Beiträge von MieteoderKauf

    Vielen Dank für eure Antworten.

    Das Eigenkapital ist deshalb so niedrig, weil wir beide erst seit ca 5 Jahren arbeiten und das Nettoeinkommen nicht seit diesen fünf Jahren so hoch ist. Dazwischen mussten mehrere Umzüge bezahlt werden, Tilgung der Studienschulden, Hochzeit und Urlaube.

    Für uns war es wichtig, dass wir nach den prekären Verhältnissen aus dem Elternhaus und der Durststrecke Studium auch erstmal leben, Urlaube machen, und uns eine Wohnung etwa auch so einrichten, dass sie uns gefällt.

    Derzeit sparen wir ca 10k im Monat in die jeweiligen Depots.

    Die Lebenshaltungskosten werden die nächsten Jahre bis auf die Inflation nicht weiter steigen, da wir hier keine Ausgabe mehr neben dem sehen, was wir ohnehin jetzt schon haben (oft essen gehen, abbezahltes Auto, das durch einen Firmenwagen ersetzt wird, sofern es kaputt geht, div. Dienstleistungen für einen freien privaten Kalender etc.)

    Die Mietwohnung in der wir wohnen ist nicht alterstauglich, muss also ggf. im Alter durch eine andere (und damit teurere, weil wir derzeit dank einer sehr entgegenkommenden Vermietern sehr günstig wohnen) ersetzt werden.

    Und dennoch haben wir beide „Bauchschmerzen“. Trotz bis dahin vermutlich gut gefüllter Depots Skrupel im Alter dann 3-4K Miete oder der gleichen zu zahlen. Das fühlt sich falsch an, wenn man jetzt weniger Miete zahlt und mehr Einkommen hat und später mehr Miete zahlen muss und weniger Einkommen hat. Diesen Knoten aufzulösen ist derzeit das „Problem“. Daher der Gedanke an Eigentum.

    Liebes Forum,


    es geht um den Klassiker Miete oder Eigentum.

    Die Fakten:

    - 40 und 38 Jahre alt, verheiratet, keine Kinder (aus biologischen Gründen kommen auch keine)

    - beide krisensichere Jobs im unbefristeten Angestelltenverhältnis

    - Haushaltseinkommen ca. 15k netto im Monat (Ohne Boni, Gratifkationen etc.), Tendenz steigend

    - Eigenkapital knapp 100k

    - Mietwohnung in deutschem Ballungsraum, ca. 2k Warmmiete

    - Renten aus DRV, Versorgungswerk und ggf. Pension nach erfolgter Verbeamtung von Person 1

    - bei Beiden kein erwartbares Erbe

    - Kinderunterhalt aufgrund Pflegebedürftigkeit der Eltern wahrscheinlich


    Ich weiss, dass selbstbewohntes Eigentum vor allem eine Frage des Lebensstils ist. Ich frage mich allerdings in unserer Situation, ob es nicht finanziell dumm wäre, den Schritt nicht zu gehen.

    Wir haben kaum Eigenkapital, da wir beide aus finanziell prekären Elternhäuser kommen und die letzten Jahre damit beschäftigt waren, die Schulden aus Studium, Ausbildung etc. zu tilgen. Klassische Aufsteigerbiographie würde ich sagen.

    Derzeit investieren wir unser Geld in unsere Depots, vor allem mit dem Ziel die (im Verhältnis zum Einkommen) spärlichen Rentenzahlungen aufzustocken um im Alter gut davon leben zu können.

    Bis wir eine solide Finanzierung hinbekommen, müssen wir sicherlich noch drei bis fünf Jahre EK ansammeln, da die für uns interessanten Objekte ca. 1 bis 1,5 Mio kosten.

    Uns stellt sich nun die Frage inwieweit es Sinn macht, mit Anfang Mitte 40 zu kaufen und das Ziel zu haben, mit Renteneintrittsalter eine abbezahlte Immobilie zu haben.