Beiträge von Julian-2

    Mich von den Immofonds komplett zu trennen habe ich auch schon in Betracht gezogen - werde ich auf jeden Fall machen, die Kündigungsfrist beträgt aber 12 Monate.

    Auch nur, wenn du an die Fondgesellschaft verkaufst. Verkaufst du über die Börse, kennst du deinen Preis / Erlös und hast das Geld zeitnah (würde mal max. 2 Tage schätzen). Bei der Fondgesellschaft wartest du 12 Monate und kennst deinen Verkaufserlös nicht, bis am Stichtag X die Abrechnung im Postfach liegt. Das können die 44€ / Anteil von heute sein oder eben wie bei Uniglobal / UniImmo eben aufgrund von Neubewertung des NAVs und Abschlags eben 30% weniger. Oder wenn eine Immobilienkrise käme, wird der Fond geschlossen und du wartest 20 Jahre auf die Auflösung und bekommst vielleicht gar nichts. Wäre keine Seltenheit. Weiterhin: Oppertunitätskosten, Verwaltungsgebühr, ...

    Das musst du für dich wissen. Ich würde einen Preis bevorzugen, den ich kenne.

    Im Gegenteil. Aber ich hatte auch kein Geld zu verschenken, deshalb habe ich damals nicht zum Börsenpreis, sondern 12 Monate später zum im Vergleich 13% höheren „Listenpreis“ verkauft. Deswegen: Morgen Rückgabe anstoßen und in 12 Monaten über Gewinn statt Verlust freuen.

    Ist halt wie Lotto spielen. Du kannst kündigen, kennst den Preis aber nicht! Wenn wir einen Preissturz bei den Immobilien haben oder Immofonds aufgrund des deutlich niedrigeren NAVs durch Neubewertung haben, dann ... Der Markt sagt: Der Fond ist 10% weniger wert als es die Fondgesellschaft verkaufen will ;)

    Dein ETF-Anteil sieht für mich solide, strukturiert aus. Einige Vorkommentatoren haben u.a. andere Punkte schon angebracht. Diese solltest du dir überlegen und wenn du das Umschichten in Erwägung ziehst, kannst du entsprechend aus den Verkäufen das Kapital umschichten und den Rest z.B. in dein ETF-Portfolio investieren.

    Darum gehe ich nachfolgend nur auf dein Berater-Portfolio ein:

    • ARERO - Warum in diesen investiert? Mischfond mit Rohstoffen, Aktien, Anleihen und hat eine eingebaute "Crash-Mechanik". Ob es sich am Ende lohnt gegenüber einem normalen ETF, darf jeder für sich entscheiden.
    • Flossbach - hohe laufende Kosten 1,62%.
    • A0M8HD - 1,31% laufende Kosten p.a. - Value-Investing für Europa (v.a. DE) in Packung eines aktiven Fonds. In den letzten 10 Jahren eine Rendite von 2,56% p.a. (vor Inflation, vor Steuer). In den letzten 5 Jahren nur 1,36% p.a., also Tagesgeld war renditestärker.
    • A0X754 - 1,80% laufende Kosten p.a.
    • ...
    • hausInvest - Immobilienfond. Kündigungsfrist von 12 Monaten (wenn >24 Monate gehalten). Du weißt also erst den Preis in 12 Monaten, wenn du heute kündigst. Das kann +100% sein oder eben auch -50%. Aktuell wird der Hausinvest für ca. 40€ pro Anteil an der Börse gehandelt. Die Fondgesellschaft zahlt 44€ (Rücknahmepreis). D.h. du hast aktuell -10% Abschlag, wenn du börslich verkaufst und hast das Geld morgen, anstatt über die Fondgesellschaft und 12 Monate wartest (und dann nicht mal weißt, was du dafür bekommst, erst am Stichtag des Verkaufs und da gibt es dann kein zurück mehr!).

    Unabhängig von der Steuerthematik, aber das sollte kein Grund sein, um dich bei deiner Umschichtung zu behindern. Du hast in den teuren Fonds Aktien, bzw. Immobilien. Wenn du heute verkaufen würdest und alles in dein ETF-Portfolio umschichtest, wird dein Risiko sehr ähnlich bleiben, denn du tauschst Aktien gegen Aktien. Das ist die gleiche Assetklasse. Das ist aus meiner Sicht in Bezug auf dein Alter (und "Rente") irrelevant.

    Ob dir die Gewichtung der Rohstoffe bewusst bzw. wichtig ist, musst du für dich entscheiden. Du kannst entsprechend dafür Zertifikate/Commodities aufnehmen (z.B. Bloomberg commodities als Rohstoffkorb oder Gold-Silber-Zertifikate).

    Bei deinen genannten Fonds wüsste ich keinen Grund, warum man diese behalten sollte, v.a. wenn man sowieso parallel ein kostengünstiges, transparentes, übersichtliches und ertragreiches ETF-Portfolio aufgebaut hat.

    Wenn ich es richtig verstehe, gibt es 3 verschiedene "Depotarten" mit gewissen "Voreinstellungen/Möglichkeiten". Finde ich irgendwie eine Übersicht, kurze Tabelle was die anderen beiden Depots beinhalten sollen? Meistens wird nur das "Standarddepot" besprochen, nun mit dem Kostendeckel von max. 1,0% p.a. (die anderen open-end).

    Ohne mich aktuell bis ganz tief in die Materie beschäftigt zu haben, ist eine Änderung der Altersvorsorge MIT Kapitalmarkt zwingend notwendig. Für mich sehe ich dieses Depot/Produkt des Staates eher als mögliche Diversifikation/Ergänzung zu meinem Bestehenden System (Ich weiß: Ich bin auch nicht die vorrangige Zielgruppe). Die eigentliche Zielgruppe (welche die noch gar nichts haben), werden vielleicht aufgrund der Open-End-Gebührenstruktur bei Depot 2+3 wie beim Riester "über den Tisch gezogen". Da wird wieder fleißig mit Förderung/Steuerersparnis gewedelt, um Provision und Co. zu kassieren.

    Bei dem Depot habe ich direkt zwei Gedanken:

    • Sparrate nur so hoch, um maximale Förderung zu erhalten
    • trotz Vorzeitiger Kündigung und Rückzahlung der Förderungssumme - der Zinses-Zinseffekt/Rendite der Förderung muss man ja nicht zurückerstatten?! 8o

    Ich warte erstmal konkrete Produkte und die finale Gesetzgebung dazu ab. Alles was bisher der Staat gemacht hat, heißt irgendwo gibt es ein Hintertürchen. Nachträglich Steuern einführen, Geld zweckentfremden, usw. . Renteneintrittsalter erhöhen, aber Auszahlung beginnt ab Alter XY (also hoher Einkommenssteuersatz), ...

    Förderung wie Zinsloser Kredit, also bisschen mit Leverage/Hebel spielen :D

    Wenn ein Unternehmen Bleistifte herstellt, die in einem Rüstungsunternehmen benutzt werden (könnten), ist es für mich kein Rüstungsunternehmen.

    Wenn ein Unternehmen mit Rüstung den größten Teil seines Umsatzes macht, ist es für mich ein Rüstungsunternehmen.

    Ansonsten gibt es da eindeutige Faktoren. Eine Landmine ist in meinen Augen zu Recht als „kontroverse Waffe“ eingestuft, und Kinderarbeit gehört für mich verboten. So was möchte ich möglichst ausschließen, und da gibt es wenige Grenzfälle.

    Wenn ein Unternehmen wie Exxon mehr als 1% der weltweiten CO2-Emissionen verursacht, möchte ich es gern ausschließen, und das geht ganz einfach, egal welcher Filter.

    Wenn man dann aber hier im Forum lesen muss, dass Atomkraft nahhaltig sei, ist das für mich einfach ein Beispiel für Profitmaximierung auf Kosten der Nachwelt. Das warst nicht du, aber die Argumente sind ähnlich.

    Vielen Dank für deine persönliche Erklärung! Ich finde das super, dass du das so schreibst und wenn ich es richtig interpretiere, dich auch für diesen Investmentansatz entschieden hast. Du hast für dich klare Grenzen definiert. Das respektiere ich, teilweise teile ich deine Ansichten auch.

    Bei diesen Themen wird es immer unterschiedliche Meinungen geben, nie einen einzigen Konsens. Deswegen finde ich den Austausch untereinander dennoch wichtig und richtig.

    Eben wie du mit der Profitmaximierung schreibst: Du hast dich für nachhaltiges Investieren entschieden, auch wenn du damit vielleicht eine Renditeminderung hast. Das andere Szenario kann auch sein, dass du mehr Rendite hast, weil die nachhaltigen Unternehmen besser wirtschaften oder beliebter sind.

    Ich wollte diesen Aspekt nur anbringen, denn viele denken sich mit "ESG / SRI", dass sie genau die gleiche Rendite erwirtschaften wie der Vergleich (z.B. FSTE All World). Kann besser, gleich oder schlechter sein. Das sieht man erst im Nachhinein. Es ist wie gesagt eben ein "Risiko", dem man sich bewusst sein sollte.

    Was ist daran überspitzt? Das sieht man doch gerade an Rüstung und Umweltverschmutzung. Genau der Grund für mich, auf SRI zu gehen. Du bist da Großem auf der Spur!

    Eben, das meine ich. Ich habe das ohne emotionale Wertung geschrieben. Aus Finanzsicht habe ich durch den ESG-Filter eine klare Marktmeinung, welche eben auch andere Aspekte mit sich bringt. Mein fiktives Szenario ist nur drastisch formuliert - ich denke selbst als Nicht-ESG-Investor, dass niemals alle Renditebringenden Firmen im ESG-ETF herausgefiltert werden. Aber das Risiko ist gegeben und das sollte beachtet werden.

    Wenn man den ESG-Filter haben will, darf man das machen. Ich habe nur objektiv auf dieses "Risiko" hingewiesen. Kein Grund einen persönlich dafür anzugreifen. Wenn du keine Rüstung/Umweltverschmutzung im Portfolio haben willst, dann darfst du das tun. Ich stelle mir nur die Frage: Wo ziehst du die Grenze? Was ist für dich Rüstung, was nicht?

    Woran man sieht, dass du dich mit dem Thema überhaupt nicht befasst hast – oder das schon lange her ist.

    Ja, es ist schon etwas her. Richtig. Du darfst gerne sachlich, konstruktiv und mit Quellen mich auf den neusten Stand bringen. Vielleicht ist es für mich ja doch relevant / interessant?

    Warum nutzen manche dann ESG und manche SRI-Kriterien? Alleine dadurch habe ich schon zwei verschiedene Bewertungsmatrizen...

    Doch, natürlich verstanden. Aber vielleicht haben wir auch unterschiedliche Vorstellungen von signifikanten Unterschieden. Rechne doch einfach mal eine beliebige Summe, meinetwegen 1000 Euro im Monat über 10 Jahre. Jeweils mit 2% (z.B. Geldmarkt), 4% (wahrscheinlich realistischer Wert eines ETFs nach Steuer pro Jahr) und dann eine grandiosen ETF mit 8% pro Jahr. Und dann schaust du nach 10 Jahren, was du da reingebuttert hast und wieviel Geld im Depot durch die monatliche Rendite kam. Und wenn du dann schon mal an Excel sitzt, simulierst du in Jahr 11 einen 50% Einbruch von deinem Depot 🙊

    Dein Vergleich hinkt aufgrund der Einschränkung deines Zeitraums. Weiterhin rechnest du LINEAR und GENAU EINEN Verlauf. Das ist für das eigene Gefühl gut, aber mit einer analytischen Herangehensweise hat das wenig zu tun.

    Du solltest für den Vergleich auf jeden Fall historische Daten (Index-Werte, Inflationswerte, Steuern, ...) verwenden. Deine Rechnung auf Bruttobasis, ohne Inflation ist fatal für die Finanzplanung. Als Tipp "72er Regel". Bei 2% Inflation p.a. ist deine Kaufkraft nach 36 Jahren halbiert, aber dein Kontostand ist toll gewachsen.

    Weiterhin solltest du eher Szenarien und Wahrscheinlichkeiten auswerten (Monte-Carlo-Simulation) mit verschiedenen Renditeszenarien anhand historischer Werte auswerten.

    Wenn du mit 10 Jahren Laufzeit rechnest, also an diesem Tag X Bestandsaufnahme machst (Eingezahlt vs. aktueller Vermögensstand), dass vermutlich eine größere Summe im Geldmarkt-ETF und nur ein kleiner Aktienteil besser war als ein reines Aktiendepot.

    Verringerst du die Laufzeit (z.B. auf 5 Jahre) wirst du feststellen, dass es sinnvoller ist fast nur in Richtung Geldmarkt-ETF (= Anleihen) zu gehen, anstatt Aktien.

    Verlängerst du deine Laufzeit (z.B. 30 Jahre) wirst du deutlich sehen, dass dein Geldmarkt-ETF keine Relevanz mehr hat und du mit einem reinen Aktieninvestment deutlich gegenüber einem 100%-Geldmarkt-Investment vorne liegst.

    D.h. je nachdem welche Parameter du für deine Rechnung verwendest und was dein Ziel ist, wirst du eine andere Allokation erhalten.

    D.h. der Kurs auch dieses ETFs wird im wesentlichen von den ersten ca. 100 Positionen bestimmt.

    Allerdings weißt du nicht, welche Firmen das sein werden. Durch das ESG-Kriterium werden Firmen herausgefiltert die morgen die Renditegeber sind, oder vielleicht auch die Loser. Studien haben gezeigt, dass nur ca. 20% der Firmen im ETF (S&P500, Welt-Index) für die Performance entscheidend sind. Der Rest hat eher nichts zur Rendite beigetragen oder haben sogar negativ rentiert. Allerdings weißt du eben nicht, welche Firma zu den oberen 20% gehören und welche nicht.

    Überspitzt formuliert könnte man das Szenario annehmen: ESG Filter filtert alle Firmen heraus, die die Performance/Rendite liefern.

    Mit dem ESG Label hast du indirekt eine Prognose, eine Marktmeinung.

    Das Thema Diversifikation sehe ich eher 2.-rangig, denn in den großen Marktkapitalisierten Indizes wird das meiste Kapital sowieso auf die Top 100 aufgeteilt. Der Rest ist eher "nice to see". Da komme ich aber wieder auf den oberen Punkt zurück. Wenn du im ESG-ETF nach Marktkapitalisierung nur noch die schlechten Unternehmen drin hast (weil ESG) und die anderen die Rendite erwirtschaften, ...

    Aus diesem Grund bin ich kein Freund von diesen Umweltkritieren, zumal diese jeder Anbieter/Indexersteller für sich selbst definieren kann. Es gibt keinen Standard (so zu sagen keine "DIN-Norm" :thumbup:)

    Eine Strategie sollte so ausgelegt sein, dass sie für alle Szenarien funktioniert.

    Wobei ich eher Simple fahren will und immer noch zwischen der Frage Taggeldkonto VS Geldmarkt ETF stehe und sich bei letzterem noch die Frage stellt, ob es ein ESTR oder Anleihen ETF sein soll.

    Das mit dem Festgeld ist eine solide Idee.

    Geldmarkt-ETF: Dieser orientiert sich aufgrund seines Konzeptes automatisch am ESTR, oder übersehe ich etwas? Abgebildet wird das ganze als Swap mit kurzlaufenden Anleihen (u.a. um kein Zinsänderungsrisiko einzubauen). Bei den meisten Brokern findest du diese unter "Overnight". Um ein paar Beispiele zu nennen:

    LU1190417599

    LU0335044896

    LU0290358497

    Wenn du einen Geldmarkt-ETF ins Auge fasst, dann sollten die Ordergebühren für Kauf-/Verkauf sehr gering sein, ansonsten fressen diese die geringen Zinsen wieder auf. Mit dem Geldmarkt-ETF sparst du dir das Tagesgeldhopping. Beim Tagesgeld-Hopping kannst du mit etwas Aufwand auch Sonderaktionen/Werbeaktionen für oft 4-6 Monate mitnehmen. D.h. 2 - 3x pro Jahr das TG-Konto eröffnen, Betrag umziehen, danach wieder kündigen. Aufwand-Nutzen musst du für dich abwägen.

    Ich bin zwar nicht in deiner Situation, dass ich EK für eine Immobilie aufbauen will. Meine Rücklagen (wie Notgroschen, für Urlaub, für Auto, ...) sind jeweils auf einem Tagesgeldkonto einer Bank. Ich möchte es von meinen Depots getrennt halten.

    Die Menge hat sicherlich über die letzten Jahre stark zugenommen. Die Qualität aber eher nicht. Jeder Depp mit Kamera verkündet entweder die gleiche Wahrheit zum X. Mal neu, oder gleich seine eigenen Wahrheiten. Finanzvideos kannst du ja selbst dann noch machen, wenn du für OnlyFans zu hässlich bist. Das ist kein Maßstab für die gesellschaftliche Finanzbildung.

    Heutzutage gibt es viele gute, tolle, wissenswerte Videos/Artikel, aber auch Populismus, Halbwahrheiten, Fehlinformationen, ... Darum hinterfrage die Informationen.

    den Privatanleger schützen und gegen Interessenkonflikte kämpfen. :rolleyes:

    Mit einer Spende für den örtlichen Verein ist das damit wohl wieder weggemacht.

    Meiner Ansicht nach sind viele die Hausbanken sehr aktive Vertreiber solcher komplexen, unrentablen, vermögensschädlichen Produkten.

    Die eine Aussage im Video verstehe ich so, als wurde das vom "Berater" ihnen gesagt. Zitat sinngemäß.

    "Das Geld/Kapital ist sicher. Die Gewinne die anlaufen sind sicher." und "zweistellige Rendite p.a."

    Das ist glaube ich auch der "Wissensvorsprung" den du meinst, dass dem Privatanleger bei diesen Aussagen spätestens keine 20 Alarmglocken angehen. So ist irgendwo der deutsche Anleger gestrickt: Kein Verlust, aber viel Gewinn haben w ollen.

    Das passt eben nicht zusammen.

    Wenn ich alleine den Papierkram in dem Ordner sehe, ... <X

    Ich weiß nicht mehr, wo ich es mal gelesen hatte, aber.

    Für eine Autoreparatur werden 5 Kostenvoranschläge eingeholt, bevor man sich entscheidet. Bei einer solchen Anlage, in der ich über 24.000 € einzahlen werde, schließe ich den Vertrag nach einem Kaffeekränzen ab...

    Ich habe das Video angeschaut, verstehe das Produkt immer noch nicht so wirklich... :sleeping:

    Spannend was alles so bei den Hausbanken vertrieben wird. Das sind die aktiv gemanagten Fonds eher noch das transparente, einfache Produktangebot. =O


    Edit: Im geschriebenen Text des Berichtes steht immerhin, dass die Sparkasse kulanterweise das eingezahlte Kapital "zurückerstattet", wenn die beiden es zurückfordern. Allerdings sind die 24.000 € heute, nicht mehr die 24.000 € über all die Jahre (Inflation lässt grüßen). Dennoch 3.000 € mehr als in dem Bericht steht :thumbup:

    Ist es sinnvoll, das Geld kurzfristig in ETFs zu investieren, weil es im Vergleich zum Tagesgeld mehr Rendite gibt bzw. geben könnte?

    Die Wahrscheinlichkeit besteht, dass es mehr Rendite geben kann. Die Frage ist mit welchem Risiko du es erreichen willst und wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist. Es ist möglich, dass du nach 3 Jahren mehr Kapital hast als vorher, aber auch möglich, dass du nur noch 50% davon hast.

    Statistisch / historisch gesehen, war für ein kurzer Zeitraum (< 5 Jahre auf jeden Fall) eine Anlage in sichere Produkte wie Tagesgeld, Festgeld (Zinstreppe), Geldmarkt-ETF, ... die sinnvollere Alternative. Festgeld bietet i.d.R. höhere Zinsen (als Tagesgeld/Geldmarkt), weil du eben inliquide für den abgeschlossenen Zeitraum bist.

    Bei 200.000 € würde ich mir einen günstigen Broker suchen und einen Geldmarkt-ETF wählen, anstatt es per Tagesgeld über 3 Banken zu streuen. In einer systemischen Bankenkrise würde ich nicht darauf hoffen, dass du trotz 3 Banken jeweils 100.000 € Einlagensicherung am Ende bekommst, sondern eher nur einmal ;). Geldmarkt-ETF zählt als Sondervermögen.
    (3 Banken aufgrund dessen: a) du hast bereits ein Girokonto und Geldeinlagen b) 100.000 € pro Bank / Kunde = 2 Banken für deine Schenkung, alles weitere wäre ungesichert -> 3. Bank)


    Das Video ist schon älter (11 Monate) und ein analytische Betrachtung anhand historischer Daten und Wahrscheinlichkeiten. Im Video wird u.a. die Kombination Aktien-Welt-ETF, Gold und 10-jährige Bundelsanleihen in Kombinationen angeschaut. In Bezug auf Rendite, Risiko und im Vergleich zu Zinsprodukte (wie oben genannt). Die 15 Minuten würde ich investieren und danach kannst du dir ein eigenes Bild machen.

    Youtubekanal: Notgroschen

    https://www.youtube.com/watch?v=4SMjMb6uSxg&t=1s

    Friedrich März schlug diese Woche 50 Euro für junge Leute monatlich beim Wahlkampfauftritt in Ravensburg vor.

    ....und das Renteneintrittsalter an einer fixen Jahre an geleisteten Arbeitsjahren koppeln.
    Erst bei 45 Jahren gezahlten Beitragsjahren wäre aus seiner Sicht eine Rente möglich. Das ist genau das, was die Jugend als Motivation braucht: Arbeiten bis ihr umfallen werdet! Bei jeder Auslandsrede beleidigt er uns als Bevölkerung: "Wir sind faul. Wir leisten nichts. Jeder gammelt nur herum.", aber die Daten & Fakten zeigen genau das Gegenteil. Diejenigen die etwas leisten, leisten immer noch mehr, während andere nichts leisten. Das Wirtschaftswachstum kommt nicht mehr bei der Arbeitnehmenden Bevölkerung an, Reallöhne sinken, Gesundheitsversorgung als Steuerzahler wird immer mehr Eigenleistung (andere bekommen alles ohne zu leisten), Haushaltsausgaben steigen (Wohnung, Energie, Mobilität, Nahrung). Finanztip hatte auch mal eine Umfrage in der deutlich zu erkennen war, dass viele gar nicht sparen können...

    Es gibt keine nachhaltigen, zukunftsorientieren Reformen, kein gesamtheitliches Konzept. Kritische, notwendige Reformen werden ignoriert, alles nur für Stimmenfang. Sonderschulden werden zweckentfremdet, nicht für Infrastruktur und Co. verwendet. Unsere Digitalisierung, Glasfaserausbau, Mobilnetzabdeckung ähneln eher einem Entwicklungsland. Die DB hat bereits geplante Instrastruktur-Projekte aufgrund von Finanzierung gestoppt (wobei die Finanzierung nur ein Minibruchteil der Sonderschulden wären, ...). Die Folgen werden wir als junge Bevölkerung tragen und ausbaden dürfen. Die Rahmenbedingungen für junge Familien sind in Deutschland (finanzielle Unterstützung/Entlastung) mehr als schlecht. Andere EU-Länder sind dort deutlich weiter als wir.

    Das Problem dabei ist auch, dass die ganzen Freibeträge/Freigrenzen NIE mit der Inflation mitgezogen werden. Steuerkurve, Elterngeld, Grundfreibetrag, Pauschbetrag, Schenkung/Erbe, ... , stattdessen steigen die Sozialabgaben jedes Jahr fröhlich weiter.

    Der Staat muss die Rahmenbedingungen für privaten Wohlstand verbessern, anstatt überall abzuknöpfen und aufhören Leistung "zu bestrafen". Das nächste Thema - seine Rechnung ist ja schön und gut, aber Inflationsbereinigt, nach Steuern und mit der "Androhung von Sozialversicherungsbeiträgen auf Kapitalerträge" wird es Schritt für Schritt düsterer.

    Mit der Kaufkraft von heute 36.153 Euro kann dann

    Bei 2% Entnahme würde das heute einer Kaufkraft von ca. 720 € p.a. (= 60 € / Monat) bedeuten.

    Die Fragen sind doch:

    • Warum sind gerade mal 20% der deutschen Bevölkerung direkt/indirekt am Kapitalmarkt tätigt?
    • Warum wird ständig von der Politik propagiert, dass Kapitalmarkt Casino ist?
    • Warum hat unser Rentensystem noch immer keinè Kapitalmarkt-Komponente?
    • Warum haben wir als Industrienation noch immer kein strukturiertes Altersvorsorge-Programm, das den Kapitalmarkt beinhaltet? Keinen Staatsfonds, nichts.

    Genau, relevant in 2026..

    Aber wenn man sich das Timing der DB (nicht DKB) ansieht, werde ich den Steuerbescheid für 2026 erst in 2028 bekommen.

    Da ich verpflichtet bin eine Steuererklärung zu machen, muss die für 2026 in 2027 gemacht werden und nicht in 2028 wenn ich den Bescheid der DB vorliegen habe.

    Wenn das bei denen auf deren freiwilliger Basis so lange dauert, dann fordere sie bei Ihnen so im April, spätestens Mai an. Sie sind verpflichtet dir eine jährliche Steuerbescheinigung auszustellen. Darauf warten, bis die Bank sich rührt, wenn es um DEINE Finanzen geht, ist schon immer eine schlechte Einstellung gewesen.

    Bei meinen Banken kommen sie automatisch zwischen März / Anfang Mai in das Postfach.

    Soweit das alle Statistiken und Berechnungen zulassen habe ich das Ziel mittlerweile erreicht und seit dem geht meine Motivation leider stark runter weiter zu machen. Mein größtes Problem ist, dass ich dabei investiere aber immer davon ausgehe erst in 30 Jahren was davon zu haben.

    So ohne klare Ziele fällt es mir also schwer das sinnvoll zu betreiben und ich Frage mich ob es hier auch andere gibt die an diesem Punkt sind und etwas den Faden verloren haben?

    Für mich als jungen Anleger wäre es sehr spannend deine Investmentreise zu lesen. Du hast in der Zeit bestimmt vieles an der Börse mitgemacht, durchgestanden, geändert und trotzdem dein Ziel nicht fallen gelassen (welches du nun erreicht hast).

    Es gibt bestimmt viele, welche in einer ähnlichen Situation sind und von deiner Reise lernen können. Falls du willst, könntest du uns deine Reise, deine Situation und deine Depotaufstellung beschreiben, vorstellen, erläutern. Schau dir mal diesen Beitrag an:

    Desperados71
    22. Februar 2026 um 18:26

    ... dann sehe ich bei dieser Person noch ganz andere Probleme bei der Lebensplanung als Preisschwankungen bei ETFs.

    Ich bin zwar nicht der Beitragsersteller, aber solche Aussagen finde ich respektlos. Die Lebensplanung der Person kennst du überhaupt nicht und erlaubst dir aufgrund eines kleinen Einblicks (Planung für Immobilie) ein Urteil. Entgegen deiner Aussage finde ich hat er eine sehr solide, realistische Lebensplanung!

    Du magst es anders handhaben, und das darfst du. Der Beitragsersteller hat konkret den Zeitrahmen 7 - 10 Jahre angegeben, warum ist ihm überlassen. Weiterhin hat er bereits ein Aktiendepot und somit keine Probleme mit den Preisschwankungen. Das Problem der Preisschwankung ist, dass er das Kapital zwingend braucht. In Phasen wie nach der DotCom-Blase oder Finanzkrise möchtest du deinen Traum vom Eigenheim nicht um 5-10 Jahre verschieben, weil der Markt deutlich im Minus steht.

    Ich sehe es im Bekanntenkreis: Junge Familie mit 1 Kind, kleine Mietwohnung. Bei einem 2. Kind wäre ein Umzug in eine neue Wohnung oder der Erwerb eines entsprechenden Eigenheims fast Pflicht. Aufgrund vieler anderer Faktoren ist da nicht die Möglichkeit zu sagen: "Och, lass mal mit dem 2. Kind noch 8 Jahre warten, der Aktienmarkt steht gerade schlecht."

    Ich würde Tagesgeld und Festgeld-Zinstreppe nutzen.

    GeldmarktETF nur wenn dein Broker sehr günstige Ordergebühren für Sparplan und Verkauf hat - oder du mit dem Tages/Festgeld über die Einlagensicherung kommst.

    Festgeld-Zinstreppe aufbauen wenn im Tagesgeld sich etwas Puffer angesammelt hat, um "gesicherte" gute Zinssätze zu haben. Ich würde da Zeitspannen von 1-3 Jahren Laufzeit jeweils nehmen.

    Da du den Plan konkret gefasst hast, wirst du das Eigenkapital zu der Zeit sicher benötigen. D.h. Festgelder würde ich bis kurz vorher machen/auslaufen lassen.

    10 Jahre Anlagehorizont ist historisch gesehen eine kritische Grenze. Als Ergänzung zu meiner Idee von damals, habe ich auch schon öfters gelesen, dass manche einen Teil des notwendigen EKs mit der längsten Anlagedauert (hier: 10 Jahre) in einen Weltweit-gestreuten Aktien-ETF stecken. Den Rest den sie über die Zeit ansparen über Geldmarkt-ETF, Tagesgeld, Festgeld.

    Wenn der Zeitpunkt des Immobilienkaufs näher rückt schichten sie bereits einige Zeit vorher um.

    Problem dabei sehe ich: Der Zeitpunkt des Immobilienkaufs kommt meistens schneller als man plant. Das habe ich in meinem Verwandtschaftskreis gesehen und schreiben einige immer wieder in ihren Erfahrungsberichten.

    Da du bereits deine Altersvorsorge in einem breitgestreuten Portfolio ansparst, würde ich den Aufbau des EKs über Geldmarkt-ETF, Tagesgeld, Festgeld angehen.

    LU0859635202 (DWS1UC)

    ...und die Frage ist, ob du überhaupt 30% Anleihen in deinem Portfolio haben willst bzw. rund 10% Cash gehalten wird (in Form von Geldmarkt-ETF). Für mich wäre so ein Kombiprodukt nichts.

    So "Kleinigkeiten" wie die Teilfreistellung, keine Kirchensteuer, oder die Ausschüttung (vermutlich mit automatoischer Wiederanlage inkl. Versteuerung und Ausgabeaufschlag) sind mit Absicht nicht betrachtet. Musst Du halt mit simpeler Prozentrechnung und Deinen Werten selber nachrechnen.

    Oder die Daten in die beiden Rechner unten eingeben. Von Finanztip habe ich bisher kein Äquivalent gefunden.

    https://www.finanzfluss.de/rechner/etf-kostenrechner/

    https://www.finanzfluss.de/rechner/etf-wechseln/

    Die laufenden Kosten (TER) werden mit 1,77% angegeben. Ausgabeaufschlag ist 1,5%

    Folgende Annahmen, um dir ein Beispiel zu zeigen:

    • Anlagevolumen: 100.000 €, davon 50.000 € Kursgewinne
    • TER 1,77%, Ausgabeaufschlag in dem Rechner nicht berücksichtigt (wäre sowieso zu Gunsten des ETFs)
    • Kosten neuer ETF: 0,2 %
    • Kein Pauschbetrag
    • Steuer mit Kapitalertragssteuer (+ Soli) 26,38%
    • Teilfreistellung mit 30%
    • Transaktionskosten nicht berücksichtigt (wäre bei genau 2 Transaktionen bei diesem Volumen bei den meisten Brokern auf je ca. 70 € pro Order gedeckelt, also in Summe 140€)
    • dass ETF sowie Fond die gleiche (zukünftige) Rendite haben

    Ohne Teilfreistellung des Fonds wäre bei den gleichen Daten von oben die Amortisation bei 9 Jahren (unter Voraussetzung gleicher Rendite).

    ETF gibt, der ein noch besseres Verhältnis aus Nachhaltigkeit zu Kosten (geringere TER) bietet?

    Ob es ein "besseres Verhältnis aus Nachhaltigkeit" gibt, keine Ahnung.

    Du kannst bei den ETFs nach dem ESG / SRI-Label suchen und dich in die Thematik dieser Kriterien einlesen.

    Um es mit dem bisherigen Fond vergleichen zu können, musst du die Nachhaltigkeits-Filter-Kriterien des bisherigen Fonds ebenso verstehen/nachvollziehen können.

    eben in den (hellgrünen) Apfel eines MSCI SRI beißen.

    Wenn ich unbedingt beim liquiden Investment das Nachhaltigkeits-Label brauche, würde ich ebenfalls SRI / ESG Filter beim ETF mit ansetzen.

    Die harte Nachhaltigkeitslinie lieber im Alltag, beim Konsum, bei der Auswahl meines Arbeitsplatzes/Arbeitgebers in Betracht ziehen.

    Oder umgekehrt sehen: Ich spare mir Gebühren im Vergleich zum teureren Fond und kaufe durch die gesparten Kosten lieber Bio-Lebensmittel, regionales Fleisch, ... :thumbup:

    Aktuelles Vermögen:

    Risikoarme Anlagen (FG, TG): 245 K
    Risikobehaftete Anlagen (Depot): 249 K

    Risikoarme Anlagen => Einlagensicherung beachtet / über Banken gestreut / ggfs. Geldmarkt-ETF als Tagesgeldersatz?

    Da ich mit Schwankungen und Verlusten - mit zunehmenden Alter - immer weniger gut umgehen kann, überlege ich folgendes:
    Den Anteil FG / TG ggf. auf 60% erhöhen, Wertpapiere dann auf 40% reduzieren.
    Alle Einzelaktien verkaufen, alle Sektor ETF’s verkaufen.
    Die durch den Verkauf erzielte Summe zu gegebener Zeit (vielleicht aktuelle erst mal abwarten) in die beiden MSCI-World ETF’s investieren.

    Du verkaufst die Assetklasse Aktie, und willst wieder die Assetklasse Aktie kaufen. Dass beides eine gegenläufige Korrelation hat, ist nahezu ausgeschlossen. Deine Aktien (Rüstung, ...) haben vermutlich eine leicht gegenläufige Entwicklung im Vergleich zum Welt-ETF.

    Ich sehe hier dein psychisches Wohlbefinden schwerwiegender als die Börsenkurse. D.h. so wie du beschreibst, wäre zumindest eine größere Umschichtung für dich sinnvoller und in deine genannte Allokation 60% sichere Anlagen / 40% Depot entsprechend umzuschichten.

    wenn man sich seine Lebensträume ich den nächsten 5-10 Jahren (Fernreisen) erfüllen möchte. Dafür habe zumindest ich ja die Wertpapiere gekauft. :)

    Dann go for it und mache es nicht von einem Kurs an der Börse abhängig :thumbup:Wie hat - ich glaube Finanztip war es sogar - gesagt: Du investiert in den Urlaub/Reise und hast dadurch eine Erinnerungsdividende.

    Sicher gibt es unter euch den ein oder anderen, der ebenfalls gerade den Ruhestand begonnen hat und vor der gleichen Frage steht.

    Ich bin zwar noch weit davon entfernt, aber trotzdem hatte ich mir darüber auch schon Gedanken gemacht. Unabhängig von der Phase, sollte die Geldanlage zu deinen persönlichen Bedürfnissen passen (hier u.a. deine Psyche). Je näher es dem Lebensende zugeht, muss man sich überlegen:

    • Möchte ich Kapitalverzehr?
    • Möchte ich einen Teil vererben, Rest verzehren?
    • Möchte ich nur so viel entnehmen, dass das Depot / Geldanlage mehr oder weniger "eben" bleibt?

    Je nachdem was du anstrebst solltest du es zwischen Tages-/Festgeld und Depot ausbalancieren. Kursschwankungen (nach unten) sind je nach Szenario für dich aufgrund des möglicherweise kürzeren Anlagehorizonts kritischer zu sehen.

    Ich habe es noch nicht gelesen - habe mir aber das Buch von Gerd Kommer "Souverän Investieren - vor und im Ruhestand" gekauft. Auch mit dem Hintergrund in Bezug auf meine Eltern, um ihnen dort mit Wissen zur Seite zu stehen.

    Abschließend:

    wenn man sich seine Lebensträume

    ...erfüllen will, dann ist das das Schönste. Ich kenne einige aus dem Bekanntenkreis, die es vor hatten, aber aufgrund mangelnder Gesundheit es nicht mehr umsetzen konnten. Viel Spaß beim der Umsetzung! :thumbup: