Ich hatte zunächst der Einrichtung der ePA widersprochen. Einige Zeit später hatte ich meine Zustimmung wieder erteilt, um die Patientenakte doch einmal zu testen. Leider habe ich jetzt zum zweiten Mal widersprochen, weil ich die ePA sowohl für mich als auch für die Ärzte als ziemlich nutzlos erachte. Hier wird eine Menge Datenmüll gesammelt, mit dem man nur sehr bedingt etwas anfangen kann. Die Kosten für dieses Unternehmen könnten an anderer Stelle besser eingesetzt werden. Ein weiterer Grund für den Widerspruch ist mein Smartphone, das nur auf Android 13 läuft und deshalb die Anmeldung zur ePA verhindert wird.
1. Die Abrechnungen mit den Kassen stellen keine Diagnose dar, weil sie nicht nur sehr ungenau kategorisiert sind, sondern auch teilweise falsch sind.
2. Tatsächliche Befunde, Ultraschall-, Röntgen-, CT- und MRT-Bilder oder auch Blutanalysen fehlen, da die Ärzte offensichtlich mit der Einstellung dieser Daten zeitlich und in der Bedienung ihrer IT-Programme überfordert sind.
3. Die Information der Versicherten lässt zu wünschen übrig, denn die meisten wissen wahrscheinlich gar nicht, dass sie in der App ihre Ärzte autorisieren müssen, damit diese auf die Akte zugreifen dürfen. Es werden sich nur die wenigsten Patienten mit den Apps der Kassen beschäftigen, weil allein die Einrichtung des Accounts umständlich und kompliziert ist. Von der Bedienung ganz zu schweigen, wenn ich an die Fummelei auf dem Smartphone denke. Eine vernünftige Anwendung auf Laptop oder Desktop-Computer wäre sicher wesentlich besser.
4. Die Ärzte haben Probleme wegen der ständigen Änderungen im Praxisverwaltungssystem (PVS), Tausch des elektronischen Heilberufsausweis (eHBA) und der elektronische Medikationsliste (eML), von den häufigen Störungen im Netz ganz zu schweigen. Der Bediener ist eher damit beschäftigt, die IT am Laufen zu halten, anstatt die vollmundig versprochenen Vorteile nutzen zu können. So bekomme ich von meinem Arzt immer noch Papierrezepte ausgehändigt.