bei knapp einer Million im Depot und zwei Häusern stellt sich mir die Frage, warum überhaupt noch sparen?
Wohin sonst mit dem Geld
?
10% unseres Nettoeinkommens geht in einen von uns vor einigen Jahren geründeten Stiftungsfonds. Da wird irgendwann auch mal ein Großteil der Erbmasse gehen. Wir haben keine Kinder.
Zitat
Wie hoch wird deine Rente sein? Das Depot soll ja nur ein zusätzliche Versorgung sein, wenn ich es richtig verstanden habe, ebenso wie das vermietete 3-FH.
Ja, das Depot soll hauptsächlich zur zusätzlichen Altersvorsorge dienen.
Das vermietete Dreifamilienhaus werde ich voraussichtlich in 3–4 Jahren verkaufen – dann ist die 10-Jahres-Frist (Haltedauer und steuerfreier Verkauf) erfüllt. Hintergrund: Neben dem Job fehlt mir schlicht die Zeit und Energie, mich dauerhaft um die Immobilie zu kümmern.
Ich bin in der gesetzlichen Rentenversicherung und plane mit 63 in Rente zu gehen – also in 11 Jahren. Das bedeutet einen Abschlag von 14,4 %, den ich durch freiwillige Ausgleichszahlungen komplett kompensieren möchte.
Rentenprognose laut aktuellem Bescheid:
- Mit 67: 3.484 € (ohne Rentenanpassung)
- Bei 1 % jährlicher Anpassung: ca. 4.040 €
- Bei 2 % jährlicher Anpassung: ca. 4.680 €
Ausgleichszahlung:
- Max. mögliche Ausgleichzahlung (Stand 2025): 80.278 €
- Geplant: je ca. 40.000 € in 2025 und 2026
- Verheiratet, gemeinsame Veranlagung
- Steuerlich voll absetzbar – bei einem Grenzsteuersatz von ca. 47,5 % (45 % + Soli)
- Effektiver Nettoaufwand: ca. 21.000 € p.a., also rund 42.000 € gesamt
Mir ist bewusst, dass Ausgleichzahlungen in die gesetzliche Rente sehr umstritten sind und dass die gesetzliche Rente eine „Langlebigkeitswette“ ist, da das Kapital verrentet wird und nicht vererbbar ist. Dennoch ist das Leisten von Ausgleichzahlungen für mich interessant – auch wegen der steuerlichen Vorteile und der planbaren, lebenslangen Auszahlung.