Ich finde deine Aufteilung grundsätzlich ziemlich durchdacht. Die Trennung zwischen Notgroschen für unerwartete Ereignisse und Komfortreserve für planbare größere Ausgaben ist vielen gar nicht so bewusst.
Die klassischen Empfehlungen von 3 bis 6 Monatsausgaben als Notgroschen sind eher eine Mindestgröße für den absoluten Ernstfall. Wie groß die Komfortreserve sein sollte, hängt stark von der persönlichen Situation ab. Jobsicherheit, Fixkosten, Familienstand usw.
Interessant finde ich bei deiner Aufteilung den relativ großen Sicherheitsblock von insgesamt etwa 40.000 Euro, die liquide bzw. relativ stabil angelegt sind. Aus Renditesicht könnte man natürlich argumentieren, dass ein Teil davon langfristig im Aktienmarkt besser arbeiten würde.
Andererseits hat eine größere Reserve auch einen Vorteil: In ungünstigen Marktphasen muss man nicht an die Aktien-ETFs ran, wenn plötzlich eine größere Ausgabe anfällt (Auto, Renovierung etc.).
Ich persönlich sehe das deshalb eher als Frage der persönlichen Risikotoleranz: Manche fühlen sich mit drei bis sechs Monatsgehältern wohl, andere schlafen besser mit einer größeren Reserve.
Solange der Großteil des Vermögens langfristig investiert bleibt und du nicht permanent Liquidität aufbaust, wirkt deine Struktur auf mich eigentlich ziemlich solide.