Hallo zusammen,
da bei uns in 2027 vielleicht Nachwuchs zu erwarten sein könnte möchten wir vorsorglich unser zu versteuerndes Einkommen für das Steuerjahr 2026 senken, um uns den Anspruch auf Elterngeld zu erhalten, dieser verfällt ab einem z.V.E. >= 175.000.
Nun lässt sich, wo das Jahr zu Ende geht, die voraussichtliche Situation ganz gut abschätzen/errechnen, gleichzeitig steigt aber der Druck zu handeln und ich würde gerne einfach mal die Schwarmintelligenz nutzen, um etwaige Denk- oder Planfehler auszuräumen.
Gemeinsam kommen wir auf ein Steuerbrutto von ~ 223.775€. Abzüglich der Werbungskostenpauschale von 2*1.230€ = 2.460€ sowie den geschätzten Vorsorgeaufwendungen von 32.945€ kommen wir auf ein zu versteuerndes Einkommen von 188.370€.
Mein Ziel ist es, das ZVE nun auf 174.000€ (1000€ Puffer) zu drücken. Mir ist klar, dass durch überschreiten der Werbungskostenpauschale bei der Steuererklärung noch mehr drin ist, aber ich möchte auf Nummer sicher gehen. Nach Recherche und Ausschluss stehen uns nun folgende Optionen zur Auswahl:
- Freiwillige Beitragseinzahlung in betriebliche Altersvorsorge vor 2027
- Freiwillige Beitragseinzahlung in Ärzteversorgungswerk vor 2027
- Vorauszahlung von gesetzlichen Krankenversicherungsbeiträgen vor 2027
Die ersten beiden Möglichkeiten wären zu 100% abzugsfähig, wobei ich das Ärzteversorgungswerk durch die kapitalmarktorientierte Anlegestrategie im Vergleich zur betrieblichen Vorsorge präferieren würde. Hier würde ich dann einfach 188.370€ - 174.000€ = 14.370€ einzahlen. Das Geld wäre aber bis zum Renteneintritt gebunden.
Was sich für mich aber am charmantesten anhört, ist die Vorauszahlung der GKV-Beiträge als Selbstzahler. Das scheint sehr unbekannt zu sein und ich frage mich ob jemand damit schon Erfahrung gemacht hat? Diese Vorauszahlung wird beim KV-Anteil um 4% gekürzt und anschließend angerechnet. Hier müsste ich ca. 14.849€ einzahlen.
Mir ist klar, dass das auch Opportunitätskosten bedeutet, da die Summe dann nicht auf dem Tagesgeld bei rund 4% liegt.
Aber übersehe ich was? Würde ich mir damit etwas verbauen oder mich eventuell sonst irgendwo schlechter stellen? Sonst irgendwelche Probleme? Ich vermute es gibt dann erstmal eine nette Steuernachzahlung mit der Steuererklärung, dafür aber auch eine Nachzahlung für 2027 im Jahr 2028.
Freue mich über jeden Input. Danke vorab schon mal.