Beiträge von Anhoe

    Das habe ich hier anders verstanden. In Beitrag #130 berichtet Anhoe davon, dass er/sie einen Gesundheitsfragebogen ausfüllen musste und ihm/ihr auf dieser Basis ein Tarif mit entsprechendem Risikozuschlag angeboten wurde. Daraufhin gab es den Vorschlag in #138, entsprechende Leistungsausschlüsse in Bezug auf Vorerkrankungen, falls möglich, zu vereinbaren, um den Risikozuschlag zu vermeiden.

    Ein Ausschluss von Tarifbestandteilen wie Wahlarzt, Einzelzimmer etc. muss bei einem Tarifwechsel nicht explizit vereinbart werden. Wechselt man den Tarif, dann akzeptiert man automatisch die Tarifbedingungen.

    Nein, ein Ausschluss von Mehrleistungen bezieht sich nur auf das Delta zum alten Tarif. Wenn es im alten tarif dafür schon eine Leistungsverpflichtung gab, muss die Versicherung auch bei Wechsel mit mehrleistungsausschluss zu den "alten bedingungen" leisten.

    Danke, genau das werde ich machen. Kennt jemanden einen guten Anwalt, der auf die Fragen rund um den Risikozuschlag spezialisiert ist?


    Ggf. würde ich sogar einen Rechtsanwalt für Versicherungsrecht konsultieren, denn Risikozuschläge können eigentlich nur mit einem erhöhten Risiko begründet werden (nicht anders). Sie müssten sich im Zweifel sogar aus Kalkulationsgrundlagen und Annahmerichtlinien zumindest grob nachvollziehen lassen.

    Es besteht keine Eile bei einem Tarifwechsel.

    Da würde mich dann interessieren, ob ein Tarifwechsel dann eine echte Option ist. Ich versuche ebenfalls einen Tariwechsel, bekomme aber aktuell keinen Termin bei meinem Signalbüro, da die völlig überlastet sind. Ich bin am überlegen, ggf. in einen offenen Tarif zu wechseln, ich denke, da werden die Beitragssteigerungen wesentlich moderater in Zukunft ausfallen, als in diesen geschlossenen Tarifen (z.B KK2). Leider aber ist die Zentrale der Signal wohl selbst auch überlastet, mein Versicherungsagent wartet nämlich auf Informationen, um mich beraten zu können.

    Ich bin einer Signal Versicherungsagentur, die sehr schnell reagiert hat und mir einige alternative Tarife genannt hat. Aber das Problem ist, dass ich einen Gesundheitsfragebogen ausfüllen musste und basierend darauf (obwohl ich keinerelei größere Beschwerden hatte und in der Regel max alle 2 Jahre überhaupt was bei der Signal eingereicht habe) aufgrund nur geringer Leistungsverbesserungen einen Risikozuschlag von 250 Euro anfallen würde (d.h. 3000 Euro pro Jahr - eine solche Summe hatte ich bisher in rund 40 Jahren bei der Signal überhaupt erst zweimal eingereicht, und das waren Zahnbehandlungen).

    Auf Nachfrage wird dann auch nicht erläutert, wie sich das ganze zusammensetzt - d.h. welche "Vorerkrankung" oder welche Mehrleistung den Risikozuschlag bestimmt. Ich denke, das ist bei denen Strategie, so dass den Versicherten auch nicht klar ist, von welchen Ärzten sie sich entsprechende Bestätigungen holen soll (z.B. dass eine Sport-Verletzung vor zig Jahren schon lange komplett ausgeheilt ist). Aber dann heisst es im neuen Jahr für mich erst einmal ordentlich Kosten produzieren und die Ärzte der letzten Jahre nochmals besuchen und status quo bestätigen lassen.

    In meinen Augen versucht die Signal hier möglichst viele Hürden aufzulegen - und das ist gegen die Intention des §204 und auch gegen die Leitlinien des PKV Bundesverbandes zum Tarifwechsel.

    Hab mir auch schon überlegt, einen Tarifoptimierer einzuschalten - hat jemand Erfahrung, ob sich das insbesondere bei der Diskussion um Risikozuschläge lohnt?

    Ich bin seit knapp 40 Jahren bei der Signal Iduna und war bisher sehr zufrieden. Die Werbung dort besagt, dass man der beitragsstabilste PKV Versicherer sei. Nun bin ich in Rente, seit 1,5 Jahren in einem geschlossenen Tarif KK2 ( SB 1500 Euro) und habe nun für 2026 eine Tariferhöhung von 147% mitgeteilt bekommen, trotz hoher SB und Altersrückstellungen.

    Mir ist klar dass die Kosten steigen, aber von einem Jahr auf das andere eine Steigerung von 147%, ich finde, so etwas darf es nicht geben, denn innerhalb eines Jahres sind die Kosten ganz sicher nicht um einen solchen Wert gestiegen. Ich denke jeder hier kann sich vorstellen wie es ist, so ein Schreiben von seiner PKV zu bekommen. Erst denkt man noch, dass das sicher ein Fehler ist bis man langsam begreift, dass das ernst gemeint ist.

    Viel beängstigerend dabei aber ist, wenn solche Steigerungen kommen, was bezahle ich 2027? 50% mehr, 100% mehr, 200% mehr??

    Wo führt das hin?

    Bei mir genau dasselbe - ich bin seit über 40 Jahren bei der Signal (seit 2006 im KK2) und von rund 220 Euro auf 515 Euro (ohne KTG) hochgestuft worden. Diskutiere mit denen gerade einen internen Tarifwechsel ....