Diese Produkte -gemeint sind hier vor allem Optionsscheine- werden immer dann "empfohlen", wenn es mit dem Reichwerden besonders schnell gehen soll. Leider funktioniert das nur in den seltensten Fällen.
Daher halte ich davon GAR NICHTS.
Bei Derivaten ist das Risiko hoch und du spekulierst immer gegen die Bank.
Der Kunde zahlt beim Erstkauf eine entsprechende Provision, die sich deine depotführende Bank und der Herausgeber des Produktes "brüderlich" teilen. Das bedeutet, dass die Finanzindustrie an den Provisionen IMMER etwas verdient.
Wenn du dir einmal das Produktinformationsblatt vom Anfang bis zum Ende durchgelesen hast, dann wirst du (hoffentlich) verstehen, dass es zwar vielleicht ein bisschen mehr Rendite geben könnte, aber das (Verlust-) Risiko der Anlage beim (End-) Kunden -also bei dir- liegt.
Ich kann die Bedenken grundsätzlich nachvollziehen, allerdings würde ich einige Aussagen etwas differenzierter betrachten.
Optionsscheine und andere Derivate sind keine Produkte, die grundsätzlich zum "schnell reich werden" gedacht sind. Sie sind Finanzinstrumente mit einem höheren Risiko, die – richtig eingesetzt – auch zur Absicherung eines Depots oder für gezielte Marktstrategien genutzt werden können. Ob sie sinnvoll sind, hängt daher vor allem vom Wissen, der Erfahrung und der persönlichen Anlagestrategie ab.
Auch die Aussage, man spekuliere "immer gegen die Bank", ist so pauschal nicht zutreffend. Der Emittent übernimmt zwar die Gegenposition oder sichert seine Risiken am Markt ab, sein Geschäftsmodell basiert jedoch in erster Linie auf der Emission, Preisstellung und den Gebühren – nicht darauf, dass Anleger zwangsläufig Verluste machen.
Richtig ist, dass Kosten und Risiken eine wichtige Rolle spielen. Deshalb sollte jeder Anleger das Produktinformationsblatt sorgfältig lesen und verstehen, bevor er investiert. Dort werden Chancen, Risiken und die Funktionsweise transparent erläutert.
Letztlich gilt wie bei jeder Geldanlage: Höhere Renditechancen gehen in der Regel mit höheren Risiken einher. Entscheidend ist, dass ein Produkt zur eigenen Risikobereitschaft und zum persönlichen Anlageziel passt – nicht, dass es grundsätzlich gut oder schlecht ist.