Beiträge von Leopard

    My two Cents:

    Psponline (früher Volz) ist eine vertrieblich gut gemachte, etwas einfacher gestrickte PKV-Verkaufssoftware Was wir über unsere Kunden mitbekommen, gehen die PSP Anwender in der Beratung DEUTLICH weniger in die Tiefe. Leistungsunterschiede treten mangels ausreichender Anzahl detaillierter Vergleichskriterien nicht klar zutage, so dass z.B. bei der Kurzberatung eines Vermittlers ein immer wieder gleicher alter (englisch "old") Lieblingsanbieter aus dem Norden trotz eklatanter Leistungsschwächen gut dasteht und aufgrund von Beitrag und vermeintlicher Beitragsstabilität in 99% der uns bekannten Fällen empfohlen wird.

    Wir arbeiten mit Levelnline, einer PKV-Analysesoftware für anspruchsvollere Beratung. Dort können Leistungsunterschiede mit rund 200 Vergleichskriterien in einer ca. 140-seitigen Vergleichsdokumentation deutlich differenzierter dargestellt werden. Die Beratung dauert zwar etwas länger, unsere Kunden können danach aber für sich informiert entscheiden, welche Kriterien ihnen wichtig sind, welcher Anbieter / Tarif diese in welchem Maß erfüllt und was sie bereit sind, dafür auszugeben. "Veralteter Datenstand" ist grober Unfug, Software und Daten werden permanent gepflegt und aktualisiert. Damit sollen vielleicht die genannten Schwächen von psponline bemäntelt werden.

    Hallo Herr Dr. Schlemann,

    zunächst vielen Dank für Ihre Rückmeldungen!

    Ihre Aussage "Was wir über unsere Kunden mitbekommen, gehen die PSP Anwender in der Beratung DEUTLICH weniger in die Tiefe." kann ich so tatsächlich nicht bestätigen. Hier wird es wohl unterschiedliche Erfahrungswerte geben.

    Welchen alten Lieblingsanbieter aus dem Norden Sie meinen, erschließt sich mir leider nicht. Die mir empfohlene R+V Versicherung sitzt jedenfalls in Wiesbaden.

    Leider sind Sie nicht auf das von mir oben genannte Beispiel mit der R+V eingegangen. Aus der Perspektive des Maklers, der die Software "psponline" nutzt, weist die von Ihnen genutzte Software "Levelnine" in Bezug auf die „GOÄ/GOZ“ bei der R+V einen alten Datenstand auf.

    Sie beschreiben schön das magische Dreieck der privaten Krankenversicherung:

    • Leistungsumfang - gute Leistungen
    • Stabile Beiträge
    • Niedrige Beiträge

    Alle drei Kriterien lassen sich nicht maximal kombinieren.

    Menschen, die genügend verdienen, um sich privat krankenzuversichern, verstehen meistens, worauf es langfristig ankommt. Deshalb priorisieren ca. 98% der von uns beratenen Kunden gute Leistungen und stabile Beiträge. Sie entscheiden sich deshalb für eine „gute“ private Krankenversicherung und nicht für eine „billige“ PKV.


    Ihre Aussage "Deshalb priorisieren ca. 98% der von uns beratenen Kunden gute Leistungen und stabile Beiträge." fand ich äußerst spannend. Aus Leistungssicht ist es sicherlich legitim, die Barmenia zu empfehlen. Aber ob es dort stabile Beiträge gibt? Da hat mir ein langjähriger PKV-Kunde der Barmenia leider etwas anderes erzählt.

    Welchen Versicherer würden Sie denn empfehlen, wenn die Ecke "stabile Beiträge" des magischen Dreiecks fokussiert wird?

    Hallo Felice,
    hallo Wanderslust,


    vielen herzlichen Dank für eure Rückmeldungen! :)


    Tatsächlich habe ich nie irgendwelche „Extras“ gebucht, sodass in meinem konkreten Fall gilt:


    Altersrückstellungen = Übertragungswert
    (Aktuelle Übertragungswertbescheinigung liegt mir vor.)

    Ich bin bereits in einem Unisex-Tarif bei der Debeka. Die Beitragssteigerungen waren in der Vergangenheit jedoch auch bei meinem Unisex-Tarif erheblich. So wurde beispielsweise der Beitrag vom Jahr 2024 auf das Jahr 2025 um über 22% erhöht – also weit oberhalb der Inflationsrate.


    Einen internen Tarifwechsel bei der Debeka habe ich zunächst auch angestrebt, aber der Versicherungsvertreter meinte, dass es keinen günstigeren Tarif geben würde.


    Ich könnte mir vorstellen, dass die Solvenzquoten der Krankenversicherer einen guten Indikator für die zukünftige Beitragsstabilität darstellen:


    https://www.solvencydata.com/ticker


    Was denkt ihr?


    Liebe Grüße & danke vorab :)

    Liebe Finanztip Community,


    seit einigen Monaten setze ich mich intensiv mit dem Thema „PKV-Tarifoptimierung“ auseinander.

    Ich habe mich umfassend informiert und hierbei auch drei von Finanztip empfohlene Versicherungsmakler konsultiert.

    Kurz zu mir:

    • Beamt:in
    • Keine (ernsthaften) Vorerkrankungen
    • Aktueller Versicherer: Debeka
    • Zahlreiche, teils saftige Beitragssteigerungen in der Vergangenheit


    Eines meiner wichtigsten Learnings war: Die Makler versuchen im Regelfall, den Leistungsumfang zu maximieren. Dies hat nicht zuletzt für den Makler den Vorteil, eine höhere Provision zu erhalten. Dies ist zunächst einmal legitim.

    Interessant ist, dass die Makler mit teils unterschiedlichen Softwareprogrammen arbeiten. Während manche mit „Levelnine“ arbeiten, arbeiten andere mit „psponline“. Diejenigen, die mit „psponline“ arbeiten, haben deutlich gemacht, dass die Software „Levelnine“ angeblich einen in Teilen veralteten Datenstand aufweist.

    Konkretes Beispiel: Bei „Levelnine“ wird in Bezug auf den Bereich „GOÄ/GOZ“ bei der R+V (Tarif: BB20E BB30 EB1 W120E W130 PPB; sozusagen der „Premium-Tarif“ für die Beamt:innen) lediglich ein „mittlerer Leistungsumfang“ ausgewiesen (blaue Balken), wohingegen diejenigen, die die Software „psponline“ verwenden, deutlich machen, dass der Bereich „GOÄ/GOZ“ bei der R+V sehr stark sei.

    Learning: Je mehr Informationen man sammelt, desto verwirrender wird es – klassischer Fall eines information overload. ;(

    Meine Recherche hat gezeigt, dass auch PKV-Versicherte in den von Maklern empfohlenen Versicherungsgesellschaften teilweise sehr unzufrieden sind (nachzulesen beispielsweise bei Finanzfluss).

    Meine pessimistische, wahrscheinlich aber realistische Einschätzung ist: Am Ende muss ich damit rechnen, Rechnungen zumindest in Teilen aus eigener Tasche zu bezahlen – gerade auch im Alter von 70+ (also genau dann, wenn es teuer wird). Ich habe viele Berichte lesen müssen, wonach viele PKV-Versicherte erst nach Hinzuziehen eines Rechtsanwalts ihre Rechnung bezahlt bekommen haben (auch dann immer wieder nur Teilbeträge).

    Ich bin daher auf der Suche nach einer Versicherungsgesellschaft, die langfristig die bestmögliche Beitragsstabilität einerseits und geringe Beiträge andererseits miteinander vereint – selbstverständlich zulasten des Leistungsumfangs (aber bezahlen muss ich ja schließlich eh😉).

    Welche Versicherungsgesellschaften würdet ihr da empfehlen?

    Über konkrete Erfahrungswerte, gern von Menschen Ü70, würde ich mich sehr freuen.

    Vielen Dank vorab!