Beiträge von Drecksjob

    Also verprassen finde ich etwas unangebracht. Das Haus ist auch im Blick aufs Alter ne Anschaffung, die ich auch mit weniger Einkommen getroffen hätte. Dazu kommt, dass ich den Großteil des überbleibenden Geldes auf die Seite gepackt habe.
    Reha wäre ne Idee, schiesst aber übers Ziel hinaus, da ich wie erwähnt selbst zu Hause nach 1-2 Wochen wieder zur Ruhe finde. Es liegt dann doch am Job an sich.

    Danke erstmal für allen Input hier. 👍🏽🙂

    Also ne Therapie mache ich eh seit 3 Jahren, Hilferuf im klassischen dürfte da nicht zutreffend sein. Dann hätte ich schon die Reißleine gezogen. Und den neurotiker in sicher kriegt man phasenweise weg, nur nicht wenn zu viel Stress herrscht und das bringt der Job mit sich.. wenn dann noch privater Stress und Schlafmangel kommt ist doof.
    Also im Vertrieb hätte ich selbst jetzt schon 2 Bekannte die Betriebe haben und an mir graben, aber da reizen mich die Bedingungen und die Themen derzeit nicht.
    Primär wären schon geregelte Arbeitszeiten so ne Sache. Eine Woche 07:30 bis 16:30 und die anderen Woche 10:30 bis 19:30 ist so ne Sache. Ich könnte auch sagen, ich fresse 6 Wochen Abstriche in Gehalt und nehme mir ne Pause, aber das wird mein Ansicht auf meinen Job nicht ändern denke ich. Ich werde mich mal mit dem Thema Bewerbungen auseinandersetzen, vom Jobcenter kenne ich den Chef, der wollte mir ne Stelle anbieten, mal sehen was da kommt.

    Glaube mein Grundproblem ist, dass ich mich so an das Gehalt gewöhnt habe, weil es mir auch Sicherheit gibt, dass ich Angst vor dem Schritt habe, mit deutlich weniger Puffer am Ende des Monats auszusteigen.

    Erstmal vielen Dank für die vielen Antworten.
    Also zur aktuellen Situation:

    Meine Partnerin ist Fachkraft auf 30 Stunden wegen des Kindes und hat ca 2100 netto. Vorher war Sie in Vollzeit mit Schichten und lag bei 2800-3000.

    Hausrate 1300, Nebenkosten hatte ich selbst gezahlt. Wir haben viel modernisiert, daher dürfte im worst case das Haus den Wert der Finanzierung haben, aber an einen Verkauf denke ich vorerst gar nicht.
    Ansonsten hat meine Partnerin noch ein paar Altlasten, die hat sie aber nächstes Jahr abgestottert.

    Nebenkosten fürs Haus ca 500, mit 200€ Rücklagen für Reparaturen rechne ich immer 2k gehen fürs Haus drauf, da runde ich alles großzügig auf.

    Ein Stück weit glaube ich auch, dass die Unruhe daher rührt, dass ich morgens egal ob ich früh oder Spätdienst habe, das Kind zur Kita bringe, dadurch fehlt manchmal ausreichend Schlaf und wenn ich dann 20:30 zu Hause bin, wird gegessen und dann geht’s auch ins Bett.
    Es bleibt nicht viel Zeit zum runterkommen und da ich sehr neurotisch bin, habe ich auf der Arbeit häufig diese gedankenkarussels: kauft der Kunde oder nicht? Wird das Auto rechtzeitig fertig? Komm ich auf meine Quoten, etc. Und nach 3,5 Jahren Vollgas ist jetzt zusammen mit den Pflichten als Vater und Hausbesitzer, einfach die Luft raus.
    Hatte vor kurzem Urlaub und war danach 2 Wochen krank und in den 3 Wochen war ich so ausgeglichen wie lange nicht. Und phasenweise war das Ganze sehr psychosomatisch mit Angststörung und körperlichen Beschwerden wie Verdauung und generell platt zu sein.

    Ich bin Versicherungen nicht abgeneigt, da baut man zumindest mit den Jahren Bestand auf. Hier ist es so, jeder Monat ist neu, immer wieder neu maximale Leistung erbringen.
    Dadurch halt ungewollt dauerangespannt.

    Moin!

    Hab da mal ne bescheidene Frage, vielleicht weil ich mir erhoffe, dass mich jemand in meinem Denken bestätigt.

    Ich bin 28, Freundin und Kind 1,5 Jahre.
    Anfang 23 habe ich in einem Autohaus angefangen als Verkäufer. Grundsicherung gibt es, rein faktisch ist es aber reines Provisionsmodell.

    Ich bin ein sehr guter Verkäufer und habe dadurch die letzten 3 Jahre im Jahr durchschnittlich 54000€ netto verdient.
    Die ersten 2 Jahre haben wir zur Miete gewohnt, ohne Kind, Partnerin in der Pflege, ergo auch Überstunden ohne Ende weil gierig nach noch mehr Geld.
    Tatsächlich habe ich auch immer Spaß an meinem Job gehabt, außer wenn ich es übertrieben habe, dann hat sich das gerächt.
    Seit 1,5 Jahren ist mein größtes Glück, mein Sohn auf der Welt. Plötzlich stören einen dann Arbeitszeiten, Verkaufsdruck, etc. Letztes Jahr Haus gekauft, bis heute nicht bereut und auch finanziell vernünftig kalkuliert.
    Seit Monaten merke ich jetzt, dass mein Job mich ankotzt. Mein Chef ist inkompetent, es läuft nicht gerecht und jeden Monat muss ich aufs Neue Autos verkaufen um mein Gehalt für den nächsten Monat zu erwirtschaften. Da kommen dann trotzdem wieder zwischen 7500 und 10500 brutto raus und das löst natürlich ein Glücksgefühl aus.
    Derzeit habe ich 25k Rücklagen. 3 davon in etf und Aktien, das habe ich aber erst vor kurzem begonnen.

    Fakt ist in meiner Region bekomme ich mit Glück einen Job bei der Stadt oder beim Jobcenter in der Sachbearbeitung und würde mein Gehalt wahrscheinlich halbieren.

    Ich will aber endlich Ruhe im Schädel und planbarkeit.

    Der große Unterschied wäre: Vermögen aufbauen oder mal eben jeden Monat 2-2,5k auf Seite legen ist dann Geschichte.

    Ich bin zunehmend gereizter und würde mich am liebsten schon wieder krankschreiben lassen, das wird jedoch bei meinem Arbeitsverhältnis nicht bezahlt, da ich ja von meiner Provision lebe.

    Mein Kopf sagt, bleib da, so viel Geld verdienst du nirgendwo anders und mein Herz sagt, lass ich kündigen, mach 1 Jahr alg 1, bei mir wären das 2700 netto und such dir in diesem Jahr was neues und erhol dich.
    Glaube Vertrieb würde ich auch wieder machen aber derzeit ist die Luft raus. Kaum Zeit für Familie, kaum Zeit für sich selbst, alles zum kotzen.


    Danke fürs lesen und über jede Rückmeldung.