch an Vermögen vorhanden ist (Immobilie, Festgeld, etc.) kann ich hier nicht konkreter werden.

    Zu mir: Ich beziehe eine auskömmliche Rente und bewohne eine abbezahlte Immobilie. Mein risikoreicherer Anteil (weltweit streuender Aktien-ETF als Basis, Themen-ETFs, Einzelaktien) beträgt aktuell 75%. Mein sicherheitsorientierter Anteil (Tagesgeld, Festgeld) 25%. Ohne Wohneigentum gerechnet.

    Willkommen im Forum!

    B) Ich kenn mich bzgl. Steuern für Österreich nicht aus; in Deutschland kann man für Kaptalgewinne einen Freistellungsauftrag stellen (für Single Euro 1000.-). Kann auch mit evtl. Verlusten verrechnet werden. Vielleich gibt es eine vergleichbare Möglichkeit auch in Österreich?

    C) Ich persönlich würde mir da nicht zu viel Kopf machen, ob Österreich oder Deutschland. Wichtiger wäre für mich ein günstiges Depot und die Auswahl des ETFs.

    Ich finde deine Finanzplanung grundsätzlich solide mit einer ziemlich hohen Sparrate: Wenn ich dich richtige verstehe, sparst du von deinem Einkommen derzeit monatlich Euro 730.- (Altersvorsorge) und Euro 750.- + x (Vermögensaufbau).

    Mir persönlich wäre der Notgroschen (besser: Liquiditätspuffer) auch etwas zu niedrig. Ist aber Geschmacksache.

    Eine BU halte ich im Gegensatz zu vielen anderen Foristen nicht für zwingend notwendig, außer du hast ein sehr hohes Sicherheitsbedürfnis. Ich finde unser Sozialstaat sichert hier m.E. die meisten Risiken ab, Krankengeld, Arbeitslosengeld, Erwerbsminderungsrente, etc..

    730€ Altersvorsorge (donottouch) - die Sparrate, die mir ETF-Rechner ausgespuckt haben, damit ich mit einer Million in der Rente herauskommen würde.

    Warum muss es eigentlich unbedingt eine Million sein? Die gesetzliche Rente gibt es ja auch noch. Die Bundesregierung plant außerdem ein neues Altersvorsorgedepot. Das könnte für dich interessant werden.

    Ab 34 J. kann sich noch einiges ändern im Leben, was jetzt noch nicht abzusehen ist. Vielleicht ein neues Hobby, Umzug in eine größere Wohnung, eine Erkrankung ... Finanziell bist du ja dabei dich gut aufzustellen, ich würde dennoch mit der jetzt eher hohen Sparrate etwas flexibel bleiben, um vor lauter Sparen das Leben nicht zu vergessen.

    Mein Anlagehoriziont ist begrenzt, da ich in ca. 10 Jahren in Rente gehen werde.

    ? Das Leben endet doch nicht mit dem Rentenbeginn!

    Welchen Vorteil es bringen soll, ein Depot bei der Sparkasse (S-Broker?) und eins bei ING zu führen, erschließt sich mir nicht :/. Zu den beiden ETF:

    Der iShares ist mit einer TER von 0,60% für einen weltweiten nachhaltigen Aktien-ETF ziemlich teuer; da gibt es Vergleichbares mittlerweile deutlich günstiger z.B. iShares MSCI ACWI SRI, WKN A3D8NX mit einer TER von 0,20%.

    Der DEKA ETF hat mit 71% einen recht hohen USA-Anteil.

    https://www.justetf.com/de/etf-compari…in=DE000ETFL581

    iShares MSCI World ca. 1.300 Titel, iShares MSCI World SRI ca. 350 Titel.

    Das ist ein enormer Unterschied und ich glaube das ist den Käufern oftmals nicht klar.

    Der Unterschied in der reinen Anzahl der Titel ist natürlich enorm, aber ... es lohnt sich hierzu auch die Gewichtung der Titel anzuschauen und da beträgt beim MSCI World die Gewichtung der Titel ab Position 30 unter 0,50 % absteigend. D.h. der Kurs auch dieses ETFs wird im wesentlichen von den ersten ca. 100 Positionen bestimmt. Und dies relativiert dann in punkto Diversifikation den Unterschied der beiden ETFs wiederum deutlich, auch wenn er natürlich trotzdem gegeben ist.