Deine Idee, dein Depot selber zu strukturieren statt den teuren Robo zu nutzen, finde ich gut. Denn eigentlich ist die Geldanlage einfach, man sollte nur am Anfang einmal eine gute Struktur festlegen und sich dann daran halten.
Deine beiden Strukturideen sind nicht gleich. Ein Geldmarktfonds gehört zum risikoarmen Teil, sein Wert schwankt nicht, vergleichbar mit einem Tagesgeld. Der Anleiheteil im Vanguard Lifestrategy dagegen besteht auch aus langlaufenden Staats- und Unternehmensanheihen. Diese können im Wert schwanken, also auch zwischenzeitlich an Wert verlieren, sind daher eher dem risikoreichen Teil des Portfolios zuzurechnen. Die Idee dahinter ist, dass Anleihen und Aktien oftmals gegenläufig schwanken, muss aber nicht immer der Fall sein.
Beide Konzepte sind üblich, du solltest dich nur für eine Variante entscheiden. Finanztip empfiehlt das risikoreich/risikoarm-Modell, in den USA ist wohl eher die Lifestrategy-Variante gebräuchlich.
Vor der eventuell kompletten Auflösung des Quirion-Depots würde ich erstmal eine Liste erstellen mit allen Depotpositionen inkl. aktuellem Wert und (unrealisiertem) Gewinn. Dann herausfinden, ob sich die einzelnen Positionen in ein normales Depot übertragen lassen.
Vielleicht musst du nicht alles verkaufen und alle Gewinne realisieren. Kleine Positionen und Nischen-ETF würde ich(!!!) verkaufen, schon allein damit das Depot halbwegs übersichtlich wird. Bei größeren Positionen würde ich überlegen, ob sie ins Konzept passen.
Ein MSCI World dürfte bei mir wahrscheinlich bleiben, obwohl ich für Neuanlagen die 1-ETF-Lösung inkl. EM bevorzugen würde (MSCI ACWI, MSCI ACWI IMI oder FTSE). Mehrere unterschiedliche MSCI World würden mich dann aber nerven.
Bei den Anleihen stellt sich wie oben erklärt die Frage, ob sie zum risikoarmen oder risikoreichen Bereich zählen. Und damit, ob sie in dein Konzept passen.