Ja, auf die frühen Beiträge wird länger Gebühr erhoben. Gleichzeitig erwirtschaften sie länger Rendite. Bei 0,4% Effektivkosten (TER + AV-Depot-Gebühr) und angenommener 6% jährlicher Rendite ergibt sich eine effektive Rendite von rund 5,6% pro Jahr. Und die wirken auf deinen Eigenbeitrag und die Förderung gleichermaßen.
Damit ist das Gegenteil der Fall: Frühe Investitionen bringen auch beim AV-Depot am meisten Rendite über die Laufzeit, also Eigenbeiträge und Förderung.
Übrigens habe ich ein VWL-Depot, bei dem der Anbieter tatsächlich Anteile verkauft, um die Depotgebühr zu decken, das wäre also denkbar.
Das ist eben der Denkfehler. Die Alternative ist ja die normale Anlage, bei der du mit 6% Rendite eine effektive Rendite von 5,8% bekommst. Nun kannst du durch die Förderung den Startwert um 50% erhöhen, d.h. eine einmalige Zusatzrendite von 50% und dafür eine reduzierte, jährliche Rendite von 5,6%. Und das ist mit zunehmender Dauer ein immer schlechterer Deal verglichen mit der normalen Investition.
Nach 50 Jahren hast du
Normal: 1676 Euro
AV Depot: 2287 Euro
Da kann man nun sagen, wunderbar, das sollte man nutzen. Das stimmt auch als Einzelperson, aber als Gesellschaft geht das nicht auf. 2287/1676 = 1,36 das ist nicht annähernd 1,5 was eigentlich aus der Förderung herauskommen sollte! Sondern, von den 0,5 die am Anfang mehr investiert wurden, hat sich die Bank 0,14 abgezweigt, d.h. von der Förderung hat die Bank fast 30% bekommen! Und das mit den niedrigen Gebühren, die du genannt hast! Das sollten wir als Gesellschaft nicht akzeptieren. Und schon gar nicht dass es auch noch viel höhere Gebühren sein können. Denn die zahlen wir dann als Gesellschaft und geben es den Banken.