Hallo zusammen,
ich habe bereits viel gelesen und kann daraufhin auch einen klaren Trend zum Umgang mit alten KLV-Verträgen erkennen. In meinem Fall ist die Sache für mich aber noch nicht glasklar. Daher ersuche ich das Schwarmhirn um etwas Hilfe.
Kurz zu mir:
42 Jahre alt, kerngesund, Jahresbrutto 110.000€ (+ 10% Bonus, +Firmenwagen), verheiratet, 2 Kinder (3+6), Einkommen Ehefrau ca. 2000€ pro Monat (50% Angestellt, 50% Selbstständig als Kleinunternehmerin)
Einfamilienhaus BJ 2018 (Marktwert 750.000€, Restschuld aktuell ca. 300.000€, Zinsbindung bis 2034 > dann 214.000€ Restschuld), in den nächsten 2-3 Jahren Erwerb eines Ferienhauses durch Schenkung.
Ich selber betreibe aktiv Vorsorge über ein Depot mit 250€ pro Monat (ca. 40.000€ groß, 7 Positionen, Fokus MSCI World, MSCI World IT, Dividendenaristokraten-ETF sowie Einzeltitel mit Fokus Dividende und Rohstoffe), ca. 10.000€ Tagesgeld, 2 Junior-Depots a 25€ pro Monat in den MSCI-World für die Kids und o.g. Verträge aus längst vergangenen Tagen. Dazu zahle ich meine VWL in ein Soziales Zukunftskonzept meines AG ein. Dort wird jährlich ein Garantiezins für das eingezahlte Kapital ermittelt. Zusätzlich zahlt mein AG 300-600€ p.a. dort ein (nicht garantiert).
Mir geht es um die beiden Verträge der KLV bei der Debeka. Diese haben meine Eltern 1999 und 2004 für mich abgeschlossen. Damals als Schüler und Auszubildener. Aus beiden Verträgen habe ich mir Ende 2024 jeweils knapp über 10.000€ für unsere Immobilie auszahlen lassen. Der Stand Ende 2024 nach Auszahlung lautet wie folgt:
Vertrag 1 von 1999 / Beitrag 104€ pro Monat / Tarif DK2/AM
- Laufzeit 01.06.2048
- Versicherunssumme 32.511€
- UZV-Summe 32.511€
- Beitragsbfreiung bei vollständiger BU
- Leistung BUZ 650€ pro Monat
- Laufzeit BUZ 01.06.2034
Vertrag 2 von 2004 / Beitrag 107€ pro Monat / Tarif L2/AM
- Laufzeit 01.06.2048
- Versicherunssumme 32.450€
- UZV-Summe 32.450€
Ich habe mir beide Verträge angeschaut. Es ist leider klar niedergeschrieben dass sich die Zusatzversicherungen NICHT von der Hauptversicherung trennen lassen. Daher habe ich da wohl kaum Chancen, oder?
Mein plötzliches Ableben habe ich bereits über eine RLV mit 300.000€ Versicherungssumme und Beitragsübernahme im Falle einer BU bei der Hannoverschen zu knapp 40€ abgeschlossen. Den Rest würde ich jetzt gern in eine seperate Altervorsorge investieren, verliere bei Beitragsfreistellung aber meinen BUZ/UZV-Schutz. Die UZV ist mir nicht so wichtig. Eine seperate BU würde mich, mal als Beispiel mit 2.500€ BU-Rente, ca. 100-150€pro Monat kosten. Da bleibt dann nicht mehr viel für die Vorsorge da ich vermutlich zwei solcher Verträge brauche.
Natürlich hatte ich bereits launigen Besuch von der Debeka wo man mir anbot das Ganze in eine Fonds-Geschichte mit oder ohne BU umzubauen. In deren Angebot blieben bei einer 5%igen Fondsentwicklung noch ca. 3,7% Nettorendite p.a. übrig. Wo der Rest landet wissen denke ich alle. So sieht das Angebot aus:
Chance Invest-Plus + BUZ / Laufzeit 01.01.2051
- 170€ pro Monat
- Auszahlung 67.120€ bei 5% Entwicklung vs. Einzahlung 40.797€ (135,99€ pro Monat)
- Garantierter Rentenfaktor 15,65
- aktueller Rentenfaktor 27,79
- BU-Rente bei 50% 1.360€ pro Monat / Ablauf 01.01.2046 (34,01€ pro Monat)
- Übernahme der Beiträge der RV bei BU
Knackpunkt ist für mich die BU. Mit der bestehenden KLV verzichte ich auf Rendite und habe nur eine kleine BU. Wenn ich alle Beitragsfrei stelle habe ich keine BU mehr und müsste eine teuer neu abschließen.
Gibt es hier eine eindeutige Handlungsempfehlung?
Vielen vielen Dank!