Beiträge von R.Y.
-
-
Vorsätzliche Verweigerung des Pfändungsschutzes – Erfahrungsbericht BW-Bank
Ich sehe mich gezwungen, vor den Geschäftspraktiken der BW-Bank zu warnen. Als Familie mit zwei Kindern mussten wir erleben, wie diese Bank über 12 Tage hinweg grundlos und rechtswidrig unser Existenzminimum blockierte.
Chronologie des Versagens:
1. Behinderung der P-Konto-Umwandlung
Die gesetzlich verpflichtende Umwandlung in ein Pfändungsschutzkonto wurde mir in der Filiale zunächst mit Verweis auf ein Sollsaldo verweigert. Erst als ich ultimativ eine schriftliche Bestätigung dieser Ablehnung forderte, wurde die Umwandlung „plötzlich“ doch vorgenommen. Ein klarer Versuch, gesetzliche Pflichten durch Fehlinformation zu umgehen.
2. 12-tägige Blockade des Existenzminimums
Nach Einrichtung des P-Kontos wurde mein pfändungsfreier Betrag von ca. 3.315 € für 12 Tage komplett einbehalten. Mehrere Instanzen der Bank – bis hin zur Fachabteilung in der Zentrale – behaupteten schriftlich, eine Auszahlung sei aufgrund des Sollsaldos technisch nicht möglich.
Juristischer Fakt: Dies stellt einen eklatanten Verstoß gegen den gesetzlichen Pfändungsschutz (§§ 899 ff. ZPO) dar. Der Pfändungsschutz ist absolut und Guthaben innerhalb der Freibeträge darf nicht mit bankinternen Forderungen verrechnet werden, um das Überleben einer Familie (Miete, Nahrung) zu sichern.
3. Reaktion erst nach Einschaltung der Aufsicht (BaFin)
Die Bank ignorierte beharrlich die Schreiben meines Rechtsanwalts. Erst als ich die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) alarmierte und ein gerichtlicher Eilbeschluss unmittelbar bevorstand, erfolgte die Freigabe. Die Bank handelte nicht aus Einsicht, sondern rein unter dem Druck staatlicher Aufsicht.
4. Fehlende Aufarbeitung und fortgesetzte Belästigung
In der offiziellen Stellungnahme zum BaFin-Verfahren wird das rechtswidrige Verhalten als Missverständnis verharmlost, obwohl schriftliche Beweise für eine bewusste Falschauskunft der Zentrale vorliegen. Trotz laufender Verfahren wird zudem weiterhin versucht, über Auszubildende telefonisch und per Mail Druck zur Schuldentilgung auszuüben, anstatt die Kommunikation professionell über die Rechtsvertreter zu führen.
Fazit:
Die BW-Bank hat hier billigend in Kauf genommen, dass eine Familie mit Kindern über eine Woche ohne finanzielle Mittel dasteht. Wer auf rechtstreue Abwicklung und Schutz seiner Existenzgrundlage angewiesen ist, sollte diese Bank meiden. Der Fall wird nun durch den Ombudsmann und die BaFin abschließend geklärt.