Beiträge von Kursowi

    Ich würde die Finger von Fe8stverzinslichen lassen. Wenn uns mal die Inflation davon galoppiert, guckst du dumm aus der Wäsche. Lieber rollierend Anlegen auf dem Tagesgeldkonto. Klar hast du dann evtl. Rendite ggü. einem Aktien ETF liegen lassen, aber was Festverzinsliches über so lange Zeit birgt das Risiko der Handlungsunfähigkeit.

    Die Inflation ist bei einer klar feststehenden Restschuld nicht wirklich relevant.

    Die willst den niedrigen Kreditzins maximal nutzen und denkst doch über Sondertilgungen? Für mich klingt das extem seltsam. Auch die Zinsen kannst Du wieder anlegen, im Zweifel mit dem Rentenziel in 10-30 Jahren (oder verkaufst Du die Sachen zu Rentebeginn?)

    Wenn es mein Risiko hergibt, bin ich im Notfall gerne flexibel. Aber gut, wenn der Kredit ENDE 2036 fällig ist und das Festgeld nicht automatisch wieder angelegt wird oder Du zum Kündigungszeitpunkt garantiert handlungsfähig bist scheint das für Dich die beste Lösung zu sein.

    3.5% p.A. Brutto auf 10 Jahre dürften aktuell nicht schlecht sein.

    Bei deutschen Festgeldern wird in der Regel nicht mit Zinseszinseffekt wiederangelegt. Somit müsste ich den Zinsertrag in Tagesgeld oder Geldmarkt ETF wieder anlegen und dann wäre Zinsvorteil so gering, dass ich es auch in die Sondertilgung stecken kann. Grundsätzlich würde ich aber ein deutsches Festgeld einem schwedischen Festgeld vorziehen.

    Deswegen habe ich mich auch selbst informiert und komme zu dem Ergebnis, dass ich eine Unternehmensanleihe nicht nehmen werden.

    Ja den habe ich mal gelesen ist aber schon wieder eine Weile her.

    Das Thema Schulden und angelegtes Kapital muss jeder für sich entscheiden. Ich kann das Darlehen aufgrund der Laufzeit aktuell eh nicht kündigen.

    Der Zinsvorteil ist aber da und von daher sehe ich das nicht problematisch das Geld anzulegen und dann in zehn Jahren das Darlehen abzulösen.

    Jetzt ja, aber ich wüsste nicht was dass mit meinen Anlageüberlegungen zu tun haben sollte. Die 40 K, die ich für eine Anschlussfinanzierung anlege sind ca. 16% des Betrages, den ich noch Anlegen werde. Einen großen Teil (ca. 50 bis 60%) davon werde ich einfach in den ACWI IMI anlegen (aktuell sind da 25 K drin). Vielleicht auch mehr aber da muss ich noch mit meiner Risikoallokation kämpfen ;).

    Kannst du das Darlehen nicht vorab ablösen mit dem Geld aus dem Hausverkauf? Dann sparst du noch weitere Zinsen.

    Ansonsten ist Festgeld natürlich eine Idee. So hast du das Geld auf jeden Fall in 2036 „griffbereit“.

    csh bei ETF heißt es immer Anlagehorizont von mindestens 15 Jahren. Kann sonst passieren, dass der ETF in 10 Jahren arg im Minus ist. Was dann machen mit der Ablöse des Kredits?

    Das Darlehen läuft noch zehn jahre (wäre kündbar nach 5 Jahren) aber warum sollte ich einen Nettozinsvorteil von 1% verschenken in dem ich sondertilge?

    Das dann fällige Darlehen ist nicht aus dem Hausverkauf sondern für eine selbstgenutzte ETW.

    Es ist klar, dass es so unterschiedliche Ansätze gibt. Aber für mich kommt für terminierte und der Höhe nach feststehende Restschuld keine Kapitalanlage im Aktienmarkt in Frage. Dafür stehen dann noch weitere Mittel zur Verfügung. Da ist dann der Anlagenhorizont ca. 17-19 Jahre (Rente) und ggf. noch darüber hinaus.

    So der Kaufpreis wurde vom Notar fällig gestellt und ich erwarte in Kürze den Geldeingang.

    Da ich, wie geschrieben, im Oktober 2036 ca. 47.000,00 EUR Restschuld (1,42% Zinsen) ablösen muss habe ich folgende Überlegungen angestellt. 1. Zinstreppe 2 und 4 Jahre mit Chance/Risiko von Zinsänderungen oder volle Anlage über 10 Jahre und Ruhe. 3 Alternative wäre natürlich noch einen Teil für 10 Jahre und Rest als Zinstreppe.

    Wie ist eure Meinung dazu?

    Bei einem Immobilienkauf müssen mehrere Faktoren passen.

    1. Kaufpreis, 2. Zustand der Immobilie, 3. Lage.

    Zu 2. kommen dann schon einige meist baualtersbedinget Auschlusskriterien zusammen. Gebäude von vor 1995 sind bauphysikalisch problematisch, Häuser aus den 60er-80er haben häufig eine Asbestproblematik.

    Dazu gibt es Risiken, die in der Vermietung gerne außer Acht gelassen werden. Mieter die nicht zahlen, Mietminderungen aufgrund von Mängel und der Tod des Mieters. Gerade beim Tod des Mieters sind rechtliche Kenntnisse von hoher Bedeutung, sonst sind schnell mehrere Monate ohne Mieteingänge vergangen.

    Immobilien können zum Vermögensaufbau sehr gut funktionieren aber sie sind kein Selbstläufer und es gibt eben auch bedeutende Risiken, die man beachten muss.

    Kursowi Was passiert eigentlich mit dem derzeit dann nicht investierten Geld? Hierfür würde ich diesen Betrag in einen eher risikoarmen Geldmarkt-ETF parken. Oder du betreibst Tagesgeldhopping. Die 100 000 Euro Grenze pro Institut dabei nicht aus dem Auge verlieren!
    Auf einem Sparbuch oder gar Giro verliert es sonst nur an Wert

    Ja klar der DBX0AN oder auch ein Tagesgeld über Raisin. Auf Hopping habe ich keine Lust.

    Danke Duregardas ist sehr gut beschrieben. Ich lege auch zum ersten Mal in meinem Leben eine derart hohen Betrag an. Wobei das auch nicht ganz richtig ist. Das Geld kommt aus einem Immobilienverkauf und die (Kosten-)Risiken sind dort auch nicht gerade gering.

    Danke für die vielen konstruktiven Beiträge. Man kann aus den vielen unterschiedlichen Sichtweisen was mitnehmen. Am Ende muss jeder seinen Weg selbst finden.

    Ich will dich auch zu nichts anderem überreden. Aber so ganz überzeugt bin ich nicht von deiner Aussage. Du sagst sinngemäß doch, du könntest und möchtest eigentlich die vollen 180K investieren. Zumindest interpretiere ich es so. Du tust es aber nicht da die aktuelle Marktlage dir zu unsicher wirkt (Trump, hohe Bewertungen, KI-Blase, etc.) und deshalb wartest du ab.

    Aber worauf wartest du dabei nun genau? Bis die Unsicherheit verschwindet und deshalb die Kurse um weitere 10-20% gestiegen sind? Oder bis noch mehr Unsicherheit entsteht und sie deshalb um 10-20% gefallen sind?

    Es mag nicht schlüssig sein was ich vorhabe. Die 60 K liegen dann nicht einfach so rum. Vielleicht sind kurzlaufende Festgelder eine Option. Aber von der Logik her hast du recht. Ich möchte nicht voll investieren, da ich aktuell große Risiken sehe.

    Klar, so ganz freimachen kann sich niemand von solchen Gedanken. Aber letztlich ist es immer nur eine Frage von Risikotoleranz und -tragfähigkeit. Wenn Kursowi einerseits zwar 180K in Aktienmarkt investieren könnte (= Risikotragfähigkeit), er andererseits aber Angst vor Verlusten hat (= Risikotoleranz), dann ist das eine gute Begründung und er sollte es lassen. Schwierig wird es hingegen wenn es sich in Wirklichkeit um den Versuch von Market Timing handelt, und so klingt es für mich. Das funktioniert erfahrungsgemäß nicht.

    Ein Versuch von Markt-Timing ist es nicht. Es ist einfach nur das beschriebene Gefühl. Die 180 K wären aber voll investierbar.

    Die Frage ist doch: Sollen diese 180K€ langfristig in den Aktienmarkt fließen. Langfristig bedeutet für mich einen Anlagehorizont gleich oder größer 20 Jahre?
    Weil irgendwann werden die 180K€ ja investiert sein, wenn Du es so vorgesehen hast. Entweder heute, morgen, in einem Jahr oder in 2 Jahren. Du schiebst das Risiko 180K€ investiert zu haben einfach nur für den Zeitraum X in die Zukunft.:/

    Nein ich schiebe das Risiko 60 K investiert zu haben in die Zukunft. 120 K werden ganz sicher investiert.

    Wie gesagt, das vermeide ich dadurch, dass ich kein zur Investition in Aktien bestimmtes Geld auf der „hohen Kante“ habe. Wer das hat, um auf den Crash zu warten und dann zu investieren, betreibt Markttiming (mit allen damit verbundenen Risiken).

    Das glaube ich tatsächlich auch. Ich habe erstmals einen größeren Betrag per Einmalanlage Ende 2021 investiert - dann kam der Ukrainekrieg und ich war direkt knapp 20% und dann auch die nächsten fast zwei Jahre lang im Minus. Damit kam ich gut klar. Ist aber natürlich trotzdem nochmal was anderes, wenn es z.B. mal 50% runtergeht und überall die Wirtschaft abschmiert.

    Im Corona-Crash war ich noch nicht investiert. Wir haben kurz davor unser gesamtes Erspartes in eine Immobilie investiert. Auch im Immobilienbereich war ja zu Beginn von Corona kurzzeitig Weltuntergangsstimmung. Fühlt sich natürlich nicht so toll an, wenn man ein paar Wochen vorher beim Notar war und sich fragt, ob man (rückblickend) viel zu viel bezahlt hat zum Höchststand der Preise kurz vor dem Crash. So war es dann ja nicht, aber das Gefühl war nicht so schön.

    Ich habe jedenfalls für mich mitgenommen, es geht immer weiter. Und hoffe, dass mich das auch beim nächsten ernsthaften Crash entspannt bleiben lässt.

    Aber ist das nicht alles auch eine Individuelle Sache? Ich denke es geht auch darum womit man sich selbst mit seiner Geldanlage fühlt. Ich werde in wenigen Wochen 120 K in den ACWI IMI investieren. Es könnten aber auch 180 K sein aber damit würde ich mit nicht wohlfühlen. Das ich damit ggf. Renditechancen vergebe, muss ich für mich persönlich in Kauf nehmen.

    Mich irritiert die Gesamtenwicklung der Märkte seit Trumps Zollmurks doch ziemlich. Auch die hohen Bewertungen des KI-Marktes irritieren mich. Da ist viel Erwartung drin, die enttäuscht werden könnte.