Beiträge von kilianeschl

    Klärst Du hier eine Geschäftsidee ab?

    Ja, tatsächlich geht es in die Richtung. Ich beschäftige mich gerade damit, ob es bei der Abwicklung nach einem Todesfall Probleme gibt, für die eine bessere Lösung sinnvoll wäre. Bevor ich mir da aber irgendwas zusammenreime, wollte ich erstmal von Menschen hören, die das tatsächlich erlebt haben. Gerade die unterschiedlichen Antworten hier helfen mir dabei sehr.

    Erging einem Ex-Kollegen so, als seine Schwester ca. 350 km entfernt lebend gestorben ist.
    Die hatten knapp 2 Jahrzehnte keinen Kontakt, er der einzige Erbe... sie hatte alles online, nicht mal eine Bankkarte im Geldbeutel oder iwo daheim.
    Der hat im Strahl geko*zt.

    Das klingt nach einer ziemlich schwierigen Ausgangssituation, gerade wenn nach so langer Zeit kaum bekannt ist, welche Konten, Versicherungen und Verträge überhaupt existieren.

    Weißt du zufällig, wie dein Ex-Kollege das damals am Ende gelöst hat? Hat er sich die ganzen Informationen selbst zusammensuchen müssen oder hatte er dabei Unterstützung von einem Bestatter, Notar oder einem anderen Dienstleister?

    Danke dir nochmal für die ausführliche Antwort und mein Beileid wegen deiner Eltern. Gerade der Unterschied zwischen den beiden Fällen ist sehr interessant, weil man daran gut sieht, wie viel eine gute Vorbereitung und vorhandene Vollmachten ausmachen können.

    Bei den Dingen, die euch nach dem Tod deiner Mutter noch beschäftigen: Hättest du dir dafür jemanden gewünscht, der solche Angelegenheiten tatsächlich für euch übernimmt und sich beispielsweise selbst um die Abstimmung mit Banken, Heim oder anderen Stellen kümmert? Oder würdest du sagen, dass der Aufwand zwar nervig ist, aber trotzdem nichts, wofür du einen zusätzlichen Dienstleister beauftragen würdest?

    Erstmal vielen Dank an euch alle für die ausführlichen Antworten und persönlichen Erfahrungen. Und natürlich mein Beileid an diejenigen von euch, die selbst einen Angehörigen verloren haben.

    Ich hatte ehrlich gesagt nicht erwartet, so viele unterschiedliche und detaillierte Einblicke zu bekommen. Besonders interessant finde ich, wie unterschiedlich die Erfahrungen ausfallen. Bei manchen hat eine gute Vorbereitung vieles erleichtert, bei anderen gab es trotz guter Vorbereitung noch monatelangen Aufwand. Auch dass Bestatter, Banken und andere Stellen je nach Fall sehr unterschiedlich unterstützen, war mir vorher so nicht bewusst.

    Eure Antworten helfen mir wirklich sehr dabei zu verstehen, wo die tatsächlichen Schwierigkeiten liegen. Vielen Dank dafür.

    Ich beschäftige mich gerade mit der Frage, wie groß die organisatorische Belastung für Angehörige nach einem Todesfall tatsächlich ist und überlege, ob man dafür eine bessere Lösung entwickeln könnte.

    Deshalb würden mich Erfahrungen von Leuten interessieren, die das selbst schon durchgemacht haben:

    Wie viel Aufwand hattet ihr mit Banken, Versicherungen, Verträgen, Rente, Behörden usw.?

    Was hat euch am meisten Zeit oder Nerven gekostet?

    Und welche Dinge hättet ihr damals am liebsten komplett an jemanden abgegeben, wenn es dafür einen vertrauenswürdigen Service gegeben hätte?

    Mir geht es erstmal darum zu verstehen, wo die wirklichen Probleme liegen und nicht darum, etwas zu bewerben.