Beiträge von barfoo

    Danke für Eure Beiträge! Die Entscheidungsfindung ist nicht einfacher geworden :D

    Es scheint zwei Lager zu geben:

    1. "1-ETF Lösung": Easy, aber tendenziell Klumpenrisiko.
    2. "Mehr-ETF-Lösung": Breitere Streuung, mehr Aufwand, (jährliches) Rebalancing

    Zu 2):

    Walz’ Aussagen verunsichern mich, dass eine 1-ETF Lösung bei größeren Volumen keine gute Idee sei:

    Zitat

    […] Je größer jedoch das Volumen des investierten Kapitals, desto ungünstiger wird das Verhältnis von Bequemlichkeitsvorteil zu angemessener Risikostreuung. […]

    und

    Zitat

    […] Wir stimmen darin überein dass es die eine einzige richtige Aufteilung nicht gibt, sondern jede Aufteilung hinterfragt werden kann. Dass Sie mit dem „Nachbessern“ jedoch handwerklich einen Vorteil erzielen, indem Sie Klumpenrisiken abbauen – richtig […] [1]

    Aber wie kann ich denn praktisch vorgehen um bei meinem eigenen ETF Portfolio möglichst Klumpen zu vermeiden (Länder, Branchen, etc.)? Ist das nicht unmöglich?

    Zum Beispiel überschneiden sich bei einer Zusammenstellung von ACWI IMI, FTSE Emerging Markets und Euro Stoxx 600 natürlich einige Länder, Branchen und Firmen.

    Ist das weiter dramatisch? Wie macht ihr das?

    Frage zum Depot bei der Merkur Privatbank:

    Meint ihr Ordergebühren von pauschal 25 € sind bei einer Filialbank angemessen? Sparplan ist kostenlos.

    Ich möchte eigentlich nur ein jährliches Rebalancing machen und das war’s (keine Geldmarktfonds, etc.).

    Alternativ überlege ich noch Flatex, die sind zumindest im Vergleich zu anderen (Neo-) Brokern schon 20 Jahr am Markt.

    Fazit

    Wie ihr seht habe ich mich immer noch nicht festgelegt ;)

    Ich fange jetzt einfach mal mit einem Invest in den ACWI IMI mit einer “Einsteiger” Aktienquote von 60/40 an und schaue dann später ob ich EM und Europa dazu nehme.

    Grüße

    [1] https://hartmutwalz.de/msci-world-ex-usa/

    Liebes Forum,

    seit geraumer Zeit beschäftige ich mich mit meinem ersten ETF Portfolio und inzwischen sehe ich den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr (Handlungsstarre).

    Und zwar möchte ich für meine Altersvorsorge einen hohen fünfstelligen (oder niedrigen sechsstelligen) Betrag in ETFs investieren. Dieses Geld benötige ich langfristig nicht und möchte es für >15 Jahre "liegen lassen". Rendite steht für mich nicht im Vordergrund. Faul bin ich auch, ich möchte mich nicht groß kümmern ("Fire & Forget").

    Warum die Verwirrung?

    1. Hohe Einmalzahlung: Nun sagen "die Experten" bei hohen Einmalanlagen über verschiedene ETFs zu diversifizieren und nicht nur auf einen einzigen Welt-ETF zu setzen (Hartmut Walz). Andere sagen das 1-ETF-Portfolio ist auch bei hohen Summen völlig okay (Finanztip, Stiftung Warentest).
    2. Anteil USA im Portfolio: Darüber hinaus wird empfohlen den USA Anteil nicht auf 70% anzusetzen und stattdessen den Anteil an Schwellenländern + Europa zu erhöhen (Walz/Kommer). Finanztip und Stiftung Warentest sehen mit einem hohen USA Anteil kein Problem.

    Was sagt ihr? Wo seht ihr die Vor- und Nachteile zwischen 1-ETF und "Multi-ETF" Strategie? Wie würdet ihr eine hohe Einmalanlage aufteilen?

    Ich habe mir zwei Beispiel-Portfolios überlegt:

    1) Beispiel mit drei ETFs:

    - 75% MSCI ACWI IMI

    - 15% FTSE Emerging Markets

    - 10% Euro Stoxx 600

    -> macht eine Verteilung von ungefähr ~50% USA, 22,5% Schwellenländer, und ~26% Europa.

    2) Gegenbeispiel mit nur einem ETF:

    - 100% SPDR MSCI ACWI IMI

    -> macht eine Verteilung von ungefähr ~67% USA, 10% Schwellenländer, und ~15% Europa.

    Mein Depot habe ich bei der Merkur Privatbank (Sparplan kostenlos, Ordergebühren: 25€ Pauschale + Handelsplatzgebühr). Hintergedanke war: Einmal hohe Einmalzahlung und Sparplan drauf, fertig. Bank-Filiale bei Bedarf in der Nähe.

    Grüße

    Überlege mir das Depot für die Altersvorsorge zu holen. Vorteile:

    1) Keine Verwahrkosten
    2) ETF Sparpläne kostenlos
    3) FT Aktien-ETFs: 28 (Sparplan: 28)
    4) Support: Eigene Filiale vor Ort. Ich wohne im Großraum München.

    Die hohen Order Gebühren (25€ + Handelsplatzgebühr) sind okay für mich, weil ich nur zu Beginn eine hohe ETF Einmalanlage tätigen möchte. Und dann einen langfristigen ETF Sparplan (> 15 Jahre) oben drauf. Fire and Forget.

    Was meint ihr? Habe ich irgendetwas übersehen?

    Das einzige was mir einfallen würde sind dann ggf. höhere Kosten beim (jährlichen) Rebalancing im Vergleich zu anderen Depot Anbietern.