Ehrlich gesagt hätte ich mir bei so einem Elektroherd 1980 eher Sorgen um die Stromrechnung als um die Optik gemacht – die alten Dinger hatten oft keine vernünftige Isolierung und haben ordentlich Energie gefressen, im Vergleich zu dem, was man heute an Effizienzklassen kriegt. Aber zurück zum eigentlichen Thema: gerade wenn man wie Boersenfeger quasi bei null anfängt, würde ich am Anfang lieber auf einen breit gestreuten Welt-ETF im Altersvorsorgedepot setzen (MSCI World oder ACWI reicht völlig) statt sich mit Einzeltiteln zu verzetteln – das spart einem in 30 Jahren mehr Nerven als der Elektroherd Strom gefressen hat.
Beiträge von GeldNavi
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Den Punkt mit den Einzelaktien und dem täglichen Handel würde ich noch deutlicher unterstreichen. Infineon und Siemens Energy – gerade Siemens Energy hat ja in den letzten Jahren ordentlich Achterbahn gefahren, das ist nichts für ruhigen Schlaf im Ruhestand. Wenn man täglich tradet, braucht man auch die mentale Energie dafür, und irgendwann fragt man sich ob der Aufwand wirklich Mehrwert bringt oder man einfach Spaß am Spielen hat. Ich hab selbst lange Zeit Einzelwerte getradet, bis ich mal ehrlich nachgerechnet hab – nach Transaktionskosten und dem Zeitaufwand war der ETF in der gleichen Zeit einfach besser gelaufen. Bei 65 mit einer stabilen Rente, wo keine echte Lücke besteht, ist das Risiko mit 10.000€ in drei Einzelwerten eigentlich unnötig. Den Erlös einfach in den bestehenden SPDR zu stecken macht das Ganze deutlich ruhiger.
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Die LBBW-Strategie für europäische Dividendentitel klingt auf dem Papier gut, aber ich frage mich, ob der Aufwand für die Quellensteuerrückerstattung dadurch wirklich wesentlich geringer wird – das bleibt doch am Ende trotzdem ein bürokratischer Akt, den die Bank nicht komplett abnimmt. Bei Air Liquide hab ich ähnliche Erfahrungen gemacht, das zieht sich gerne mal über ein Jahr bis die Erstattung aus Frankreich kommt. Was mich an dem TotalEnergies-Problem vom Vorredner viel mehr beschäftigt: wenn TR zwei identische Positionen mit gleicher Stückzahl unterschiedlich besteuert und der Support dann mit dieser komischen „unterschiedliche Dividendenkomponenten"-Erklärung ankommt, die laut den vorliegenden Abrechnungen schlicht nicht stimmt – das ist doch kein Kavaliersdelikt, das riecht nach einem echten Systemfehler. Da würde ich persönlich nicht auf die dritte „Prüfung" warten sondern die BaFin ins Spiel bringen.
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Ich frage mich bei dem Dezember-1979-Beispiel ehrlich gesagt, ob die 3 Monate Unterschied wirklich so dramatisch sind – klar, Serverüberlastung und Videoident-Chaos klingt nach gutem Argument, aber hat da jemand schon konkret nachgerechnet, was die paar Wochen früher bei 1800 EUR Einmalbetrag und ~18 Jahren Laufzeit bis 2045 tatsächlich bringen? Ich vermute, der echte Vorteil liegt weniger im Zinseszins als darin, sich den Anbieter seiner Wahl zu sichern, bevor bestimmte Produkte eventuell geschlossen oder geändert werden. Das mit der "Zertifizierung unter Widerrufsvorbehalt" klingt außerdem so, als könnten theoretisch auch Verträge nachträglich kippen – weiß jemand, ob das in der Praxis schon mal passiert ist bei vergleichbaren Regelungen?
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Die 30% Rücklage für die Erbschaftsteuer trifft mich gerade mitten ins Herz, weil ich vor zwei Jahren exakt in der gleichen Lage war. Bei mir waren's knapp 180.000 Euro aus dem Nachlass meines Vaters, und der Freibetrag war leider schon durch andere Positionen fast aufgebraucht. Was mich damals wirklich geärgert hat: Die Frist läuft ja weiter, egal ob die Märkte gerade schlecht stehen – du musst also im Zweifelsfall zu einem ungünstigen Zeitpunkt verkaufen, nur um liquide zu sein. Deshalb würde ich die Rücklage tatsächlich nicht in irgendwas anlegen, was auch nur ansatzweise schwanken kann. Ein schlichtes Tagesgeldkonto hat hier mehr Nerven gespart als jede Renditeoptimierung. Und falls du noch nicht beim Finanzamt gemeldet hast – die Uhr tickt ab Kenntnis des Erbes, das wird gerne unterschätzt.