Beiträge von Bowdenzug

    Gab es die nicht schon immer? Vom 2. WK mal abgesehen... die Welt stand am Rande eines Atomkriegs während der Kuba Krise, Kalter Krieg, mit dem Drogen in den 70ern, dann Atomkraft nein Danke in den 80ern, saurer Regen und Ozonloch, etc.

    Irgendwas war doch immer.

    Und z.B. "Saurer Regen" und "Ozonloch" sind Beispiele, dass damals verantwortungsvoll gehandelt wurde, beides wurde erfolgreich mit wirksamen Maßnahmen mitigiert. Das passiert aktuell nicht.

    Ich glaube, hier liegt ein Denkfehler vor. Die Mining-Leistung existiert bereits. Wenn du lediglich den Hash eines Dokuments in einer Bitcoin-Transaktion verankerst, nutzt du diese bestehende Sicherheitsarchitektur mit. Du musst keine eigenen Exa-Hashes berechnen und kein eigenes Mining betreiben.

    Wenn man eine öffentliche Blockchain wie Ethereum nutzt. Man zahlt dann hochvolantile Transaktionskosten und hat keine Governance-Möglichkeiten.

    Nicht umsonst gibt es aktuell keine produktive Use Cases, die über eine PoC hinausgehen.

    Bei einer private Blockchain gibt es immer Technologien, die es günstiger machen und eine publik Blockchain lässt keine verlässliche Governance zu (die eigentlich immer notwendig ist). Insbesondere bei staatlich kontrollierten Use Cases haben wir immer eine zentrale kontrollierende Instanz und dann ist es ohne Blockchain günstiger, zuverlässiger und Performanter.

    Dazu käme die Unverlässlichkeit der Transaktionsgebühren, stell Dir mal vor die gematik müsste plötzlich die doppelten Transaktionsgebühren zahlen, weil Bitcoin oder Ethereum steigen, darauf kann man weder ein Geschäftsmodell noch allgemeine Infrastruktur o.Ä. aufbauen.

    "to the moon" wäre da btw der Tod eines jeden Geschäftsmodelles.

    Ich hab nur die Überschrift gelesen, weil es bereits viele solcher Beispiele gibt. Mea Culpa. – Dass es langfristig aber genau in diese Richtung gehen wird – Bitcoin als Wertanker in der Digitalisierung – ist nicht mehr aufzuhalten. Allein die Verknüpfung von künstlicher Intelligenz und Bitcoin wird alles verändern.

    https://www.sparkasse.de/fk/ratgeber/di…blockchain.html

    Und gleich noch was über Blockchain (was hier im Thread ja immer sehr penibel von Bitcoin abgegrenzt wird) hinterher.

    Aber im Endeffekt fasst das die Diskussion hier gut zusammen. "Do your Town research" bedeutet Überschriften lesen und Quelle: "Trust me Bro".

    Hast Du den Artikel überhaupt gelesen?

    Zitat

    Schusters Firma sorgt zum Beispiel für die Datensicherheit der deutschen E-Patientenakte. „Das System funktioniert nur, weil unsere Technik verwendet wird.“ Ein weiterer großer Kunde sei ein US-Unternehmen, das mit Bitcoin handelt.

    Sie haben einen Kunden, der ihre Confidential-Computing Software bei der Patientenakte nutzt und sie haben einen anderen völlig unabhängigen Kunden, der halt mit Bitcoin handelt.

    Daraus machst Du Bitcoin-Technologie sichert Patientenakte? Es ist Abstrus und frei von Fakten. Wild.

    Jeder kann bei einem Neo-Broker mit wenigen Klicks BTC kaufen.

    Not your key not your coins.

    Aber die Regeln können beliebig verändert werden, was ja auch regelmäßig passiert. Es gibt keine Auswahlmöglichkeiten für die Teilnehmer. Das ist bei Bitcoin anders. Regeln können zwar verändert werden, wenn die Mehrheit dies wünscht. Bei grundlegenden Veränderungen kann man anschließend aber individuell entscheiden, ob man dem alten Netzwerk weiter beiwohnen möchte, mit den alten Regeln, oder nach den „neuen Regeln“ spielen möchte.

    Auch da ist Bitcoin nicht anders als andere Dinge. es gibt genau so viele Auswahlmöglichkeiten für die Teilnehmer, wie ihnen zur Auswahl zur Verfügung gestellt werden. Wenn die Core Developer nur eine Weiterentwicklung zur Auswahl stellen und sich niemand findet, der eine Alternative entwickelt (was keine kleine Hürde ist, entsprechend spezialisiert Developer mit dem Wissen über die Code-Basis gibt es nicht wie Sand am Meer), dann gibt es diese nicht. Auswahlmöglichkeit my ass. Friss oder stirb.

    Teilnehmerin Oma Lisbeth wird jetzt keinen C++-Kurs anfangen genauso wenig, wie sich sich mit den rechtlichen Rahmenbedingungen zur Beantragung einer Banklizenz beschäftigen wird.

    Bei Bitcoin gibt es keine geschlossene Gruppe, die „von vornherein“ exklusiven Zugang hatte. Der Code war von Anfang an öffentlich, das Netzwerk offen. Jeder konnte – und kann – teilnehmen.

    Als ob 2010 jeder das Wissen und die Kompetenzen hatte teilzunehmen. Der direkte Zugang (nicht über Dritte) zu Bitcoin ist heute und besonders damals sehr exklusiv.

    Aber wie Du sagt, Bitcoin ist nicht besonders. Lobby-Arbeit, Wenige früh investierte mit viel Macht, das übliche Spiel wie bei anderen.

    Und ja, jeder der sich an die von Bitcoin vorgegebenen Regeln und Standards hält und die notwendigen Mittel und Kompetenzen hat kann mitmachen. Aber das ist auch bei allen anderen Sachen so. Das sind auch keine geschlossenen Gruppen, gibt immer nur vorhanden Regeln etc. zum mitmachen. Kannst auch eine Banklizenz beantragen, ist wahrscheinlich genauso unwahrscheinlich wie dass Oma Lisbeth 2012 einen Bitcoin-Mining-Node betreibt, möglich ist beides.

    Steigende Adoption führt eben auch automatisch dazu, dass unterschiedlichste Interessengruppen mitspielen wollen. Das ist eben der freie Markt.

    Da verdrehst du wieder was. Die Gruppe, die lobbiert und sich Politik erkauft hat, das ist die Gruppe, die von vorne herein dabei ist: die Bitcoin- und Crypto-Lobby .

    Die erfolgte Einflussnahme auf die Politik ist eben gerade kein Beispiel für einen freien Markt.

    Aber sie ist natürlich notwendig, wenn man auf steigende Preise zielt und weiter oben in der Bitcoin-Pyramide steht. Ohne neue Käufer und neues Geld passiert das nicht.

    Was genau ist Unsinn?

    Der Vergleich mit Unternehmen passt halt nicht. Ein Unternehmen erwirtschaftet idealerweise Umsätze durch Produkte oder Dienstleistungen, schafft Wertschöpfung und kann Gewinne erzielen, die unabhängig davon sind, ob ständig neue Investoren einsteigen. Natürlich braucht auch ein Unternehmen Nachfrage und Liquidität – aber es finanziert seine „Altinvestoren“ nicht strukturell aus dem Geld neuer Investoren, sondern aus operativen Erträgen. Beim Rentensystem ist das aber der Fall.

    Bei Unternehmen gibt es für Investoren auch kein Auszahlungsversprechen, wie eben bei einem Schneeballsystem. Beim Rentensystem schon.

    Du wirfst wieder einiges durcheinander. Bei der Rente sind Einzahler und Bezieher die Kunden und keine Investoren. Genauso wie in einem Unternehmen mit den Einnahmen der einen Kunden die Leistung von anderen Kunden finanziert wird. Mit Investoren hat das nichts zu tun.

    Es ging um die Bezeichnung, dass Bitcoin ein Ponzi-System ist. Bitcoin braucht keine neuen Einzahler. Wenn heute keiner mehr in Bitcoin „einzahlt“, wie eben bei einem Schneeballsystem, ist das Netzwerk nicht kollabiert. Bei unserem Rentensystem schon, weil dort zwingend Menschen auf Auszahlungen angewiesen sind.

    Eben doch. Wenn heute keiner mehr einzahlt, dann kollabiert es. Es muss jemand etwas dafür geben wollen (das nicht Bitcoin ist).

    Ein Vergleich mit einem Umlagensystem bei dem sich die Jüngeren um die Älteren kümmern ist sinnbefreit, das passt hier überhaupt nicht rein.

    Es ist richtig, dass Zugewinne aus Kapital und Besitz etwas ist, für das man nichts bis wenig leistet. So bekommen beide für die keine bis wenig Leistung einen Anteil.

    Das ist bei den Zugewinnen aus Lohnarbeit ja auch nicht anders. Die Leistungen vorher, um entsprechende Ressourcen aufzubauen sind auch von nur einer Person selbst erbracht. Auch ein schwieriges teures Studium oder Ausbildung ist Humankapital, was man einbringt und von dem die andere Person während der Ehe profitiert, da die Zugewinne höher ausfallen.

    Und es ist ja auch nicht unabhängig. Wenn ich einen Partner habe, der arbeitet und selbst nur von Kapitaleinkünften lebe. Dann steht mir die Hälfte seines Lohnes zu und ich kann meine Zugewinne komplett für mich behalten. Mit dieser Absicherung kann ich viel höhere Risiken bei der Anlage eingehen, als ohne Ehe. Und ich muss das Kapital oder Erträge gar nicht anrühren, was ich ohne Ehe müsste.

    Bei der normalen gesetzlichen Reglung würden die Kapitalerträge als Zugewinne genauso wie der Lohn aus der Lohnarbeit in die eheliche Gemeinschaft fließe. Aus meiner Sicht gerechter.

    Diese Logik trifft übrigens auch auf alle anderen Assets oder Güter zu. Wenn es keine Nachfrage gibt, steigt der Preis nicht. Gibt es keine Käufer, sondern nur Verkäufer, sinkt der Preis auf null.

    Ja, natürlich. Und das System kollabiert, wenn der Markt kollabiert. Du hattest das Gegenteil behauptet.

    Das trifft auf Bitcoin aber, im Gegensatz zu unserem Rentensystem, nicht zu. Bitcoin braucht keine „neuen Einzahler“, um bestehende Besitzer auszuzahlen. Es gibt keine Auszahlungsverpflichtung, keinen Betreiber, der Renditen verspricht, und kein System, das kollabiert, wenn keiner mehr kauft. Der Preis entsteht am Markt – Angebot ist fix, Nachfrage schwankt.

    Das trifft auf Bitcoin aber, im Gegensatz zu unserem Rentensystem, nicht zu. Bitcoin braucht keine „neuen Einzahler“, um bestehende Besitzer auszuzahlen. Es gibt keine Auszahlungsverpflichtung, keinen Betreiber, der Renditen verspricht, und kein System, das kollabiert, wenn keiner mehr kauft. Der Preis entsteht am Markt – Angebot ist fix, Nachfrage schwankt.

    Wenn es keine neuen Einzahler gib, dann steigt der Wert nicht. Und wenn keiner mehr kauft dann kollabiert das System (nicht das technische!), denn wie Du schreibst der Preis entsteht am Markt und bei einem Markt bei dem es keine Käufer gibt, da geht der Preis gegen null.