Beiträge von Old Ideas

    Danke euch für die gedanklichen Anstöße, das hat durchaus geholfen zu sortieren.

    Ich denke, solange ich noch so arbeite wie bisher, ist ein größerer Notgroschen auf dem Tagesgeld eher optional, da ich eigentlich alles was so spontan an Ungemach hereinbrechen kann aus der laufenden Sparrate kurzfristig auffangen könnte und eine Bundesanleihe ist ja im Handumdrehen zu Geld gemacht.

    Den sicheren Depotanteil an meinen (notwendigen) Ausgaben mit Faktor 3-5 Jahre auszurichten scheint mir am sinnvollsten zu sein und würde dabei auch noch "automatisch" die persönliche Inflation berücksichtigen. Dafür mache ich mich mal auf die Suche nach einem Instrument wie hier angeregt:

    Einen für drei bis fünf Jahre dafür ausreichenden Betrag würde ich in verhältnismäßig kurz (0 bis 5 Jahre) laufende Staats- und Unternehmensanleihen-ETFs geben - weil man damit flexibler aufgestellt ist als mit Festgeld o. Ä.

    Gibt es Empfehlungen dazu? Was ist etwa davon zu halten: IE00BVZ6SP04 (PIMCO Euro Short Maturity UCITS ETF Acc)? Die aktive Verwaltung scheint zumindest hinsichtlich der Kosten keinen großen Schaden anzurichten.

    Alle Überschüsse darüber hinaus fließen künftig in Aktien-ETF, hier beschränke ich mich auf ACWI IMI/FTSE All-World.

    Und ja, die Ratschläge das Leben nicht zu kurz kommen zu lassen, sind sehr gut platziert. Wir leben schon recht gut, ein derzeit noch hohes Einkommen ermöglicht zum Glück beides, aber das gute Leben hat ein deutlich kürzeres Verfallsdatum bekommen, als das Vermögen.

    Danke für die Rückmeldung! Wir sind nicht verheiratet, vertraglich bzw. hinsichtlich der Vorsorge ist aber alles nötige geregelt.

    Mir ist hauptsächlich nicht klar, wie ich auf eine dauerhaft sinnvolle Aufteilung risikoreich/risikoarm kommen soll. Natürlich kann meine Risikotoleranz kein anderer als ich kennen, aber ich scheitere am Festlegen der Risikotragfähigkeit, die ja nach meinem Verständnis objektiver sein sollte. Ich will nicht zu konservativ unterwegs sein, weil eine gewisse Rendite einfach nötig ist, um die verkürzte Erwerbsbiografie aufzufangen. Gleichzeitig will ich mich nicht in einem ernsthaften Crash-Szenario auf 15 Jahre finanziell kaltstellen. Vielleicht verkopfe ich das Thema auch zu sehr oder gehe es zu dogmatisch an.

    Hallo zusammen,

    ich suche Unterstützung bei meiner langfristigen Finanzplanung. Aufgrund meiner gesundheitlichen Prognose stehe ich gerade vor Herausforderungen bei der sinnvollen Strukturierung meines Vermögens.


    Lebenssituation:

    - Ende 30, kinderlos, in langjähriger Partnerschaft

    - Wohnsituation in Immobilie des Partners (mietfrei, lfd. Kosten werden geteilt). Absicherung für den schlimmsten Fall besteht (Nießbrauch/Risiko-LV).

    - Angestellter, privat krankenversichert, Dienstwagen (kein eigenes Auto)


    Finanzielle Situation:

    - jährliche Sparleistung ca. 35.000 EUR, keine Schenkungen/Erbschaften zu erwarten

    - keine Schulden, liquides Vermögen 200.000 EUR

    Risikoreich:

    -> 75.000 EUR SPDR MSCI ACWI IMI

    -> 18.000 EUR Gold (physisch)

    Risikoarm:

    -> 100.000 EUR Bundesschatzanweisung 06/2026

    -> 7.000 EUR Tagesgeld

    Alles davon steht zur Disposition.


    Die Krux:

    - nicht heilbare genetische Erkrankung, die unvorhersehbar verläuft und die Arbeitsfähigkeit potentiell in den nächsten 10-20 Jahren einschränken oder ganz zerstören kann, mit höchster Wahrscheinlichkeit aber zumindest das Rentenalter maßgeblich bestimmen wird. 100 werde ich damit auch nicht gerade, nach jetzigem Stand.

    - daher Wunsch nach Teilzeit 50% ab ca. 45 Jahren, um das Leben noch etwas mehr auskosten zu können, bevor die Talfahrt kommt. Mit 50% TZ werde ich bei jetzigen Fixkosten kein Vermögen verzehren, aber signifikant weniger sparen (ca. noch 6.000 EUR p.a.).

    Glücklicherweise bestehen 12-15 Jahre alte BU-Versicherungen (ca. 3.200 EUR Rente), die lange vor der Diagnose abgeschlossen wurden. Auch die PKV stammt natürlich aus dieser Zeit vor der Diagnose.


    Ich tue mich insbesondere schwer mit der Risikotragfähigkeit/„Level 1 Allokation“. Ich schwanke zwischen dem Sicherheitsbedürfnis (wegen der Krankheit, PKV-Kosten und der Tatsache, dass meine niedrigen Fixkosten am weiteren Gelingen der Partnerschaft hängen) und dem Wunsch nach Rendite (samt der Frage: wie viel Rendite ist nötig?)

    Wie hoch sollte der risikoarme Anteil in meiner Situation sein? Ist ein Fixbetrag (z. B. 100.000 EUR, wie von einer KI vorgeschlagen, vermutlich auf Basis meiner aktuellen Allokation) sinnvoller oder ein prozentualer Anteil am Gesamtvermögen? Ich habe grundsätzlich keine Angst vor Volatilität und bin in Sachen Geldanlagen fachlich fit, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich mir diese Gelassenheit leisten kann und sollte.

    Wie gehe ich mit den künftigen Sparraten um?

    100.000 € in Geldmarkt/Anleihen wirken aktuell sehr hoch für mich, aber in ca. 7-8 Jahren rechne ich mit einem Gesamtvermögen von fast 500k € rein durch die Sparraten, das entspräche dann nur noch einer Sicherheits-Quote von 20%. Ist das zu konservativ, zu riskant oder angesichts der gesundheitlichen Unsicherheit und meiner Pläne angemessen?

    Danke für jeden Input.