Beiträge von spopovic

    Wenn würde ich das erstmal vollständig virtuell machen. Das heißt ein etf der nicht ausschüttet. das vorhande Depot würde ich dabei gedanklich gar nicht mit einbeziehen wollen.

    So schwebt mir vor ein neuen world/acwi aufzusetzen und kleinere Zielbeträge anzuvisieren. So nach dem Motto, wenn 50k drin sind kann ich mir durch den Zins ein Hobby von mir leisten, oder ein bisschen erweitern. Oder die Fitness und Vereinskosten bezahlen. Selbst dann wenn ich in die Situation komme dass die Einkünfte mir noch das mindeste abdecken können.

    So Schritt für Schritt eben. So dass man dann bei 100k xy hätte

    Da wäre dann ggf. auch ein Dividenen Depot spannend. Oder aber eben mehr Risiko um das ganze eben zu beschleunigen. Wobei ich glaube dass Risiko auch hier nicht der Ansatz sein kann. Denn dann hätte man wieder mehr Gefahr von Verlust.

    Ich bin z.B. bei Finanzen immer auf Sicht gefahren

    So ähnlich geht es mir da auch. Ich hab sehr jung meine Wohnung gekauft. Da haben mich auch alle für verrückt erklärt in dem Alter schon so hohe Schulden und wenn dann... Heute ist die Situation so dass ich quasi fertig bin mit dem Abzahlen während die früheren Kritiker teilweise immer noch rechnen wie es funktionieren könnte und gar nichts haben. So ähnlich ist es mit dem ETF, Aktien sind böse und Glücksspiel und man sollte das auf keinen Fall machen. Ich hab es gemacht und bin jetzt in einer Situation in der ich starke Tendenzen dazu habe für die Rente schon fertig zu sein.


    Finde die Idee gut, macht so doch viel mehr Spaß dafür zu sparen als nur für ein ödes Schließen der Rentenlücke.

    Ja das ist einer der großen Punkte, es soll Spaß machen. Spaß ist hier ggf. etwas relativ aber Hinblick darauf dass ich irgendwann die Wohnung abbezahlt habe und diese mir gehört hat viel geholfen dran zu bleiben. Das selbe gilt für die Vorbereitung auf die Rente, auch hier hat es mir geholfen ein Ziel zu haben.

    Jetzt habe ich seit vielen vielen Jahren zum ersten mal kein richtiges Ziel mehr. Mentale Buchführung ist zwar eher nicht so zu empfehlen aber mir hilft es trotzdem ein Ziel zu wählen und dieses dann zu verfolgen. Ob es dann so kommt dass ich das Ziel umsetzen möchte steht auf einem anderen Blatt.

    Aktuell überlege ich ob ich meine Idee den frühzeitigen Ruhestand etwas anders angehen soll. Die große Idee auf kleine Ziele aufteilen und diese dann zu verfolgen. Das könnte anfangs z. B. die simple Idee sein die kosten fürs Hobby abzudecken, danach vielleicht die Kosten für Strom und Handy/Internet, dann ggf. für Essen&Trinken und im nächsten Schritt die Nebenkosten fürs Wohnen.

    Wenn man sich so lange und intensiv mit der philosophischen Frage beschäftigt dann wird man eben zu einem Standpunkt kommen, jeder für sich.

    Mir ist schon klar dass es auf einen Zeitraum der 20-30 Jahre in der Zukunft liegt unwahrscheinlich viele Bedingungen gibt die dazu führen können dass es nicht aufgeht. Ich halte aber nichts davon mich von Ungewissheiten zu sehr einschränken zu lassen. In diesem Forum, wie auch bei reddit oder sonst wo, gehen die Tendenzen leider immer sehr schnell dazu dass es eigentlich nie reicht und man besser immer den äußerst vorsichtigen Weg gehen sollte. Wenn man das machen möchte dann sollte man das tun. So ängstlich und defensiv möchte ich mein Leben aber auch nicht gestallten.

    Nun steht also die Frage im Raum wie man das alles weiter angehen kann. Das Rentendepot welches ich vorbereitet habe + die ETW + Riester scheint nicht verkehrt zu sein fürs Rentenleben.

    Jetzt stelle ich mir die Frage wie ich die Zeit davor anpeilen kann und gerne erfahre ich wie das andere machen.

    Ich überlege schon ob ich nicht mehr ins Risiko gehen soll... Vielleicht ein zweiten World/ACWI und 50% in diesen und die anderen 50% mit mehr Risiko in NASDAQ oder ggf. auch auf einzelne Unternehmen.

    Ich mag Technologie, interessiere mich dafür und weiß auch über einiges bescheid. Das reicht aber vermutlich nicht um Renditen zu erahnen. Aber besser so wie z. B. Spekulationen auf Weizen.

    Wie sieht denn z. B. eine Risikofreudige Anlagestrategie aus. Wie machen das andere?

    Bei deinen immer genannten 2000€ denke immer daran. dass, wenn du vor 70 in gesetzliche Rente gehen willst, auch noch Krankenversicherung und Pflegeversicherung zahlen musst. Das kann bis dahin auch noch evtl. einen Tausender extra kosten.

    Und denke immer daran, dass der etf vielleicht am Ende nur die Hälfte Gewinn auf dem Buckel hat. Die Vergangenheit mit 5-7% kann man "nicht ungestraft" in die Zukunft projezieren.

    Mir ist schon bewusst dass das auch schief gehen kann. Dann hab ich Pech gehabt. Aber ich bin auch der Meinung dass die Chance höher ist wenn man früher anfängt. Demnach ist das ja ok

    Mit deinen 3000€ kannst du natürlich recht haben

    Also bei 1700,- Sparquote mit einem Zeitraum von 20 Jahren, finde ich deinen Plan sehr gut. Du willst ja nicht mit 40 in Rente gehen sondern pro zwei Monate sparen einen Monat eher - guter Plan.

    Das war eben so der erste Gedanke. 2 Monate sparen ergeben 1 Monat Verbrauch. In einem world etf sollte damit die Inflation als minimal Rendite schon machbar sein. So schwarz sehe ich die Zukunft nicht. Salop gerechnet sind dann nach 17 Jahren bei 5% 550 000€ im Depot. Also grob gerechnet mit 55 Jahren diese Summe, auch hier steht der kapitalverzehr im Raum. Ohne weitere Zuwächse gerechnet würde das ja auch schon 23 Jahre reichen. Mehr als genug um entweder mehr als 2000€ zu verbrauchen, oder doch noch etwas mehr Puffer in die Rente zu übertragen. Ganz zu schweigen davon dass die Summe ja durchaus erstmal noch lange weiter im etf für mich arbeitet was den entnahmezeitraum nochmal gewaltig Strecken würde

    Magst Du noch mal präzisieren, was Du mit dem Begriff "Rentendepot" meinst? Mir ist das unklar.

    Darunter verstehe ich das Depot welches zum Renteneintritt die Rentenlücke schließen soll. Die staatliche Rente die ich erwarte sind 1 000€, eine Annahme die ich getroffen habe um nicht zu optimistisch zu sein. Diesen Betrag abgezogen von den zu erwartenden Lebenskosten ergibt dann das Depot welches ich zu diesem Zeitpunkt haben will. Die Größe zu definieren ist leider nicht immer so einfach, aber ich geh von 2 000€ aus die ich zum Leben haben will. Es fehlt also ein Betrag von 1 000€ x 12 Monate x 25 Jahre was dann 300 000€ sind.

    Unter der Annahme, dass das heutige Depot die nächsten 29 Jahre im Jahr 5% Steigerung hat kommen 425 000€ raus.

    Rechne ich mit einem vollständigen Kapitalverzehr wäre es also so dass ich heute schon genug im Depot habe und keine weitere Einzahlung mehr brauche.

    Die Riesterrente könnte man stehen lassen oder aber aufkündigen und ins Depot packen. Dann wären es in der gleichen Rechnung schon 595 000€. Ich denke dass das dann in jedem Fall reicht.

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    Anknüpfend an diesem Gedanke ist natürlich die Frage wie man weiter macht. Die heutige Sparrate verprassen macht für mich kein Sinn. Das Rentendepot noch weiter aufzubauen auch nicht, zumindest nicht als direkt geplant. Also ist der Gedanke ja nicht fern zu überlegen ob man nicht früher in Rente kann. Unabhängig davon ob man es später mal macht oder kann.

    Interessant ist natürlich sich andere Meinungen einzuholen. Aber ich vertrete nicht die Meinung astronomische Summe in Richtung 1 Mio. In der Rente zu brauchen. Ich glaube nicht dass es am Ende so ein verheerende Desaster wird und wenn es so kommt ist es vielleicht klüger früher das Geld zu verbrauchen, denn man weiß ja nicht ob es einem später noch so viel bringt.

    Hallo, echt super viele Antworten. Da weis ich gar nicht wo ich anfangen soll.

    Meine Wohnung ist in 2,5 Jahren komplett abbezahlt also keine Anschlussfinanzierung oder Restschuld.

    Damit würde meine Sparrate um 700€ steigen und damit wären es dann 1700€.

    Bezüglich Inflation, ich gehe von 2% im Jahr aus. Aber das kann man ja gegenüber dem etf rausrausrechnen. Dann sind es eben statt im Schnitt 7%, 5% mit denen ich rechnen will.

    Eine gewisse risikofreude hab ich schon. Sonst hätte ich den nasdaq100 nicht dazu genommen. Genau wie doch eher usa lastige Auslegung meines Depots. Aber ich wüsste auch nicht was ich da sonst machen soll. Gehebelte Produkte verstehe ich nicht so ganz und daher bisher die Finger davon gelassen. Bitcoin spricht mich irgendwie auch nicht so an. Ich weiß, der ist super heftig gestiegen, aber welchen Wert erzeugt der coin? Das selbe gilt wie ich finde für Gold... Also eher nicht so meins.

    Lieber Unternehmen die Gewinn machen wollen, das verstehe ich und fühl ich mich wohl damit.

    Auf einzelne Aktien zu setzen missfällt mir aber dann auch. Es gibt schon ein paar die mir gefallen, aber die sind auch im World und nasdaq vertreten und dann nochmal einzeln zulegen? Macht irgendwie kein Sinn.

    Daher komme ich immer auf ein world oder acwi zurück. Könnte nebenbei den nasdaq100 Anteil in der Sparrate etwas hoch Schrauben, aber muss ja nicht. Die 80/20 Finde ich eigentlich ganz gut so.

    Ich kann mir aber auch vorstellen jetzt allmählich mehr ins Risiko zu gehen. Die Rente ist ja schon relativ gut besichert.


    Die Riester ist tatsächlich noch so eine Last... bespare die nur noch minimal aber zum Verkauf konnte ich mich auch noch nicht durchringen. Einziger Standpunkt wäre dass diese gegen bürgergeld geschützt ist. Ob das praktisch dann noch eine Rolle spielt kann ich aber auch nicht schlüssig beantworten.


    Am Ende treibt mich eben um das Rentendepot vom Depot für den vorzeitigen Ruhestand zu trennen. Wenn das klappt ist es toll wenn nicht dann eben nicht. Nur so komplett vermischt finde ich etwas schwierig

    Hallo,

    Ich hab mit meinen 38 die letzten Tage damit verbracht einen Kassensturz zu machen um meine Situation für die Rente, die ja noch weit weg ist, zu beurteilen und ein Gefühl für die Gesamtsituation zu bekommen.

    Im Moment sieht es so aus:

    Eigentumswohnung mit Kreditrestlaufzeit 2,5 Jahre

    Etf-Depot mit 100k 80/20 world/nasdaq100

    Riesterrente mit 55k

    Bei der Rente hab ich mit 1000€ (als minimalsatz) vom Staat gerechnet.

    Dadurch dass ich in der Rente günstig im Eigenheim wohnen kann und aus dem etf Depot wahrscheinlich nochmal gut entnehmen kann (Kapitalverzehr) fühle ich mich da für ein bürgerliches Leben schon gut aufgestellt.

    Ich geh davon aus, dass ich 2000€ im Monat in der Rente verbrauche.

    Ich will auch nichts vererben, also ist es am besten wenn am Ende 0 raus kommt.

    Meine Überlegung ist jetzt das Rentendepot nicht weiter zu besparen und die Sparrate in ein neuen world oder acwi zu setzen.

    Im Monat spare ich 1000€. Meine Überlegung war alle 2 Monate ein Monat früher in Rente zu können. Das würde bei einem Verbrauch von 2000€ im Monat eine inflationgeschützte Rendite für den ETF bedeuten. Was ich für sehr wahrscheinlich halte.

    Heißt in einem Jahr wäre ich ein halbes Jahr früher in Rente oder in 5 Jahren 2,5 Jahre früher, oder in 10 Jahren 5 Jahre früher oder aber in 22 Jahren, wenn ich 60 bin, 11 Jahre früher in Rente.


    Wie seht ihr das, totaler Unsinn oder vielleicht schon möglich?

    Mich würde auch sehr interessieren wie andere von euch das angehen wenn klar ist das nichts vererbet werden soll und man auch nicht den großen Reichtum erst in der Rente erleben will.