Beiträge von Snorfzen

    So ähnlich. Die Mitarbeiterin sagte mir, die Kulanzkündigung könne nur nach bereits erfolgter Wiederanlage binnen eines Monats erfolgen. Dies ist auch der Grund, warum ich trotz Kündigungsabsicht fast drei Monate nichts dergleichen unternommen habe.

    Schau nochmal, ob du wirklich keine Information bekommen hast. Dazu hat sich die Postbank in ihren Bedingungen unter Prolongation eigentlich verpflichtet:

    Zitat

    Die Bank wird dem Kunden rechtzeitig vor Ablauf der Festzinsvereinbarung den für die neue Festzinsvereinbarung geltenden Zinssatz mitteilen.


    Trotzdem dürften Kündigung auf Kulanz und Zahlung der Vorschusszinsen deine einzige Option sein. Für andere Möglichkeiten Raus aus dem Zinssparen verweise ich auf meinen Beitrag #17 oben.


    ~Snorfzen

    Falls es Dir ein kleiner Trost ist: Noch vor wenigen Wochen wäre die Wiederanlage zu 1,8% erfolgt.

    Ich erhielt ungefragt von der Postbank genau einen Tag (!) nach Ablauf der dreimonatigen Kündigungsfrist ein zeitlich befristetes Individualangebot zur vorzeitigen Wiederanlage zu 2,0%. Da ich eine Kündigung anstrebte, ignorierte ich das Angebot und wurde ca. 14 Tage vor Fälligkeit in der Postbox darauf hingewiesen, dass die Wiederanlage zu 2,3% erfolgen wird. Damit kann ich zähneknirschend leben, aber mache den Fehler sicherlich kein zweites mal :rolleyes:

    Schade, dass sich niemand der Betroffenen gemeldet hat... Nachdem die Postbank die Zinsen etwas angehoben hat, habe ich mich nun für eine Prolongation entschieden. Wirklich glücklich bin ich damit zwar nicht, allerdings war für mich schließlich das Aufwand-Nutzen-Verhältnis ausschlaggebend.

    fristgerechte Kündigung

    Entgegen meiner damaligen Annahme lässt sich das Zinssparen auch online kündigen. Ich suchte den Menüpunkt zunächst verzweifelt in den Kontomenüs, wurde dann aber von einer Postbank-Mitarbeiterin eines besseren belehrt. Es geht über Services -> Investieren und Sparen -> Zinssparen - Kündigung und Auflösung zum Festzinsende -> Jetzt beauftragen - ob das nun absichtlich versteckt oder einfach nur schlecht designed wurde, ist Spekulationssache. Wer ein Zinssparen abgeschlossen hat, sollte es vorsichtshalber umgehend kündigen. Will man es später doch fortführen, lässt es sich jederzeit problemlos verlängern oder zu identischen Konditionen neu abschließen.

    Kündigung auf Kulanz

    Im Preisaushang findet sich ein Hinweis auf Vorschusszinsen bei Kündigung des Zinssparens, wobei der Abschnitt so geschrieben ist, dass nicht ganz klar wird, ob dies nun 0,25 % p.a. oder nur die Hälfte davon wären. Laut Aussage einer Bankangestellten erlaubt die Postbank eine vorzeitige Kündigung des Zinssparens innerhalb eines Monats auf Kulanz. Ob dem wirklich so ist, habe ich nicht getestet - es gibt lediglich eine interne Handlungsanweisung, die sich jederzeit ändern könnte.

    Umwandlung in einfache Spareinlage

    Mein größtes Ärgernis: In den Bedingungen zum Zinssparen finden sich die Punkte Verfügung zum Ende des Festzinszeitraumes sowie Prolongation mit folgendem Wortlaut:

    Zitat

    Bei nicht fristgerechter Kündigung zum Vertragsende wird das Guthaben ab Vertragsende als Spareinlage mit drei Monaten Kündigungsfrist weitergeführt, sofern nicht etwas anderes vereinbart ist.

    und weiter

    Zitat

    Die Bank wird ermächtigt, die Spareinlage nach Ablauf der Festzinsvereinbarung für den gleichen Zeitraum und unter den gleichen Voraussetzungen für weitere entsprechende Zeiträume zu den gleichen Bedingungen und dem dann jeweils geltenden Zinssatz zu verzinsen. [...] Der Kunde ist dann noch bis zum Ablauf der bestehenden Festzinsvereinbarung berechtigt, seine Ermächtigung gemäß Satz 1 zu widerrufen und eine andere Weisung zu erteilen.

    Nach meiner Lesart ließe sich eine Prolongation damit bis zum letzten Tag vermeiden. Das Zinssparen würde dann als einfache Spareinlage mit dreimonatiger Kündigungsfrist fortgesetzt - und das ist rechnerisch besser als 12 Monate. Außerdem senkt der kürzere Zeitraum die Höhe der Vorschusszinsen (derzeit 0,05 % p.a. gemäß PLV) erheblich. Die Filialmitarbeiter weigerten sich jedoch meinen schriftlichen Widerruf entgegenzunehmen oder gar weiterzuleiten. Wer die Kündigungsfrist versäumt, sein Geld benötigt und sich nicht auf das teure Kulanz-Versprechen einlassen will, könnte hier ggf. noch einmal ansetzen. Da die Postbank gerade eine Filiale nach der anderen schließt, bleiben ja ohnehin nur noch Fax und Einschreiben - aber das ist ein anderes Thema.


    In der Hoffnung, einem späteren Leser etwas weitergeholfen zu haben.

    ~Snorfzen

    Hallo zusammen,

    wie ist diese Geschichte ausgegangen oder gibt es ähnliche Erfahrungen? Mich würde interessieren, ob die Postbank ihr Kulanzversprechen hält und in welcher Höhe schlussendlich Vorschusszinsen berechnet wurden.


    Hintergrund: Ich habe ebenfalls die Kündigungsfrist versäumt und auch mir wurde eine "Kündigung auf Kulanz" vorgeschlagen. Hierfür soll ich jedoch abwarten, bis die automatische Prolongation wirksam wurde. Gleichzeitig erhielt ich postalisch ein neues Angebot, das zwar unter dem Marktniveau, aber dennoch vorteilhafter wäre. Also Spatz in der Hand oder Taube auf dem Dach...

    Bevor ich dieses Angebot verstreichen lassen, wäre ich daher an Erfahrungen anderer Kunden interessiert ;)


    Besten Dank schonmal

    ~Snorfzen