Eine persönliche Beziehung gibt es nicht. Allgemein muss ich sagen, dass ich bisher ein durchaus positives Gefühl bei unserem Versicherungsmakler hatte/habe - ja passt nicht zu dem Vertrag. Wir haben dort auch die Hausratversicherung, Private Haftpflicht, ... abgeschlossen. Klar, im Nachhinein weiß ich, dass für alles Provision fliest, aber diese Verträge laufen inzwischen "ewig" und waren für die erste eigene Wohnung nötig, ... da geht man halt erstmal zum Versicherungsmakler vor Ort.
Nach der Ausbildung, ging es dann eben um die Vorsorge für die Rentenzeit und so ist es zu dieser Versicherung gekommen. Natürlich verkauft ein Versicherungsmakler, dass was er hat, wenn man nach einer Möglichkeit für die Rente fragt. Ich /wir (meine Frau und ich) hätten uns eben selbst früher besser informieren müssen. Ansonsten haben wir schon recht gut selbst entschieden was nötig ist und was nicht. Aufgeschwatzt wurde da nichts unnötiges. Wie stark sich jetzt Privathaftpflicht oder Hausrat zwischen unserer und bei einem Honorarberater unterscheiden, müsste man nachrechnen. Die neue KFZ Versicherung habe ich neuerdings auch über ihn laufen und diese war sogar günstiger als der bisherige Anbieter oder seriöse Vergleiche im Netz + ein persönlicher Ansprechpartner vor Ort.
Auf der anderen Seite hatten wir in unserer alten Wohnung einen heftigen Wasserschaden und konnten die Wohnung, damals mit Baby, knapp 3 Monate nicht bewohnen, alle Möbel raus, ... wir konnten unseren Versicherungsmakler gefühlt zu jeder Zeit, auch am Wochenende, erreichen und konnten zum Glück extrem viel abgeben und er hat sich um alles gekümmert. Da kenne ich aus dem Bekanntenkreis auch andere Erfahrungen, dass diese sich mit den Versicherungen selbst rumschlagen mussten.
Zurück zur Rentenversicherung. Auch die Dynamik von 5% pro Jahr stört mich - auch hier wird jede Änderung wieder nur Geld kosten. Damit bleibt dann wohl nur Kündigen und das Geld selbst investieren.
Wenn ich aktuell meine Zahlungen mit dem vorhandenen Kapital der letzten Berechnung gegenrechne sind ca. 3000€ weg - daraus lernt man eben...
Danke für eure Einschätzung und Bestätigung meiner Vorahnung!
Für die ETFs bin ich dann noch am überlegen, ob es MSCI World + MSCI EM wird oder direkt nur ein ACWI IMI, damit es für die Alternsvorsorge möglichst einfach ist. Ein ETF der dauerhaft mit der Sparrate durchlaufen kann. Bei der eigenen Verwaltung wäre ich dann auch flexibel und könnte ohne große Gebühren die Sparrate ändern und bin von keiner Dynamik abhängig. Klar, die eigene Disziplin ist das wichtigste, dass die Sparrate nur hochgesetzt werden sollte, aber wir haben uns aktuell auch an die monatliche Belastung gewöhnt und diese soll auch mit den ETFs einfach weiterlaufen.
Mein Vertrag bekann zum 01.03.2021, daher wird auch nur eine Kündigung zum 28.02.2027 möglich sein oder wisst ihr zufällig, ob man schon früher aus solchen Verträgen rauskommen kann?