Danke für die verständliche Antwort. Dann warte ich ab, was mir bei einem Verkauf bescheinigt wird.
Beiträge von Leo1957
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Hallo,
ich habe seit dem 01.01.2009 (Einführung Abgeltungssteuer) den Templeton Growth Fund, US8801991048; Altanteile, die ich vor dem 01.01.2009 hatte, habe ich damals verkauft Dabei handelt es sich um einen ausschüttenden Fonds, wobei ich die Wiederanlage der Ausschüttungen beauftragt habe.
Da Templeton bei den Investitionen nur meine Sparraten aufsummiert hat und nicht die Wiederanlagen, habe ich folgendes an Templeton, bzw. an „FIS Investor Services Germany GmbH - beauftragte Transferstelle“ (Franklin Templeton hat FIS zur beauftragten Transferstelle von und für Franklin Templeton Fonds ernannt.) geschrieben:
»Bei meinem Fonds handelt es sich um einen ausschüttenden Fonds. Daher habe ich die mir zugeflossenen Erträge jährlich aufgrund ihrer Steuermitteilung komplett versteuert. Da ich diese Beträge wieder voll reinvestiert (keine Thesaurierung!) habe, ist diese Reinvestition steuerlich natürlich auch als Einzahlung zu behandeln, da ich mit diesem Betrag neue Anteile gekauft habe. Bei einem Verkauf würde es sonst zu einer “Doppelbesteuerung” der Reinvestitionen kommen. Entweder werden Erträge bei deren Zufluss versteuert oder bei einem Verkauf.
Ich bitte daher um Korrektur des investierten Betrages.«
Von FIS kam folgende Rückmeldung:
»Ihre Hinweise zur steuerlichen Behandlung der Ausschüttungen sowie zur Besteuerung im Zusammenhang mit dem Verkauf nehmen wir zur Kenntnis. Die von Ihnen angesprochene steuerliche Bewertung und eine mögliche Korrektur der zugrunde liegenden Werte können jedoch nicht durch uns als beauftragte Transferstelle vorgenommen werden, sondern obliegen der steuerlichen Beurteilung durch Ihr Finanzamt bzw. Ihren steuerlichen Berater. Eine weitere Anpassung des ausgewiesenen „Investierten Betrags“ ist daher unsererseits nicht möglich.«
Ich habe jetzt die Befürchtung, dass mir bei einem Verkauf ein zu hoher Wertzuwachs bescheinigt wird, da die Reinvestitionen nicht als Einzahlungen berücksichtigt werden.
Es geht um ca. 20.000 € an Reinvestitionen bei einem Fondsvolumen von ca. 52.000 € und eigenen Sparraten von ca. 16.000 €, wobei ich schon 23.500 € ausländische Kapitalerträge versteuert habe.
Hier stimmt meiner Meinung nach hinten und vorne nichts. Gibt es ähnliche Erfahrungen? Wie seid ihr vorgegangen?
Wie erreiche ich eine Korrektur meines Investitionsbetrages oder wie kann ich gegenüber dem Finanzamt meinen tatsächlichen Wertzuwachs beweisen? Ich habe allerdings Unterlagen (Steuerbescheinigungen und Steuerbescheide), die älter als 10 Jahre sind bereits vernichtet. Anwalt oder Steuerberater schmälert natürlich meinen Gewinn, deshalb möchte ich möglichst drauf verzichten.