Beiträge von st55

    Noch ein Gedanke: ich würde das Haus behalten und an die Kinder überschreiben, verbunden mit der Verpflichtung, meine Miete und ggf. spätere Pflegekosten zu tragen. Wenn Du unbedingt Sicherheit benötigst, kann man das vertraglich regeln. Sollten später aus welchen Gründen auch immer die Kosten aus dem Ruder laufen, kann man die Immobilie immernoch verkaufen. Sie wird in Freiburg sicher nicht im Wert sinken. Die Kinder sollen bei diesem Modell dann selbst entscheiden, ob sie das Haus vermieten oder selbst nutzen, und Du hast keinen Stress damit.

    Ich möchte nur kurz anmerken, dass man bei Nutzung von netzwerkbasierten Modellen wie ChatGPT, Claude etc. seine Daten nicht "ins Internet" stellt, sondern an profit-orientierte Unternehmen gibt, die damit (unkontrolliert) arbeiten, zumindest, wenn sie wie bei den US Anbietern nicht an europäische Datenschutz Standards gebunden sind. Einer der Gründe, warum ich persönlich nur Vibe (Mistral) nutze. Im beruflichen Kontext würde ich aber selbst das nicht machen, sondern nur KIs nutzen, die auf den lokalen Servern im eigenen Rechenzentrum gehostet werden. Ganz unabhängig davon, muss man natürlich prompten lernen und sich klar darüber sein, dass Sprachmodelle eben keine Wissensmodelle sind.

    Den DWS Money Market Geldmarktfonds mit TER 0,11 kannst wie schon gesagt belassen. Beim Rest würde ich schrittweise vorgehen. Zunächst die Einzel Aktien anschauen, welche stehen im Plus, welche im Minus? Wenn Du Aktien halten willst, die Dividenden Historie recherchieren. Diejenigen mit regelmäßigen und ggf. steigenden Ausschüttungen behalten, beim Rest zuerst diejenigen im Minus verkaufen, um den Verlusttopf zu erzeugen. Dann diejenigen, die im Plus sind, verkaufen. Gewinne werden mit den Verlusten verrechnet, was für die Steuern relevant ist. Dann die Fonds nach den Kosten sortieren. Diejenigen mit hohen Kosten als erstes für den Verkauf vorsehen. Auch hier gilt für Verluste und Gewinne dasselbe Prinzip. Viel Erfolg.

    Bei den Aktien würde ich schrittweise vorgehen. Alle, die im Minus sind, verkaufen, das füllt den Verlusttopf. Die, die im Plus sind, sortieren nach Dividenden Historie. Alle, die stabil langjährig gute ggf steigende Dividenden ausschütten, erstmal behalten. Also Allianz, Telekom, Coca-Cola, Münchner Rück .... Unternehmen, die mir nichts sagen, verkaufen. Hier wirkt sich der Verlusttopf dann positiv aus. Dann hätte man eine Anzahl Aktien, bei denen der Kurs im Grunde uninteressant ist, weil man sie hält, um der Dividenden willen. Bei den VermögensMgmt Fonds, das sind vermutlich Dachfonds, würde ich auch schrittweise vorgehen: TER recherchieren und mit der jährlichen Rendite vergleichen. Klar, die Kosten sind in Regel exorbitant, aber (wir haben auch so ein Ding geschenkt bekommen) bei einer jährlichen Rendite von 17%, sind mir ehrlicherweise die 3,5 % Kosten erstmal egal. Wenn das Verhältnis zur Zufriedenheit ausfällt, würde ich die erstmal behalten, wenn nicht, verkaufen.

    In diesem Fall geht es über die Börse nicht. Wenn man die Rückgabe der Anteile an die Fondsgesellschaft veranlasst hat, sind diese gesperrt für den Verkauf über die Börse. Bei Immobilienfonds ist das wegen dieser einjährigen Fristen leider so. Habe ich beim geerbten HausInvest auch so.