Angesichts der Tatsache, dass die Neobroker schon auf das Thema einsteigen, bin ich zuversichtlich, dass es Angebote zu erträglichen Kosten geben wird
Beiträge von T-3485
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Hat jemand von Euch verstanden, wie die Entnahme erfolgen soll, wenn man sich nicht für die Verrentung entscheidet und wie diese Entnahmen dann versteuert werden sollen?
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Ob eine Hausratversicherung Sinn macht, kommt in meinen Augen auf die Lebenssituation an. Bei einem Single- bzw. Studentenhaushalt macht eine solche Versicherung üblicherweise keinen Sinn. Bei einer Familie mit Kindern kann das komplett anders aussehen. Wir hatten 2021 den Keller voller Wasser und 8 cm Wasser im Erdgeschoss. Da geht der Schaden ziemlich schnell in die vollen. In der Nachbarschaft wohnt eine Familie in einer Souterrainwohnung, die haben sprichwörtlich den kompletten Hausstand verloren. Vor Jahren ist bei Freunden die Waschmaschine in Brand geraten. Das ganze Haus ist deutlich mit Wualm und Ruß beaufschlagt worden. Da war auch mehr oder weniger alles im Eimer.
Ja, solche Fälle sind selten, aber genau für solche seltenen Fälle mit großem Schadensvolumen sind Versicherungen da.
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Als ich mit selbstorganisierter Geldanlage begonnen habe, stand für mich zunächst nicht im Fokus, auf diesem Weg fürs Alter vorzusorgen. Durch glückliche Umstände in meinem beruflichen Umfeld bin ich seinerzeit in den Genuss einer größeren Einmalzahlung gekommen, die direkt in mein Depot geflossen ist.
Der risikobehaftete Teil meiner Altersvorsorge ist dann daraus entstanden, dass mein Arbeitgeber aus seinem Beitrag für die bAV ein sogenanntes Benefit Budget zu machen, über das ich frie verfügen kann. Ich habe mich entschieden, mir diesen Betrag auszahlen zu lassen und in ETF und anteilig in einen Gold-ETC zu stecken. Etwa zur gleichen Zeit habe ich meine Riester-Rente aufgelöst und das Guthaben und den monatlichen Beitrag in der gleichen Verteilung in einen ETF und den Gold-ETC zu stecken.
Dieses Depot zur Altersvorsorge ist für mich "unantastbar". Allenfalls in einer extremen Notsituation würde ich vor Renteneintritt Geld entnehmen. Zudem bediene ich die Sparpläne hier wirklich jeden Monat.
In dem anderen Depot bin ich entspannter. Da setze ich auch mal einen Monat die Sparpläne aus, wenn eine größere Ausgabe ansteht. Hier würde ich auch Geld entnehmen, um statt eines schönen Urlaubs einen besonders schönen zu machen, um das Studium der Kinder mitzufinanzieren etc. Mir war es wichtig, diesen Teil meines Vermögens nicht mit dem Teil für die Altersvorsorge "zusammenzukippen", sondern es sauber zu trennen. Man hätte das natürlich auch über verschiedene ETF in einem Depot machen können, aber so empfinde ich die Trennung als noch klarer.
Und ja, die Asset Allokation ist in den beiden Depots unterschiedlich. Bei der Altersvorsorge ist es zu 90% ein Welt-ETF und zu 10% ein Gold -ETC. Hier betreibe ich Rebalancing und das ist es.
In dem anderen Depot ist die Zusammensetzung ein klein wenig bunter und hier habe ich auch ein paar Spielpositionen.
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Wir denken uns alle absurden Quatsch aus. Du hast Recht. Passt. Ende der Diskussion.

Hybris.
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Ich schätze den Umgangston hier im Forum ... aber nicht immer
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Ja, und ich habe versucht, Dir klar zu machen, dass es keinen Sinn ergibt, das zu trennen, weil es nicht trennbar ist.
Wenn ich die Ziele "allgemeiner Vermögensaufbau" und "Altersvorsorge" verfolge, wirkt sich jede Entscheidung in dem einen Bereich zwangsläufig auch auf den jeweils anderen Bereich aus.
Du bist mir aber nicht böse, wenn ich mit meinen Finanzen so verfahre, wie ich es als für mich richtig ansehe, oder?
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Und wozu benötigt man zwei Depots, wenn man doch nur etwas mentale Kunstgymnastik betreiben will?
Ich habe zwei Depots, weil es mir hilft, zwischen diesen beiden Vermögensanteilen zu trennen. Andere brauchen das vermutlich nicht, jeder wie er meint, ich halt so

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Ehrlich gesagt: noch nicht. Mein Gedanke ist, mich daran zu orientieren, dass z.B. der FTSE All World mehr als x% unter seinem Höchststand steht und binnen y Tagen wenigstens z% seines Ausgangskurses verloren hat. Ich würde mir da gerne ein Regelwerk bauen, indem ich bestimme, wie groß vor alllem x und z sein sollen, dafür muss ich abwr erst noch vergangene Crashs "vermessen".
Vorschläge dazu sind herzlich willkommen.
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Ich führe zwei Depots - eins zum allgemeinen Vermögensaufbau und eins zur Altersvorsorge. In beiden laufen Sparpläne. In dem Altersvorsorgedepot gehen 10% der Sparplansumme in einen Gold-ETC, den ich nach 12 Monaten steuerfrei verkaufen kann.
Mein Kalkül:
- Wenn der Aktienmarkt crasht, bleibt Gold stabil oder fällt zumindest deutlich weniger stark als die Aktienmärkte.
- Ich verkaufe dann alle Gold-ETC-Anteile, die steuerfrei liquidierbar sind.
- Dieser Erlös geht dann in zusätzliche Anteile meines All-World ETF.
- Mit fortschreitender Erholung der Aktienmärkte wird dann temporär ein größerer Anteil der monatlichen Sparsumme für die Altersvorsorge in Gold-ETC gelenkt, um dort "aufzufüllen".
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Ich verstehe nicht, was Du meinst. Eine selbstbewohnte Immobilie mag ein Beitrag zur Absicherung gegen das Risiko Berufsunfähigkeit sein, weil man keine Miete zahlt, aber damit ist das Risiko ja längst nicht abgefedert. Du hast ja auch noch Wohnnebenkosten und alle anderen Lebenshaltungskosten und da wird es im Fall einer Berufsunfähigkeit schnell eng. Die Rentenprodukte helfen Dir in der Zeit zwischen dem Eintritt der Berufsunfähigkeit und dem Renteneintritt (bzw. dem in dem Rentenprodukt vereinbarten Auszahlungsbeginn/-zeitpunkt) gar nicht. Danach helfen sie Dir nur bedingt, weil Du ab Eintritt einer Berufsunfähigkeit vermutlich gar nicht mehr oder nur noch stark reduziert in die Rentenkasse einzahlst und sich somit Dein gesetzlicher Rentenanspruch reduziert.
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Was war denn das für ein ETF? Da macht man ja normalerweise einen Depotübertrag.
Das war damals irgend ein gängiger MSCI World. Ja, habe ich seinerzeit auch über einen Depotübertrag gelöst. Mit einem kostenlosen ETF-Sparplan zu werben, dann aber Geld für den Verkauf haben zu wollen, fand ich frech. Wenn ich Verkäufe über jemand anderen abwickeln will, kann ich dort auch gleich den Sparplan laufen lasse. Typisch Postbank halt.
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Schau mal bitte, ob die Postbank nicht auch Gebühren für den Verkauf nimmt. Meine ersten Gehversuche mit ETF habe ich auch mit der Postbank gemacht (wobei mir doet die Auswahl an ETF viel zu klein war). Als ich dann hu einem Neobroker gewechselt bin, habe ich mich sehr über die Verkaufsgebühren geärgert, die zumindest seinerzeit noch erhoben wurden.
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Teil der "Wahrheit" wird dann auch sein, dass es kein einziges Schließfach gegeben hat, in dem nur Opas Testament und die Heirats- und Geburtsurkunden der Familie gesteckt haben, sondern dass in jedem Schließfach mal mindestens Wertgegenstände im Wert der Versicherungssumme waren ... für den einen oder anderen ein extrem gutes Geschäft ... ich weiß, wovon ich rede.
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Die üblichen Empfehlungen hier im Forum bewegen sich zwischen drei und fünf Jahren.
Dabei müssen diese Mittel natürlich nicht als Cash gehalten werden. Stattdessen können Sie in festverzinslichen Wertpapieren bzw. Geldmarkt-ETF stecken, um zumindest ein wenig Rendite zu liefern.
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Ich denke gerade an den Haufen an Unterlagen und sonstigen Dingen, die die Einbrecher aus den Schließfächern geholt und weil nicht objektiv wertvoll bzw. problemarm konvertierbar in dem Keller irgendwo hingeschmissen haben. Das wird ein buntes Durcheinander sein. Das auseinanderzulesen, wem da was gehört und was da so dabei ist, dürfte hochgradig spannend werden.
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Ich noch mal: Es ist in der Tat kein Fehler bei Trade Republic. Ich bin bei den Anteilen, die ich verkauft habe und damit bei dem Gewinn, der in ihnen steckt, durcheinander geraten. Hinzu kam die Vorabpauschale, die ich nicht auf dem Schirm hatte.
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Ein Bekannter (=!Freund!) bewirbt in seinem WA-Status eine Anleihe mit 10% Zinsen bei vierteljährlicher Zinszahlungen mit einer Laufzeit bis Ende 20230.
Ich denke, HIER ist allen klar, was davon zu halten ist. Der Vogel ist als Versicherungsvertreter tätig und ich befürchte dass er Leute aus seinem Freundes- und Bekanntenkreis (der sich mit meinem überlappt) in diese Sache hineinzieht. Auf eine erste vorsichtige Ansprache meinerseits reagierte er deutlich ablehnend (total sicher, Bedenkenträgertum, deutsches Unternehmen, Impact Investing, Zinszahlungen sind ja garantiert ... ja, ich weiß ... valide Argumente ...)
Ich bin mir nicht sicher, ob er rafft, was er da für einen Mist unters Volk bringen will, aber ich bin entsetzt. Wie kann man entweder so skrupelllos oder so leichtgläubig sein?
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Die Antwort ist ziemlich offensichtlich und daher von den beiden Vorpostern bereits richtig gegeben worden.
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Ja, FIFO habe ich berücksichtigt. Ich pflege eine Excel-Mappe mit allen Käufen und Verkäufen, so dass ich nachvollziehen kann, welche Anteile ich da gerade verkaufe und wie viel Gewinn in ihnen steckt.