Wow, danke für die Rechenbeispiele! Wenn man davon ausgeht, dass man auch in der Rentenzeit freiwillig GKV-versichert sein wird, dann spricht eigentlich alles für einen Wechsel in die PKV. Die einzige Frage die bleibt ist dann nur, wie sich die PKV-Beiträge im Vergleich zur GKV in den nächsten 30 Jahren entwickeln. Da fehlt uns allen wohl die Glaskugel, wobei ich eher denke, dass beide etwa gleicht stark steigen werden, da die medizinische Inflation für beide System der Preistreiber sein wird. Bei der GKV kommt halt noch die demographische Entwicklung dazu...
Beiträge von PapaPacini
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Die Annahme, dass die PKV im Alter teurer ist, beruht doch hauptsächlich auf der Annahme, dass der Eintritt in die KVdR möglich ist, oder? Falls man davon ausgeht, dass dies in 30 Jahren nicht mehr möglich ist und dann auch Kapitalerträge etc. zur Beitragsbemessung dazu zählen und somit der GKV-Maximalbeitrag gezahlt werden müsste, dann sähe das Ganze ja wieder anders aus. Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass die Regelung der KVdR die nächsten 30 Jahre so weiter läuft.
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Danke für die Antworten! In meinem Freundeskreis (sehr viele Ärzte) ist schon ein größerer Teil GKV versichert. Die niedergelassenen sind meist PKV und die Klinikärzte GKV versichert. Viele Ärzte kümmern sich aber auch einfach nicht um ihre Finanzen und gehen den bequemsten Weg (GKV), ohne sich mit dem Thema großartig zu beschäftigen. Gerade bei Terminvergaben gibt schon häufiger noch einen gewissen "Kollegenbonus" oder man hat entsprechende Kontakte zu den anderen Fachbereichen, sodass hier der PKV-Vorteil nicht ganz so entscheidend ist.
Das Problem, wenn nur ich in die PKV wechsele und meine Frau in der GKV bleibt ist, dass ich die Kinder mit in die PKV nehmen müsste, was das Ganze finanziell deutlich schlechter machen würde.
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Hallo zusammen,
Es geht um den Wechsel von der GKV in die PKV. Seit längerem überlege ich diesen Schritt zu gehen. Meine Frau ist angestellte Ärztin und ich habe eine eigene Praxis, beide Mitte/Ende 30. Wir haben zwei Kinder.
Ich hatte bereits Kontakt mit einem Makler und mir liegen mehrere PKV-Angebote vor. Da wir alle relativ gesund sind, würden wir wohl alle ohne bzw. nur mit minimalen Risikozuschlägen in die PKV kommen. Die Beiträge wären momentan in PKV und GKV etwa gleich.
Bisher war für mich eigentlich immer klar, dass wir in der GKV bleiben, da für mich das Leistungsniveau ausreichend ist und ich die direkte Abrechnung zwischen Arzt und GKV sehr angenehm finde. Die aktuellen Diskussionen zur Rettung des GKV-Systems mit diversen Vorschlägen, wie die Einnahmen erhöht oder die Ausgaben reduziert/Leistungen gestrichen werden könnten, haben mich aber nachdenklich gemacht.
Meine Sorgen bezüglich GKV sind:
1. Deutliche Leistungskürzungen der GKV in Zukunft
2. Deutliche Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze oder sogar die komplette Abschaffung (wodurch sich unser Beitrag mehr als verdoppeln bzw. sogar verdreifachen würde)
3. Abschaffung der Möglichkeit der KVdR für Versorgungswerksmitglieder (bisher durch freiwillige Nachzahlung der Beitragsjahre) und somit auch im Rentenalter der Maximalbeitrag
Meine Sorge bezüglich PKV:
Im Alter in einem Tarif gefangen zu sein und teils unwillkürlich erscheinende (ich weiß das sind sie nicht) Beitragserhöhung stillschweigend akzeptieren zu müssen. Wenn man hier im Forum quer liest scheint es ja einige zu geben, die in den letzten Jahren massive Beitragserhöhungen schlucken mussten. Mich stört die Intransparenz der PKV-Beitragsverläufe in den geschlossenen Tarifen und das man später durch Altersrückstellungen und wahrscheinliche Erkrankungen nicht mehr sinnvoll wechseln kann.
Mein Hauptgrund für einen Wechsel in die PKV ist momentan, dass man einen Vertrag mit klaren Leistungen unterschreibt, der auch noch in 40 Jahren gültig ist und nicht wie bei der GKV durch die Politik immer wieder verändert (und v.a. verschlechtert) werden kann.
Was sind eure Gedanken zu dem Thema? Meint ihr, dass meine Sorgen bezüglich der GKV übertrieben sind? Würdet ihr an meiner Stelle in die PKV wechseln?