britty: Inwiefern kann das die allgemeine Finanzbildung fördern?
Die Neobroker stehen genauso im Wettbewerb und wollen in erster Linie Gewinn machen.
britty: Inwiefern kann das die allgemeine Finanzbildung fördern?
Die Neobroker stehen genauso im Wettbewerb und wollen in erster Linie Gewinn machen.
Ich vermute auch, dass eine grundlegende Finanzbildung an der Schule von der Finanzlobby (Banken, Versicherungen, etc.) eher verhindert wird, um ihr Geschäftsmodell nicht zu gefährden. Das da wäre: Wir sind die Experten und du kennst dich nicht aus, deshalb kannst du vertrauensvoll unseren Ratschlägen und Empfehlungen folgen.
Kürzlich habe ich für Österreich ein ganz passables, öffentlich gefördertes Finanzportal entdeckt https://finanznavi.gv.at/ , was Deutschland nicht gebacken kriegt. Es bleibt also nur weiterhin für Finanztip und die Verbraucherzentralen zu werben.
ganz Allgemein
Finanztip sollte deine bevorzugte Informationsquelle im Internet sein.
Das Basiswissen bzgl. Finanzen erschließt du dir am besten mit einem gut verständlich geschriebenem und übersichtlichem Buch. Ich empfehle hierfür: Saidi Sulilatu: Finanzen ganz einfach. oder Hartmut Walz: Ihre Finanzen fest im Griff.
Ein individuelles Finanzkonzept sollte immer ganzheitlich erfolgen unter Berücksichtigung der Lebenssituation (Familie, Einkommen, etc.), Absicherung, Anlageziele, Risikotragfähigkeit, ...
Zu deiner Ausgangsfrage
Wenn Ihr heute (2026) neu beginnen würdet, mit welchem ETF (oder ggf. auch zweien
) würdet
Ihr beginnen?
Für den Vermögensaufbau reicht ein kostengünstiger, weltweit streuender Aktien-ETF, den du langfristig durchhältst. Wenn dir das zu langweilig erscheint, definiere für dich einen kleinen Prozentsatz als Spielgeld und investiere damit in risikoreichere Anlageformen, wie Aktien, Crowdfunding, u.s.w..
Wenn du es nicht lassen kannst: 5 % in ein Spaß- und Zock-Sinnlos-Depot….aber NIE mehr auffüllen !!!
... mache ich auch so.
Eine Synthese aus nachhaltigem ETF und Welt-ETF ist meines Erachtens ein nachhaltiger Welt-ETF auf den MSCI World SRI Index (Industrieländer) oder den MSCI All Country World SRI Index (Industrieländer + Schwellenländer). Mehrere Fondsgesellschaften haben diese in ihrem Angebot: Amundi, UBS, iShares.
Die Welt-ETF von Vanguard haben im Vergleich dazu einen sehr laschen ESG-Filter und sind meiner Meinung aus Nachhaltigkeitsgesichtspunkten nicht zu empfehlen.
Ich würde dir nach jetzigem Kenntnisstand - meinem und deinem- zu einem Welt-ETF auf den SRI Index raten. Keep it simple!
Wenn du tiefer in die Thematik "Geldanlage und Nachhaltigkeit" einsteigen möchtest, musst du dich Einlesen, wobei dir hierbei unterschiedliche Standpunkte begegnen werden und du nicht umhin kommen wirst, dir eine eigene Meinung zu bilden. Es gibt dazu eine Vielzahl von Büchern. Für eine Einsteigerin wären meine persönliche Auswahl:
Als Basics: Saidi Sulilatu 'Finanzen ganz einfach' und/oder Hartmut Walz 'Ihre Finanzen fest im Griff' und dann zur Vertiefung: Nikolaus Braun 'Über Geld nachdenken' und Alexandra Bolena 'Nachhaltig investieren'.
Viel Vergnügen, Erfolg und ein gutes Gelingen für deine finanziellen Entscheidungen!
Du kannst auch überlegen, nur einen nachhaltigen Welt-ETF (Industrieländer + Schwellenländer) auf den MSCI ACWI SRI zu nehmen. Zum Beispiel einen von diesen hier:
ETF-Vergleich: Kosten, Wertentwicklung & mehr vergleichen
hätte den Charme einer 1 ETF-Lösung ![]()
jtuchel was den nachhaltigen ETF anbelangt:
Wer einen nachhaltigen, weltweit streuenden ETF mit Industrieländer + Schwellenländer nehmen möchte, kann auch einen ETF auf den MSCI ACWI SRI - Index nehmen. Gibt's u.a. von Amundi und iShares.
Amundi MSCI ACWI SRI Climate Paris Aligned UCITS ETF | IE0000ZVYDH0 | A3DH0C
iShares MSCI All Country World SRI UCITS ETF (Acc) | IE000JTPK610 | A3D8NX
Ansonsten finde ich die Strategie: jetzt Liquiditätspuffer auffüllen und 2027 jeder für sich mit einem AV-Depot starten ganz sinnig.
Das Bundesfinanzministerium hat endlich einen Referentenentwurf für eine "Finanzbildungsstrategie für Deutschland" vorgelegt. Die vorgesehenen Maßnahmen erscheinen auf den ersten Blick recht umfangreich, allerdings - man wird sehen, was von dem Entwurf dann tatsächlich übrigbleibt.
https://www.mitgeldundverstand.de/fibi/DE/Ueber-…sstrategie.html
Hier zwei Links, anhand derer du dich weiter informieren kannst:
Herzlichen Dank für Eure Tipps ![]()
Liebe Mitforisten,
ich suche für meine polnischen Freunde, die in Deutschland leben einen Literaturtipp zur Geldanlage in polnischer Sprache. Meine polnischen Freunde sind Mitte 30 und leben und arbeiten seit ca. 7 Jahren in Deutschland. Sie sprechen mittlerweile auch ganz passabel deutsch, aber beherrschen die Sprache andererseits auch wieder nicht so gut, dass sie ein Finanzbuch auf deutsch lesen würden. Sie möchten dauerhaft in Deutschland bleiben und interessieren sich für Möglichkeiten der Geldanlage, insbesondere interssieren sie sich auch für das Thema Altersvorsorge.
Ich möchte hier nun fragen, ob jemand praxisnahe Literatur in polnischer Sprache empfehlen kann, in etwa anlalog zu Saidi's Buch "Finanzen ganz einfach" oder dem Buch von Hartmut Walz "Ihre Finanzen fest im Griff". Wahrscheinlich würde meinen Freunden auch schon ein Übersichtsartikel zur Geldanlage mit ETF weiterhelfen.
Vielen Dank für einen Tipp!
Danke dir für die ergänzenden Informationen. Zu berücksichtigen ist noch, ob du mit einer Partnerin/einem Partner (Mutter der Kinder, Mitbesitzerin Haus) zusammen bist, oder ob du alles alleine stemmen musst. Falls ihr gemeinsam durch's Leben geht, würde ich sie/ihn auch voll und ganz einbeziehen. Nach meiner Erfahrung hilft gemeinsames Nachdenken, Entscheiden und Verantworten sehr.
Zur Herangehensweise bzw. einer Finanzplanung würde ich das Gesamtpaket in einzelne Positionen unterteilen und mir eine Übersicht erstellen, also z.B.
- Summe Einnahmen
- Summe Ausgaben fix und regelmäßig (um mögliches Einsparpotential zu identifizieren), Ausgaben einmalig
dann würde ich Schätzwerte (kann man nicht genau planen
) bilden für
- Betrag für eine spätere Unterstützung meiner Kinder, Kinderdepot?
- Betrag für Reparaturen und Sanierung Haus
- Betrag für Urlaub, neues Auto, etc.
- zu erwartende Rentenhöhe; habe ich vor neben der Rente weiterzuarbeiten?
- geldwerte Zukunftspläne, z.B. längeres Reisen, Segeln lernen
- u.s.w.
dann würde ich noch meine bestehenden Vermögenswerte erfassen.
Ich finde, so kannst du dir einen ganz guten Überblick über deine finanzielle Situation verschaffen und dir daraus die Höhe und Art von möglichen Anlageformen ableiten. Und - du hast ja keine Eile ...
Oder erst Mal bei Chase vier Monate anlegen und dann weitersehen...
schon mal eine gute Idee!
Falls du dir noch mehr Wissen zum Thema Geldanlage aneignen möchtest, ist das Buch von Saidi "Finanzen ganz einfach" eine gute Grundlage. Amazon.de : finanzen ganz einfach
Wie so oft, hängt eine wirklich gute Antwort von der Beurteilung deiner finanziellen Gesamtsituation ab.
zu erwartende Rentenhöhe und evtl. Rentenlücke? deiner Risikotragfähigkeit, in Folge eine Aufteilung in eher sicherheitsorientierten und in risikoreichere Anlagen, deinen Anlagezielen? ...
ETFs wären besser. Aber die 15-Jahre Regel lässt mich zögern, weil ich das Geld vielleicht schon früher benötige
1. ETFs kann man jederzeit verkaufen.
2. die 15-Jahre Regel ist eine Sicherheitslinie, aber kein Muss. Ich bin 66 Jahre alt und mit 70% meines Vermögens in Aktien-ETFs investiert. Auch weil ich eine abbezahlte Eigentumswohnung bewohne und eine auskömmliche Rente beziehe.
Wenn es in den USA scheppert, dann doch überall.
vermutlich aber nicht überall gleich ![]()
Das aktuelle Fondsvolumen liegt noch unter 3 Mio. Euro., also erst mal abwarten wie er sich so weiter entwickelt.
Der ESG-Filter erscheint mir eher schwach zu sein, mit Chevron, Nestle und Toyota Motors unter den ersten 10 Positionen.
SRI und PAG, anderthalb Jahre alter ETF:
oder ein MSCI ACWI SRI PAB
Zum Stimmrechtsverhalten der Fondsgesellschaften:
https://shareaction.org/shareholder-re…s-to-watch-2026
Die noch relativen jungen Umweltbank-ETFs gelten als streng nachhaltig (laut ecoreporter, Forum Nachhaltige Geldanlagen) haben allerdings auch etwas höhere Kosten.
Bei nachhaltigen ETFs macht finanztip ja einige Kompromisse, wie die Akzeptanz erheblich geringerer Marktbreiten (Anzahl der Positionen im ETF), und spricht beim iShares DJ Global Leaders Screened UCITS (IE00B57X3V84) sogar weiter eine Empfehlung ("als Kompromiss") aus, obwohl sich dieser ETF seit 2025 aufgrund neuer Regularien gar nicht mehr nachhaltig nennen darf.
Finanztip hat sich in der Vergangenheit bezüglich nachhaltiger ETFs durch eine eher geringe Expertise ausgezeichnet, siehe iShares DJ Global Leaders Screened UCITS.
ändert sich vielleicht bald, da finanztip angekündigt hat, die nachhaltigen ETFs in Kürze neu zu bewerten
da bin ich aber mal gespannt ![]()
Ich habe das Finanzbuch von Barry Ritholtz "How not to invest" mit Interesse und immer wieder leicht amusiert gelesen.
Barry Ritholz ist Vermögensverwalter, Finanzblogger und Kolumnist bei Bloomberg, Washington Post und CNBC.
Inspiriert von 'Not smarter, but less stupid' von Charlie Munger zeigt er die häufigsten Irrwege auf und schlägt kurzweilig und lehrreich den Bogen von schlechten Ratschlägen und psychologischen Fehlschlüssen zu einer Reihe von Anregungen, wie Geld richtig angelegt werden kann. Auch wenn man bereits über ein gutes Grundwissen verfügt, erfährt man doch immer wieder Neues und kann daraus lernen.