Ich persönlich habe eben Zweifel, dass das wirklich sinnvolle finanzielle Bildung ist, oder ob es die Beziehung zum Kind nur unnötig ökonomisiert.
Weil Du Taschengeld ansprichst: Das halte ich im Vor-Teenager-Alter auch eher für entbehrlich und im Einzelfall vielleicht sogar für kontraproduktiv. Letztlich wird da doch das Leben als Sozialhilfeempfänger simuliert. Man bekommt jede Woche immer den gleichen Betrag X, der für alles was wirklich cool ist zu wenig ist. Und alles was substantiell oder nötig ist, zahlen sowieso die Eltern direkt (Wohnung, Essen, Kleidung, größeres Spielzeug zu Weihnachten und Geburtstag, Besuch auf dem Weihnachtsmarkt, Urlaub…). Ich weiß nicht recht, was das Kind da lernen soll.
Wir haben das immer auf Zuruf gehandhabt. Wenn das Kind irgendwo hin ist, wo Geld benötigt wird, haben wir kurz gemeinsam überlegt wieviel man da braucht und es dann entsprechend mitgegeben. Auch bei Käufen lieber einmal gemeinsam beraten, ob das jetzt sinnvoll ist, oder ob das eigentlich ein Quatsch-Kauf ist. Ich denke da lernt das Kind mehr, als wenn es einfach mit ein paar Euro alleingelassen wird. In unserem konkreten Fall hat dieses Vorgehen der Finanzbildung nicht geschadet. Für die finanzielle Gesundheit ist es doch entscheidend, sich einen Lebensstil anzugewöhnen, der immer ein Stück unter den eigenen finanziellen Verhältnissen liegt. Ich glaube das ist eine Prägung, die einfach durch Vorleben der Eltern passiert.
Aber das ist persönliche Meinung. Das wird auch vom Einzelfall abhängen, und alles was es zum Thema Kindererziehung an Studien gibt, ist von der Datenlage extrem dünn. (Das liegt in der Natur der Sache, weil der methodische Goldstandard - die randomisierte Studie - aus ethischen und rechtlichen Gründen nicht möglich ist).Ich sehe das Ganze eher als Lernprozess im Alltag statt als festes System. Kinder verstehen Geld nicht dadurch besser, dass man ihnen regelmäßig einen Betrag zuteilt, sondern indem man sie aktiv in Entscheidungen einbindet. Wenn etwas gekauft werden soll, setze ich lieber auf kurze Gespräche: Braucht man das wirklich? Gibt es Alternativen? Lohnt sich das jetzt oder später mehr? Genau dieses Abwägen prägt langfristig. So entsteht ein Gefühl dafür, dass Geld immer mit Verantwortung verbunden ist – ganz ähnlich wie ich es selbst mache, wenn ich mich mit Themen wie gambling oder real money games beschäftige und vorab Bewertungen und Vergleiche lese, zum Beispiel auf https://belgiumcasino.online/, statt impulsiv zu handeln. Für mich ist das der Kern von finanzieller Bildung: nicht der feste Betrag, sondern das Denken hinter jeder Ausgabe. Diese Haltung entwickelt sich durch gemeinsame Erfahrungen und das Vorbild der Eltern, nicht durch ein wöchentliches Ritual.
Ich sehe Taschengeld nicht grundsätzlich kritisch, aber ich halte es für stark alters- und typabhängig. Im Vor-Teenager-Alter fand ich es eher künstlich. Dieses „jede Woche Betrag X“ bildet das echte Leben ja kaum ab. Viel sinnvoller fand ich Gespräche über Konsum: Warum kaufen wir das? Warum warten wir mit anderem? Und auch mal bewusst zu sagen: Das können wir uns leisten, das andere gerade nicht. Dass Studienlage dazu dünn ist, sehe ich genauso - am Ende ist Erziehung immer ein Zusammenspiel aus Vorbild, Beziehung und individuellem Kind, nicht aus Lehrbuchmethoden.