Beiträge von Sagi


    Die 1000/1000-Euro-Aufteilung in risikoarm und risikoreich sagt tatsächlich auch die KI (🙂). Mir kam das bisher allerdings nur etwas viel risikoarmer Teil vor, weil bei Finanztip (auch auch woanders) durchaus Aktienquoten von 70-80% empfohlen werden. Müssen aber wohl einsehen, dass die 30er eine besondere Phase sind, in der eben für gewöhnlich „von heute auf morgen“ mehr größere Ausgaben anstehen.

    Mit 30 Jahren ist eine Aktienquote 80% etwa mittels globaler ETFs okay.

    Der Staat nimmt die Schulden ja nicht ganz uneigennützig auf. Wenn damit Investitionen angeschoben werden, die sonst liegen bleiben, bekommen die ausführenden Firmen zusätzliche Aufträge, machen Gewinne und zahlen darauf Steuern. Für deren Angestellte und Arbeiter wird Lohnsteuer gezahlt, und wenn diese sich dann von dem Geld was kaufen, fällt Mehrwertsteuer an. Insofern soll diese Verschuldung die Wirtschaft ankurbeln und damit die regulären ….

    Richtig. Nur alles hat seine Grenzen zumal erst vor kurzen die EZB die Zinsen erhöht hat. In den Jahren 2010 bis 2019 hätte man sehr günstig ein Defizit akzeptieren können, um mit einer weitsichtiger Politik Infrastrukturprojekte zu fördern und die Rentenkasse mittels Kapital generationengerecht zu machen.

    Philipp II. hatte kein Papiergeld, sondern Silber. Pleite ging er trotzdem, ich glaube sogar ein paar Mal. Warum die Söldner kein Papier wollten? Weil sie dem Schuldner nicht trauten, nicht dem Papier.

    Die 40.000 Toten erscheinen mir ebenso recht großzügig.

    Die Frage war rhetorisch gemeint und sollte das Grundproblem jeder Währung verdeutlichen, letztlich das Vertrauen in die abgebildeten Werte. Die Zahl der Toten war tatsächlich geringer, das Ereignis bliebt dennoch sehr lange in Erinnerung. Es war allerdings absehbar, dass Söldner ohne Sold marodieren würden. Das Silber aus Südamerika ging dennoch nach Genua um hier einen Rest Kreditwürdigkeit vorübergehend zu erhalten. Die Geschichte zeigt m. E. zu welchen Disruptionen dauerhafte politische Fehleinschätzungen (hier die Hybis mehrere Kriege gleichzeitig gewinnen zu wollen) letztlich führen kann. Manchmal denke ich an die heutigen Vereinigten Staaten.

    Aber damit verschiebt sich die Frage doch nur:

    Was passiert, wenn die Zinslast immer weiter steigt und irgendwann einen erheblichen Teil der Staatseinnahmen bindet?

    Irgendwann nimmt die Inflation so zu, dass sie nicht mehr sinnvoll durch Notenbankintervention in den Griff zu bekommen ist. Letztlich entwertet das die Leitwährungen. Nach etwa 300 Jahren relativiert sich die Fiatwährung. Den genauen Zeitablauf kenne ich nicht.
    Gehen wir mal zurück in das Jahr 1576. Antwerpen wurde geplündert (Furie, 40000 Tote) weil das Silber für die Bezahlung der Söldner in Flandern nicht ankam. Phillip II entschied, das Kaufleute aus Genua zunächst zu bezahlen waren.

    Papier haben die Söldner nicht angenommen. Warum?

    Ach, dann habe ich Sagi falsch verstanden. Ich dachte, es sei gemeint, dass das AVD die Kunden binden und von anderen Produkten überzeugen soll. Dass da konkrete Pakete geschnürt werden, sehe ich (noch) nicht.

    Ja. Ich nehme an, dass Versicherungen das AV Depot mit klassischen Versicherungen kombinieren werden. Etwa LV, BU, Unfall ggf. PHV usw.

    Eine Art Allfinanzkonzept.

    Gehe nicht davon aus, dass Depotwerte abgesichert werden sollen.


    Genaues weiß ich nicht.

    Ich finde es bemerkenswert, dass sich aktuell vornehmlich die sog. Neobroker nach vorne trauen, während andere Banken oder Versicherer sich weiter nur auf Wartelisten beschränken und zur genaueren Produktausgestaltung überhaupt noch nix durchscheinen lassen.

    Gehe davon aus, das die Versicherer das was sie bei durch festgelegte Gebühren verlieren durch Zusatzprodukte wie LV, BU ggf. auch Unfall etc. „reinholen“. Die rechnen gerade noch!

    Hallo zusammen,

    mich würde interessieren, welche Honorare bei einer Beratung zur privaten Rentenversicherung aktuell üblich sind.

    Mit welchen Stundensätzen muss man bei einem Honorarberater ungefähr rechnen? Und wie viele Stunden werden für eine ausführliche Beratung inklusive Analyse, Tarifvergleich und gegebenenfalls Unterstützung beim Abschluss erfahrungsgemäß benötigt?

    Mich würden sowohl typische Stundensätze als auch konkrete Erfahrungen mit Gesamtkosten interessieren.

    Danke schon mal für eure Erfahrungen und Einschätzungen.

    Wenn man weiß was man möchte 300 €. Der günstige Vertrag, eigentlich nur als Basisrente sinnvoll (wegen steuerlicher Erwägungen), ist dann im Verlauf, so die Theorie, deutlich kostengünstiger.
    Derzeit gilt bei aktuellen Rürupverträgen die Alte Leipziger als gut. Auch Raisin und Europa sind interessant.

    Sollten die USA wirklich mal nicht mehr die Anleihen bedienen können, dann haben wir ganz andere Probleme, auch im Aktienanteil. Ich sehe es gelassen. Im Anleihenanteil bekommt man jetzt wieder ganz ordentliche Erträge.

    Die Forderungen alter Anleihen werden durch neue Anleihen bedient. Das Phänomen ist dem Fiatgeld inhärent. Solange es Fiatgeld gibt wird es das geben. Eine Prognose wage ich nicht.

    So formuliert solltest du dir erst recht viele Gedanken machen. Es gibt nicht "das ETF". Es gibt breit gestreute, für die das mit der Balance eher stimmt. Es gibt aber auch Themen-ETF mit wenigen Firmen einer Branche (oder Land oder oder), für das naturgemäß überhaupt nicht gilt.

    Sehe ich nicht so. Mit einem globalen ETF von einem großen Anbieter hat man natürlich mehr US Titel und hier mehr KI Titel und somit einen kleinen Klumpen. Wer weiß das gerade in den USA und dann nur bei KI bald ein Rücksetzer kommt? Wenn alle darüber reden vielleicht nicht so schnell. Eine langsame Branchenrotation ist auch möglich. Mit dem globalen ETF wäre man erstmal gut aufgestellt, auch wenn es zu einer Korrektur käme. Wer in Themen ETFs geht, warum dann nicht in Einzelwerten? hat auch Risiken. Zumindest das Risiko nicht dabei zu sein, wenn den etwa mit den KI Werten doch noch etwas höher geht.

    Hallo, ich würde es gut finden, wenn man zum aktuellen gehipten Thema KI mal Tipps und Informationen geben würde. Hintergrund: ein grosser Teil meines Depots basiert auf ETFs aus dieser Branche da diese zuletzt gut performten und man hört gerade immer öfter davon, dass ……

    Würde mir nicht so viel Gedanken machen, denn das ETF rebalanziert sich auch. Einer Korrektur könnte man nicht umgehen.