Beiträge von Negrodamus

    Je mehr ich dazu lese, desto weniger verstehe ich.
    Und um so mehr Fragen habe ich.
    Zuerst die Ausgangslage. Je nachdem wie sich unsere Bundesregierung entscheidet oder wie lange der Klageweg für die Schwerbehinderung dauert, kann ich in 2 Jahren und 9 Monaten oder in 4 Jahren und 9 Monaten in Rente gehen.
    1. Lohnt es sich da überhaupt noch das Altersvorsorgedepot anzulegen?
    2. Wenn ja, ich habe eine Riesterrente, seit dem es die gibt, die habe ich allerdings nach drei Jahren ruhend gestellt weil klar war, dass damit kein Staat zu machen ist. Macht das Sinn die zu übertragen? Oder lasse ich die weiter ruhen und lasse mir dann eine Kleinstrente daraus auszahlen? Und wie ist das mit der Besteuerung von Kleinstrenten?
    3. Da bei meinem Altersvorsorgedepot ohnehin nur ein monatlicher Kleinstbetrag herauskäme (je nachdem wo und wie ich es berechnen lasse, es gibt ja genug Rechner im Netz, zwischen 17 und 35 Euro) wäre auch ein Totalausfall nicht schlimm. Ich könnte also volles Risiko anlegen. Nur verstehe ich nicht die Verpflichtung zur risikoarmen Anlage fünf Jahre vor Schluss. Das wäre bei mir sofort. Oder versteh ich da was falsch? Ich wäre also in der Auswahl des Produktes extrem eingeschränkt.
    4. Wenn ich das mit dem AV mache, wäre die Rendite in der Ansparphase auf diese kurze Laufzeit ausschließlich durch die staatliche Förderung extrem gut. Ich verstehe nur die Auszahlungsmodalitäten überhaupt nicht. Vor allem nicht die Kostenstruktur dazu. Wenn ich das richtig verstehe, gilt die 1 Prozent Deckelung nur für die Ansparphase, in der Auszahlphase ist der Preisrahmen dagegen freigestellt. Oder verstehe ich da was verkehrt? Ich befürchte, dass der Kostenrahmen mehr auffrisst als die staatliche Förderung hergibt. Und auf einen nennenswerten Kursgewinn brauche ich bei der kurzen Laufzeit und den kleinen Beträgen nicht rechnen. Dazu kommt, dass ich nicht verstehe, ob der Kleinstbetrag, der dann dabei raus kommt, steuerpflichtig ist. Und ob die Steuerpflicht für jeden Auszahlbetrag einzeln berechnet wird oder zusammengefasst. Denn ich habe neben der normalen Rente noch eine Zusatzversorgung, eine Entgeltumwandlung und einen (ruhenden) Riestervertrag. Dazu komme noch Einnahmen aus Vermögen.
    Meine Befürchtung ist, dass der Kostenrahmen in der zwanzigjährigen Auszahlphase letztlich höher ist, als die staatliche Förderung, und ich dabei selber am Schluss noch drauflege.

    Martin