Es gibt noch Menschen die empfänglich für diese "Geheimtipp"-Rhetorik von Verkäufern sind.
Vorweg: Mit der Firma hab ich nix zu tun, die kenne ich erst seit 3 Tagen.
Deren Ergebnis habe ich aber selbst damals berechnet. Wir (Kollege+ich) saßen damals als zwei frisch promovierte Physiker (also viel Übung in Mathe) da und waren überrascht, wie knifflig die Berechnung der Effektivrendite bei den scheinbar einfach geregelten Riester-Zulagen ist (selbst noch ohne Steuervorteil). Der Knackpunkt bei der Modellierung ist, dass man es wie einen Sparplan betrachten muss, bei dem jährlich eingezahlt wird (eigene Beiträge+Zulagen, total konservatives Produkt mit 2,2% garantierter Verzinsung). Durch die Zulagen werden im konkreten Fall aus den 2,2% 5,5% eff. nominale Rendite. Da man das Geld auch in Sondertilgungen eines Hauskredits mit 4,95% eff. Jahreszins hätte stecken können, war klar, dass wir mit dem Riester-Vertrag etwas besser stehen (ggf. noch plus Steuervorteil).
Ein Nebenergebnis war: Beginnt man (mit 2 Kindern und ca. 15000€ Jahresbrutto) ca. 10 Jahre vor der Rente mit dem Vertrag, bekommt man auf die (dann absolut kleine) Ansparsumme ca. 8% eff-Rendite. Hat mich damals auch überrascht und schien weit weg. Wenn ich etwas Zeit habe, schreibe ich es gern mal auf, dann könnt ihr es zerpflücken. Hab damals aber auch noch Kruschwitz (BWL-Lehrbuch) gelesen und keinen (Denk-)Fehler mehr in der Modellierung gefunden.