Hallo Herr Dachs, als langjähriger Versicherungsmakler, der selbst viele Jahre bei der AO versichert war, kann ich aus meiner Erfahrung mit dem Unternehmen sprechen und natürlich auch aus Sicht eines Verkäufers, der gerade die PKV gern eher als langfristigen Vertrag (bis Lebensende) beim Kunden sieht.
Unbeachtet von der Frage GKV/PKV ist mir persönlich die richtige Wahl für meine Kunden früher viel einfacher gefallen. Die Kennzahlen - Kosten, RfB (Rückstellungen für Beitragsentlastungen, Eigenkapital, etc.. ) sind bei der AO um einiges besser als bei der BBKK.
Die Tarife der AO sind bei beiden Anbietern recht gut und ich denke mal bei der BBKK aktuell sogar etwas hochwertiger gestaltet. Die Neubeiträge bei der BBKK sind zzt. sehr günstig kalkuliert und ich sehe da eine niedrige Quote für die Rückstellungen für Sie und in der Kohorte.
Da ich in meiner Vergangenheit auch recht hohe Beitragsanpassungen bei der AO hatte, weis ich nicht was dort zukünftig passieren wird. Sie ist eben auch recht klein!
Die AO gehört zur Provinzial Gruppe und die möchten ja auch gern etwas vom Kuchen abhaben, auch wenn die AO zu einer AG mutiert ist, welches zur Kapitalbeschaffung sehr nützlich ist, find ich in der KV VVaGs nun mal sinniger für die Kunden.
Im ganzen würden Sie wahrscheinlich um einige Euro weniger Beitrag bei der BBKK starten. Sollten Sie angestellt sein, dann würde ich hier ggf. noch einen Beitragsentlastungstarif anbieten, da dieser ebenfalls zur hälfte vom AG übernommen wird. Diesen hat die AO wahrscheinlich immer noch nicht eingeführt.
Aber schauen Sie sich auch an, dass bei Kündigung des Entlastungstarifes das Geld dann auch weg ist, da es kein Sparvertrag ist. Vielleicht dann eine Alternative dazu?!
Ob Sie den laufenden Beitrag bei der AO einholen werden kann Ihnen deshalb leider nur eine Glaskugel beantworten.
Die BBKK ist dafür bekannt, dass sie auch mal mit Risikozuschlag eher einen Kunden annimmt als die AO, die dann doch eher mal einen Antrag ablehnt.
Es sind eben keine Sozialversicherer und damit Privatunternehmen!
Zur Info: die AO zahlt dem Vermittler ca. 1/4 weniger Abschlussprovision als die BBKK aber das finde ich, ist immer erst dann wichtig, wenn es wirklich um eine Rendite geht, denn die Leistungen bei Krankheit sind hier entscheidend und da zeichnet sich immer ein Versicherer/Tarif aus.
Unbeachtet meiner Erfahrungen mit de AO sehe ich dennoch oft, dass es ja fast immer um den Beitrag geht.
Lassen Sie sich doch die Leistungen einmal von einem Preisvergleichsprogramm gegenüber stellen und entscheiden ggf. danach, ob Sie auf bestimmte Leistungen sogar verzichten wollen/können. Aber nicht aus dem Bauch heraus, sondern mit ggf. echten Fakten aus dem Leben.
Gut ist, dass Sie die Entscheidungen selbst treffen wollen und sich nicht von Verkäufern reinreden lassen!
Sicherlich werde ich auch nach meiner Meinung von unentschlossenen Kunden gefragt aber das hat den Grund, dass ich in meiner Beratung relativ neutral bin und die Leistungen, den Beitrag und die Bilanzkennzahlen sprechen lasse und am Ende sagt der Kunde mir, was ihm am wichtigsten ist. Dann liegt die Entscheidung meist recht nah.
Zum Schluss noch eins: Die AO hat für einen Tarifwechsel im Alter so gut wie keine Alternativen als nur mit der Leistung nach unten zu gehen = höhere SB oder Einbettzimmer oder Chefarzt weg....
Bei der BBKK weis ich leider nicht, wieviel Tarifreihen die mal aufgelegt hatten aber Sie sind noch jung und es passiert noch einiges in der Zeit!!
In diesem Sinne
Schöne Grüße