Beiträge von NotRealCrisPat

    Danke euch für die vielen hilfreichen Antworten und die Beispielrechnungen!

    Ich nehme für mich folgende Punkte mit:

    1. Vorabpauschale (VAP): Das hatte ich tatsächlich unterschätzt. Ich werde jetzt erstmal abwarten, bis die Abrechnung der VAP durch ist (sollte ja in den nächsten Wochen passieren), um zu sehen, wie viel von meinem Freistellungsauftrag dann überhaupt noch "übrig" ist.
    2. NV-Bescheinigung: Danke für den Tipp! Als Student liege ich voraussichtlich unter dem Grundfreibetrag. Ich werde prüfen, ob ich mir die Bescheinigung hole – dann hätte ich das Limit von 1.000 € ja gar nicht und könnte deutlich mehr "rollen".
    3. Spread: Da ich bei einem Neobroker bin, scheinen die Kosten für Verkauf/Kauf ja wirklich das kleinere Übel zu sein im Vergleich zur Steuerersparnis.

    Ich warte jetzt die Abrechnung ab und entscheide dann, ob ich die NV-Bescheinigung beantrage oder den Restbetrag durch Verkauf/Wiederkauf auffülle.

    Hallo zusammen,

    ich mache mir gerade Gedanken, wie ich meinen Sparerpauschbetrag (1.000€) optimal ausnutze. Aktuell bin ich Student (später normaler Angestellter) und bespare nur thesaurierende ETFs (bzw. Aktien ohne Dividende).

    Mein "Problem": Da ich keine Ausschüttungen erhalte und aktuell keine Gewinne realisiere, verfällt mein Freistellungsauftrag jedes Jahr ungenutzt. Das bedeutet ja effektiv, dass ich einen steuerfreien Gewinn verschenke, den ich später bei Entnahme voll versteuern müsste.

    Meine Fragen an euch:

    1. Verkauf & Wiederkauf: Macht ihr zum Jahresende bewusst Verkäufe und kauft die Anteile direkt wieder zurück, nur um die Gewinne steuerlich "einzuloggen" und die Einstandskurse zu erhöhen?
    2. Kosten vs. Nutzen: Ab wann lohnt sich das unter Berücksichtigung von Spread und Ordergebühren? (Ich bin bei einem Neobroker, also sind die Gebühren gering).

    Danke für eure Tipps!

    Hallo zusammen,

    ich bin 20 Jahre alt, studiere aktuell und habe momentan noch kein steuerpflichtiges Einkommen. Da ich bereits angefangen habe, langfristig zu investieren (ETFs), möchte ich das Thema Steuern nicht erst angehen, wenn ich im Berufsleben stehe.

    Ich habe oft gehört, dass man als Student „auf Vorrat“ Steuern sparen kann, bin mir aber unsicher, wie ich das ohne aktuelles Einkommen am besten angehe. Mich würde eure Erfahrung zu folgenden Punkten interessieren:

    1. Verlustvortrag: Lohnt sich das für mein Erststudium überhaupt? Ich habe gelesen, dass dies oft erst ab der Zweitausbildung (Master) als Werbungskosten zählt. Gibt es Kniffe, wie ich Studienkosten (Laptop, Semesterbeiträge, Fahrtkosten) trotzdem für später „sichern“ kann?
    2. Günstigerprüfung: Macht es Sinn, trotzdem jedes Jahr eine Steuererklärung abzugeben, auch wenn ich 0 € Steuern gezahlt habe?
    3. Eure Weisheit: Was hättet ihr steuerlich gerne gewusst, als ihr 20 wart und noch kein Geld verdient habt? Was könnt ihr mir mit auf den Weg geben?

    Ich freue mich auf eure Tipps und bedanke mich für eure Zeit!

    Vielen Dank für die ehrlichen Rückmeldungen und den herzlichen Empfang, besonders an Saarlaender, britty und Sovereign für die klaren Worte.

    britty: Dein Punkt zum Klumpenrisiko (Einzelaktien vs. Nasdaq vs. Welt-ETF) ist absolut berechtigt. Ich sehe ein, dass ich hier dreifach in Tech gewichtet bin. Ich werde die Einzelaktien-Liste massiv kürzen oder ganz streichen.

    Sovereign: Danke für den Realitätscheck. Bisher habe ich nur in der Theorie ‚ausgesessen‘. Dass die subjektive Risikotoleranz oft kleiner ist als die objektive Tragfähigkeit, ist ein wichtiger Hinweis.

    Ergänzende Fragen an die Runde:

    1. Einmalanlage vs. Sparplan: Ich habe aktuell eine mittlere fünfstellige Summe zur Verfügung. Würdet ihr diese bei 20+ Jahren Horizont sofort komplett investieren oder über 6 Monate strecken, um sich an die Volatilität zu gewöhnen?
    2. Der „eine“ ETF: Wenn ich euren Rat zur 1-ETF-Lösung befolge: Würdet ihr eher zum klassischen Vanguard FTSE All-World (A2PKXG) greifen oder direkt zum SPDR MSCI ACWI IMI (A1JJTD), um auch Small Caps direkt mit abzudecken?
    3. Anleihen/Cash: Ich hatte überlegt, 10% als ‚trockenes Pulver‘ zu halten. Saarlaender meinte, ich solle Anleihen weglassen. Ist es für einen Anfänger nicht dennoch sinnvoll, ein kleines Cash-Polster für Nachkäufe zu haben, oder ist das am Ende nur Performance-Dragging?

    Beste Grüße!

    Moin zusammen,

    ich bin ein junger Anleger, habe einen langen Anlagehorizont und kann Schwankungen aussitzen.

    Ich möchte mein Depot offensiv aufbauen und habe mir folgende Aufteilung für mein Gesamtportfolio überlegt:

    * 65% Welt-ETF: FTSE All-World (Vanguard)

    * 10% Nasdaq 100: Als technologielastiger Satellit

    * 15-20% Einzelaktien & Spekulation:

    Allianz, ASML, Novo Nordisk, Crowdstrike, Howmet Aerospace, IVU Traffic, KSB, D-Wave Quantum, Ørsted, Infineon.

    * 10% Krypto: (50% BTC, 30% ETH, je 10% SOL/XRP).

    Meine Fragen dazu:

    1. Macht die Auswahl der Einzelaktien im Zusammenspiel mit dem Core-ETF und den Satelliten für euch Sinn?

    2. Würdet ihr die 10% Nasdaq so lassen oder eher in Small Caps (z. B. Russell 2000 oder MSCI World Small Cap) oder Emerging Markets (EM) stecken?

    3. Thema Gold (z. B. Xetra-Gold / Euwax Gold II): Haltet ihr das als 10%-Beimischung für sinnvoll oder ist das in meinem Alter eher eine reine Performance-Bremse?

    4. Was haltet ihr von dem Ansatz, 10% vom Gesamtportfolio in Anleihen als „trockenes Pulver“ zu halten, um bei einem Crash günstig Aktien nachzukaufen? Mir ist klar, dass ich dafür Abstriche beim Nasdaq oder den Einzelaktien machen müsste – lohnt sich dieser Trade-off für Privatanleger?

    Freue mich auf eure Meinungen!