Beiträge von Waldlicht

    ich habe ehrlicherweis nicht den Eindruck, dass Sozialhilfeempfänger allgemein beneidet würden, ob ihrer komfortablen Lebenssituation. Diese Einladung scheint also wenig attraktiv zu sein.

    Menschen ohne Vermögen sind ja nicht unbedingt Sozialhilfeempfänger. Das Schonvermögen liegt bei ca. 10.000€. Wer alles darüber immer oder bis zur Pflegebedürftigkeit ausgibt, ist ja auch raus aus der Zuzahlung. Dabei ist aber irrelevant ob die Person nichts hatte oder lieber alles ausgegeben hat oder ob die Person mindestens 10 Jahre zuvor alles verschenkt hat.

    Das lädt geradezu dazu ein, das Geld vorher entweder großzügig zu verleben, 10 Jahre vor dem möglichen Pflegefall zu verschieben oder erst gar nichts beseitezulegen.

    Ja und genau hier wird ja indirekt wieder, insbesondere, der belohnt, der nie Vermögen in irgendeiner Form aufbaut. Also wird der Anreiz genommen es zu tun. Wer nie Vermögen aufbaut, kann sich in guten Zeiten ein sehr schönes Leben ermöglichen und landet danach sofort in der sozialen Hängematte.

    Es gibt ja keine Kontrolle darüber ob diese Person diese soziale Hilfe definitiv benötigt, da die Person zB keine Möglichkeit hatte je Rücklagen zu bilden, oder ob die Person diese nie bilden wollte.

    Hier müssten größere Anreize da sein, sich ein Vermögen aufbauen zu wollen.

    Ich stimme Sovereign zu, dass eine übermäßige Last auf Spitzenverdienenden und besonders Vermögenden ein Weg ist diese Menschen leider langfristig zu "vertreiben". Zumal die "reichen" Menschen bereits jetzt Ihre Pflege selbst zahlen können und müssen und damit zu diesem Problem nicht beitragen.

    Eine prozentuale Abgabe auf Einkommen belastet Besser- und Spitzenverdienende ja in jedem Fall mehr als geringere Einkommen. Zudem muss es ja einen Mindersatz geben, bis zu dem eigentlich nichts abgeführt werden kann, da der Netto-Verdienst zu gering bliebe. Danach müsste es dann einen schrittweisen Anstieg geben.

    Ich fände es einen zwar nicht schönen, aber definitiv sinnigen Ansatz diese Abgabe auch auf Kapitalerträge und andere Erträge auszuweiten. Hiermit würde man sowohl Vermögendere teilweise mit einbeziehen, als eben auch die Breite erweitern.

    Es wäre zudem auch wichtig alle mit einzubeziehen, die jetzt Leistungen zB aus Steuergeldern für Pflege beziehen können, ZB Selbstständige.


    Gleichzeitig stimme ich zu dass das System einfach bleiben muss und auch einkalkuliert, dass Pflegekosten zukünftig weiter steigen werden.

    Auf Grund der Geburtenrate wäre ich zudem gegen ein Umlageverfahren wie derzeit in der Rente. Sonst wird die jetzige arbeitende Bevölkerung noch weiter belastet um später evtl. wegen zu weniger Beitragszahler immer weniger zu profitieren.

    Nur weil das Problem zu lange ignoriert wurde, dürfen jetzt nicht 1-2 Generationen bei Rente und Pflege einfach Pech haben.

    Es geht nicht um den konkretren Plan für das Nachbargrundstück sondern um die zulässige Bebauung (Höhe/Abstand usw) in der Straße/dem Stadtviertel. Bei uns gibt es dazu für jedes Stadtviertel einen Bebauungsplan von der Stadt.

    So etwas gibt es bei uns zB für ältere Straßenabschnitte nicht. Da ist öffentlich nichts einsehbar. Ich weiß aber das es ältere Richtlinien aus den 70ern gibt, die ohne neuen Bebauungsplan weiterhin Grundlage für Entscheidungen sind.

    Ich würde mich hier mal an die Gemeinde wenden und einfach nachfragen.

    Vielen Dank für Eure Antworten bisher. "Liegt nicht so herum" meint, dass ich sie eben nicht einfach so in dieses Projekt stecken möchte, ohne eine Risikoanalyse positiv abgeschlossen zu haben. Es würde halt weh tun. Nicht, weil da nichts wäre, sondern weil dieser Zweck (Anschaffung PV etc.) für den Notgroschen meiner Ansicht nach bisher nicht qualifiziert ist.

    Bei Euch beiden liegt der Notgroschen offenbar einfach so herum und ihr würdet ihn jederzeit für ein noch so absurdes Projekt angreifen. Das lese ich aus den entsprechenden Antworten. Sorry. Bei mir ist das anders. Ich muss zu einem positiven Urteil dazu kommen und dazu dient dieser Thread. Die Entscheidung treffe ich nachher selbst. Das muss niemand für mich übernehmen.

    Also ich halte es so mit der Immobilie, dass jeden Monat in eine Instandhaltungs- und Modernisierungsrücklage investiert wird. Eben damit die Immobilie, gesondert vom restlichen Vermögen, läuft und damit damit dann notwendige Reparaturen, Sanierungen und auch Investitionen gemeistert werden können. Also ein Notgroschen des Hauses quasi.

    Hast du den Rücklagen für deine Immobilie?

    Also ich würde nichts mit Anteilen versuchen, die nicht im Grundbuch verankert sind.

    Eigentlich müsste sich das Grundbuch ändern lassen. Der Grundbucheintrag ist ja unabhängig vom Kredit. Beim Kredit hängt ihr, sehr wahrscheinlich, sowieso beide Gesamtschuldnerisch drinnen.

    Den Kredit könntet ihr nach 10 Jahren kündigen ohne Vorfälligkeitsentschädigung. Vorher nur mit. Da wäre die Frage wie hoch die ist und wie teuer ihr verkaufen könnt im verglich zu den Kosten die ihr habt und hattet.

    Rechtlich wäre es am besten jeder zahlt 50% des Kredits, du zahlst deiner Ex auf ihre 50% eine Miete.

    Praktisch könntet ihr die Miete niedrig ansetzen, dafür das du dann die laufenden Nebenkosten trägst. Sonst müsstet ihr das auch auseinandernehmen und schauen was umlagefähig ist.

    Dazu einen Mietvertrag zwischen euch, als Sicherheit für dich.

    Ich würde mir in der Kombi einen guten Notgroschen ansparen, wenn es doch zu einem Streit, Umzug und Verkauf kommt.

    Oder ihr Verkauft jetzt und trennt es ordentlich.

    Hängt auch sehr was für Typen ihr seit vom Umgang und dem Sicherheitsbedürfnis her.

    Also mit den Kosten bei der Verteilung käme ich (in Bayern) nicht hin.

    * Lebensmittel und Drogerie für rund 800€ ist möglich, aber nicht sehr üppig. Wenn das eure momentanen Kosten sind, dann rechnet damit dass das 1 Jährige bald mehr isst und auch das 3 Jährige mehr essen wird. Das ist ein stetig steigender Posten bis in die Pubertät.

    *Bekleidung und Schuhe: Ich komme hier mit 75€ jeweils für die Kinder hin, also Schuhe und Kleidung. Meine Kinder sind aber aus der selben Jahreszeit und wachsen recht gleichmäßig. Die meisten Sachen können weitergegeben werden. Mit dauerhaften Flecken leben wir, Löcher stopfe ich. Schuhe gibt es normal nur ein Paar pro Saison, dazu ein Paar Turnschläppchen momentan. Meist kann das jüngere Kind zudem die Schuhe vom Älteren auftragen.

    Wir Eltern kaufen sehr wenig neue Dinge. Ich selbst kaufe nur nach Bedarf, gehe pfleglich mit meinen Dingen um und lasse mir auch mal was schenken. ZB hackt der Reißverschluss meiner Winterjacke beim schließen. Ich plane deswegen nicht sie auszutauschen usw.

    Das Budget ist da aber so schon sehr niedrig gewählt.

    *Freizeit, Kultur & Gastronomie: 545,00 € Ist die Frage was für euch alles darunter fällt und was ihr so plant. Ich plane hier mit deutlich weniger. Wir fahren aber genauso zum kostenlosen See, wie ich mit den Kids mal ins lokale Schwimmbad gehe (zeitlich und finanziell meist alleine).

    Sportverein ist bei Standard Sportarten oft günstig, Musikschule dagegen oft schon deutlich teurer. Dazu die Frage was ihr ohne Auto erledigen könnt und wozu ihr wieder ein Fahrzeug benötigt? Weil das sind dann ja weitere Benzinkosten und Verschleiß. Gerade in ländlichen Gegenden.

    Wie oft geht ihr Essen? Was ist mit Urlaub? Habt ihr nur Kosten als Familie oder auch für euch als Erwachsene?

    Ich plane hier nicht mal ein Drittel der Kosten für uns, aber das ist sehr knapp und ist bei mir eine Frage der Prioritäten.

    *Kinder & Bildung: 81,00 € Hier frage ich mich was darunter fällt? Ist bei euch Krippe, Kindergarten, Mittagsbetreuung und Ferienbetreuung umsonst? Ich habe gerade für eine Woche Ferienbetreuung zwei Kinder 400€ gezahlt. Kita und Hort kosten mich mit Essensgeld zukünftig über 500€ im Monat. Bildung ist da noch nicht vorgesehen. Hier sind die regionalen Unterschiede jedoch enorm.

    *Mobilität / Auto / Verkehr: 750,00 €

    Das finde ich für zwei Autos mit Versicherung, Steuer, Reparatur, neuen Reifen/Ölwechsel/Inspektion/Bremsen, Benzin und Rücklage für ein neues Auto und evtl auch mal 1-2 x Waschen im Jahr sehr wenig. Dazu kommen noch 2-4 Kindersitze alle paar Jahre.

    Mobilität wären dann noch Fahrräder, hier auch neue (gebrauchte) Räder für die Kinder, evtl ein Roller (zb bei uns für den Schulweg 1-3te Klasse)sowie eventuell Bustickets o.ä. für den lokalen Verkehr.

    Bei den Rädern auch mal Verschleißteile ersetzen, Radlampen für den Winter, Reflektoren, Helme, Schlösser und Kleinkram der sich immer mal wieder zusammenläppert.

    *Telekommunikation & Post: 192,00 €

    Hier frage ich mich ja etwas was darunter fällt. Bei uns wäre es Handyvertrag 2x10€, 1x Internet & Telefon 20€ und Post keine 5€. Dazu Rücklagen für die dazugehörigen Geräte vielleicht 50€?

    *Gesundheit: 102,00 €

    Wichtiger Punkt. Wenn ihr keine regelmäßigen Kosten habt sollte das gut ausreichen. Mit geplanten Kosten könnte es eng werden, je nach Höhe der Kosten.

    *Inneneinrichtung & Haushalt: 208,00 €

    Was beeinhaltet das alles? Klingt für mich jetzt eher sparsam kalkuliert. Benötigt ihr mit dem Haus neue Möbel? Muss für Kinderzimmer in den nächsten Jahren was angeschafft werden? Wie alt sind eure Haushalts-Elektrogeräte? Kühlschrank, Waschmaschine, Fernseher und Co?

    Sollte es keine geplanten Ausgaben geben ist die Rücklage gut, sonst fände ich es deutlich zu wenig.

    *Haus-Nebenkosten & Energie: 370,00 €

    Wie summieren sich den Grundsteuer, Müll und Wasser-/Abwasser bei euch? Muss der Schornsteinfeger kommen? Versicherung fürs Haus, GEZ, Strom? Kosten wenn mal ein Baum gefällt werden muss, sonstige Gartenarbeiten bzw Zubehör dazu? Sind bei euch Kosten der Gemeinde zB für den Straßenbau umlagefähig? Für mich klingt das so schon sehr wenig.

    *Rücklagen (Haus & Garten): 150,00 €

    Ich würde hier nur fürs Haus mindestens 2€/qm oder 1% Immobilienwert pro Jahr rechnen (also das teurere). Dazu eine Rücklage für Garten und Stellplatz/Garage und evtl Nebenflächen wie Keller. Ihr wärt somit nicht mal bei 75qm nach meiner Rechnung.

    Bei Neubau würde ich, sobald ihr eine Rücklage habt, einen Teil investieren. Viele Sanierungen wie zB das Dach haben ja einen langen Zeithorizont.

    * Sonstiges / Puffer / Andere: 250,00 €

    Das klingt soweit sinnvoll für mich in dieser Aufstellung :)

    Das Konzept funktioniert aus meiner Sicht besonders gut, wenn man die Kategorien nicht zu detailliert macht. Mit zehn bis fünfzehn Budgettöpfen komme ich deutlich besser zurecht als mit dreißig kleinen Unterkategorien, die am Ende nur unnötig Arbeit machen.

    Ich mache beides. Ich habe einige, wenige Überkategorien. Darin viele Unterkategorien. Da diese Standartmäßig monatlich mit dem selben Betrag bespart werden, macht das mir persönlich wenig Arbeit.


    Ich mag das System, da ich in Töpfe spare und mich so auch "sicher" fühle daraus etwas entnehmen zu können, ohne mich zu fragen welche anderen Themen diesen Monat noch kommen werden.

    Manchmal habe ich aber auch das Gefühl, dass es schon recht kontrollierend ist.

    Ich finde es super um Kosten gering zu halten, aber sich alles alles nötige und viel gewünschtes leisten zu können. Gleichzeitig kann es einen auch unsicher machen und manchem die Leichtigkeit nehmen.

    Langfristig hat es für mich aber finanziell nur Vorteile.

    Ich denke der wesentliche Punkt ist, sich mit privater Altersvorsorge, dem AV-Depot und dem Finanzmarkt überhaupt zu beschäftigen. Die 10€/Monat sind ein positiver Anreiz.

    Ich meine ehrlich die 25.000€ zum Rentenbeginn sind nach der Inflation nichts, womit man für die gesamte Rentendauer sinnvoll arbeiten kann.

    Mit Glück gibt es auch engagierte Mathelehrer, die dies in die Matheaufgaben einfließen lassen.


    Persönlich finde ich es gut, dass es nun die Möglichkeit gibt auch langfristig geschützt Geld für die eigenen Kinder anzulegen. Dieser Baustein hat mir vorher einfach gefehlt.

    Das muss ja nicht im Wiederspruch zum Juniordepot stehen oder zu Geldanlagen für das Kind, die man in seinem eigenen Namen tätigt.